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25. Januar 2009

Zitat des Tages: "Mit der Integration geht es jetzt schnell" (Wolfgang Schäuble)

SPIEGEL: Manche Integrationsforscher schätzen, dass es noