Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt
31. März 2015
Dummes, kurz kommentiert: Günther Öttinger und die Netzneutralität
30. März 2015
Ein jeder koche sein eigenes Süppchen. Ein Gedankensplitter zu wildem Aktionismus.
22. März 2015
Spiel nicht mit den Schmuddelkindern. Ein Gedankensplitter zu Pegida und der Frage wem man zustimmen darf.
20. März 2015
SoFi
18. März 2015
Berechtigt und unwichtig
Um so mehr liegen den Journalisten die "friedlichen Demonstranten" am Herzen. Fast schlimmer als Verletzte und Sachschaden scheint ja vielen Kommentatoren ein anderer Aspekt zu sein: Die Krawalle würden die Inhalte in den Hintergrund drängen. Also den "berechtigten und wichtigen Anliegen" der protestierenden Bürger schaden. Und es schwingt deutlich durch, daß mit "berechtigt und wichtig" auch "inhaltlich richtig" gemeint ist.
Nun, bei der inhaltlichen Richtigkeit werde ich mit Spiegel, Tagesschau und Co. ohnehin nicht überein kommen - das hat auch wenig mit dem aktuellen Thema zu tun.
Und klar ist natürlich, daß die Anliegen berechtigt sind. Denn jeder Bürger ist berechtigt, seine persönlichen Positionen vorzubringen.
Aber wieso sollen die Forderungen der "friedlichen Demonstranten" wichtig sein?
Wo bleibt der Domprobst? Eine kleine Anmerkung zu „Blockupy“.
14. März 2015
Neo–Kolonialismus
Die Opfer bzw. ihre Hinterbliebenen klagen nun auf Schadenersatz. Das ist normal und verständlich. Aber sie klagen nicht gegen den Eigentümer des Gebäudes und den Betreiber der dort tätigen Textilfabrik. Sondern sie klagen gegen einen Kunden dieser Fabrik. Das ist ungewöhnlich.
Genauer gesagt klagen auch gar nicht die Opfer, sondern die Klage wird von europäischen Gruppen organisiert. Es geht wahrscheinlich auch nicht wirklich um Schadenersatz. Die Forderung von 30.000 € pro Opfer ist eher bescheiden, die Chancen des Gerichtsprozesses sind noch bescheidener.
Es geht wohl in erster Linie um ein öffentlichkeitswirksames Signal: Die klagenden Gruppen sehen die deutschen Textilvermarkter als Verantwortliche, die für bessere Produktionsbedingungen in Pakistan sorgen sollen.
Keine Oberschicht, nur die da oben
Peter Sarstedt, 1969
Diese großartige Ballade ist entstanden, als der internationale Jet-Set auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung war. Gunter Sachs und Brigitte Bardot trennten sich 1969 so aufsehenerregend, wie sie drei Jahre vorher zusammengekommen waren. Diese Verbindung von ererbtem Reichtum, aber auch Unternehmertum mit einem feinsinnigen Geschmack auf der einen Seite und der Inkarnation einer ganzen Nation im Bikini (die übrigens selbst eine Industriellentochter war) auf der anderen steht exemplarisch für alles, was das kontinentaleuropäische Bild des Begriffs "Oberschicht" auf Jahrzehnte geprägt hat.
Fast fünfzig Jahre später ist in Deutschland zwar ständig von "denen da oben" im pejorativen Sinne die Rede, auch von den "Reichen". Und Verschwörungstheorien, die elitäre Zirkel annehmen, unter denen Macht und Geld aufgeteilt ist, haben Hochkonjunktur. Ein Schattendasein in der öffentlichen Wahrnehmung führt dagegen die "Oberschicht". Im traditionellen Volksmund auch nicht ohne Respekt als "die oberen Zehntausend" genannt, ist der Begriff der Oberschicht durchaus immer als etwas erstrebenswertes betrachtet worden - zumindest auch als Rollenmodell für den Lebenswandel.
So kam es, dass in einem Thread hier im kleinen Zimmer bislang kein Konsens darüber entstanden ist, nach welchen Kriterien man heute eine Oberschicht beschreiben kann, geschweige denn ob bestimmte Berufs- oder Personengruppen oder gar Einzelpersonen ihr zuzuordnen sind.
11. März 2015
Luxusproblem
Nachdem es bei den MP3-Playern, den Smartphones und den Tablets als neuer Anbieter mit seinem Produkt die Situation auf den Kopf gestellt hat, versucht es das nun bei den Armbanduhren. Und die Reaktionen sind exakt wie bei den ersten drei Versuchen:
Die Kritiker finden das Apple-Angebot völlig überflüssig, weil es ja angeblich technisch nichts Neues bietet und den schon längst im Markt befindlichen Konkurrenzangeboten nicht das Wasser reichen könnte.
Und die Fans stehen in Schlange vor den Apple-Stores und wollen möglichst als Erste das neue Gadget haben.
Beide Reaktionen sind so absehbar wie uninteressant: Über den eigentlichen Erfolg des Produkts entscheiden die "Normalkunden", und man wird erst in ein/zwei Jahren sehen können, ob das Angebot überzeugt hat.
Deswegen hier keine Diskussion über die Apple-Watch selber, über ihre Möglichkeiten und Beschränkungen.
Sondern was ich faszinierend finde, das ist etwas wirklich Neues: Apple verkauft nicht nur in klassischer Weise Varianten, die sich technisch unterscheiden.
Sondern es wird neben der Normalausführung auch eine Luxusversion geben, und dann noch einmal eine atemberaubend teure Goldvariante. Da geht es dann wirklich nur noch um Design und Status.
6. März 2015
Eine kurze Anmerkung zur Mietpreisbremse
4. März 2015
Mai-Feier
Wer also den Mai-Anfang im schönen Franken genießen möchte, mit einem spannenden politischem und kulturellem Programm, wer Michael Miersch, Frank Schäffler, Albert Duin und diverse andere liberale und libertäre Vordenker erleben möchte, wer vielleicht auch Blogger vom A-Team oder Zettels Raum kennen lernen möchte - der sollte nach Bamberg fahren.
Das Programm klingt jedenfalls recht vielversprechend.
© R.A.. Für Kommentare bitte hier klicken.
26. Februar 2015
Das tut gar nicht weh. Ein Gedankensplitter zum Impfen und anderen Pflichten.
„Wissen sie was sich auch gut verkauft? Kindersärge, die gibt es auch in Froschgrün und Feuerwehrrot"
19. Februar 2015
Salonlinke Popmusik
18. Februar 2015
Sie haben die Wahl
Ich empfehle eifrige Teilnahme.
Und besonders empfehle ich natürlich einen Klick beim Kollegen Andreas Döding.
© R.A..
Der Pyrrhussieg (2)
Die Eroberung wurde durchgeführt, nachdem die in Minsk vereinbarte Waffenruhe begonnen hatte. Womit diese vom Start weg Makulatur ist - auch wenn die an der Verhandlung beteiligten Hauptstädte das noch mit diplomatischen Formulierungen vernebeln wollen.
Es kann sein, daß es trotzdem eine gewisse Pause gibt. Schließlich müssen Putins Leute das eroberte Gebiet erst einmal konsolidieren. Aber einen stabilen Frieden kann es in der Ukraine nicht mehr geben, solange es nicht einen Machtwechsel im Kreml gibt.
Ein Sieg für Putin, und eine bewußte Demütigung für seine Verhandlungspartner Merkel und Hollande. Schmerzlich mußten sie lernen, daß Verhandlungen nur dann erfolgreich sein können, wenn man auch Druckmittel hat. Diese fehlen dem abgerüsteten Westeuropa.
Und trotzdem: Auch dies ist wieder nur ein Pyrrhussieg für den Kreml.
15. Februar 2015
Gesetzliche Betreuung
13. Februar 2015
Der Pyrrhussieg
Er hat seine Eroberungen in der Ost-Ukraine konsolidiert, er hat Deutschland und Frankreich zu Bittstellern degradiert, er hat die USA vorgeführt. Und er kann auch nach Belieben wieder mit neuen Angriffen weitermachen, wenn ihm dies nützlich erscheint - den versprochenen Abzug von Truppen und schweren Waffen wird er bestimmt nicht einhalten.
Der Westen hat nur eine Verschnaufpause gewonnen. Eine echte Friedenslösung ist nicht in Sicht. Putin kehrt im Triumph nach Moskau zurück und kann sich innenpolitisch als durchsetzungsstarker Weltmachtführer präsentieren.
Aber welche Perspektive hat er denn noch?
12. Februar 2015
Neues von der Quote: Frauen in der Falle
Mein verehrter Kollege Andreas Döding hat hat es bereits für einen kurzen Kommentar aufgegriffen und zeitgleich hat auch mich der heutige Artikel in der online Ausgabe der FAZ zur Frauenquote motiviert einen Kommentar zu schreiben. Deswegen wird das Thema heute doppelt versorgt.
Der Artikel der FAZ beginnt mit der Beobachtung das von den 17 Frauen, die in den letzten Jahren in DAX Vorstände berufen wurden, nun insgesamt acht nach nicht einmal der Hälfte ihrer Amtszeit vorzeitig geschmissen haben. Also gut die Hälfte. Die Verweildauer von weiblichen Voständen liegt damit im Schnitt bei drei Jahren und damit extrem niedriger als bei Männern (mit acht Jahren).
Kurioses, kurz kommentiert: Hasta la vista, Genderista!
8. Februar 2015
Ein Blick hinter die Theke: Warum wir moderieren, warum wir nicht darüber reden und was wir nicht sind.
7. Februar 2015
Zitat des Tages: Verbot der "Legida"-Demonstration
Die Stadt Leipzig hat heute die für Montag geplante Demonstration des Pegida-Ablegers "Legida" verboten. Die Polizei sei außerstande, den Aufzug abzusichern. Der Oberbürgermeister Burkhard Jung von der SPD erklärte dazu: "Ich muss zur Kenntnis nehmen, dass in Sachsen offenbar Polizeinotstand herrscht und es nicht möglich ist, das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit zu gewährleisten." ("Die Welt" vom 7.2.2015.)
5. Februar 2015
Unterwerfung unter den Islam
Zufällig geschahen die Attentate auf „Charlie Hebdo“ und den koscheren Supermarkt am Tag, als Michel Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ erschien. Er beschreibt das Frankreich in sieben Jahren: islamisiert durch Dschihadismus und Selbstunterwerfung. Wie das?
Die Religionen arrangierten sich, der Islam sei die kräftigste unter ihnen. Und die einfachste. „Es ist vielleicht zu kompliziert mit dem Katholizismus, im Islam gibt es den Schöpfer, und Schluss“, sagte der Schriftsteller im Interview. „Jedes Mal, wenn ich auf eine Beerdigung gehe, spüre ich, dass der Atheismus unserer Gesellschaften unerträglich geworden ist.“ („Der Tod ist nicht auszuhalten“, DIE ZEIT vom 22.01.2015)
Vom französischen bekennenden Juden Eric Zemmour (Bestseller „Der französische Selbstmord“) wird auf der gleich folgenden ZEIT-Seite noch Schärferes berichtet: Der Blick auf die Ausländerghettos zeige einen Kriegsgrund. „Man schneidet unsere christlichen Wurzeln ab und zwingt uns den allgemeinen Multikulturalismus auf.“ Was ist zu fürchten? „Wenn zwei Völker auf einem Territorium leben, dann herrscht normalerweise Krieg. Das habe ich schon vor den Attentaten gesagt.“
Zwei Feuer brennen und in Frankreich liegen sie nah zusammen: der Dschihadismus gegen die Dekadenz des Westens und der Bruderstreit mit den Juden.
Kann man aus der Geschichte etwas lernen?
30. Januar 2015
Clemens Wergins USA-Beobachtungen und der Blick in die Kristallkugel
28. Januar 2015
(357439) 2004 BL86
25. Januar 2015
Wie einem der Schnabel gewachsen ist
In dem Bericht fand ich zwei Absätze wegen der schönen Wiedersprüchlichkeit der titelgebenden Sextante interessant. Eine Widersprüchlichkeit, welche der Sextante in ihrem Wunsch oder besser Eifer Hemmungen abzubauen, selber vermutlich nicht auffällt.
Im ersten Zitat wird noch von einer Aussage der Sextante berichtet, die für sich genommen durchaus auch als zwanglose Akzeptanz der Individualität der einzelnen Schülerinnen und Schüler gedeutet werden könnte.
Am Nachmittag begrüsste uns die Sextante zuerst und stellte sich mit Vornamen D. und ihren Arbeitspartner vor. Dann sagte sie – weil offensichtlich einige gehemmt waren – wir müssten bei manchen vulgären Begriffen einfach so reden, «wie uns der Schnabel gewachsen sei».
Doch das wird schnell richtig gestellt, denn so war das offenbar nicht gemeint. Direkt als erstes mussten die Schülerinnen und Schüler ein kleine Spiel spielen:
Erst mussten wir «Sex-Tabu» spielen, welches wie ein herkömmliches im Handel erhältliches «Tabu» funktioniert, aber nun nur mit Sexbegriffen wie Oralverkehr, Schwangerschaft, Quickie, Analverkehr und so weiter. Manche von uns hatten Probleme mit einigen Begriffen oder wollten sie aus Scham nicht erklären. Sie mussten es dann aber trotzdem tun. Die Begriffe waren zum Teil oft nicht einfach zu erklären, wenn man sich nicht traut, manche Wörter vor seinen Klassenkameraden und -kameradinnen zu sagen.
Offenbar hat die Sextante eine ganz bestimmte Vorstellung davon, wie der Schnabel gewachsen zu sein habe.
Auch der Rest des Berichts ist zu empfehlen, denn offenbar hat die Dame eine etwas seltsame Vorstellung vom Liebesleben der 12- bis 13-jährigen, die sie meint komplett zu verstehen. Da mir eine Wiedergabe des Berichts der Schülerinnen in eigenen Worten keinen Mehrwert zu bringen scheint, insbesondere auch, das es viel interesannter ist, es in ihren eigenen Worten zu lesen, verweiße ich an dieser Stelle einfach noch einmal auf der Artikel in der Basler Zeitung selber:
© Techniknörgler. Für Kommentare bitte hier klicken. Dies ist der erste von zwei Nachfolgeartikeln zum Artikel "Sexualaufklärung abnorm" von Calimero.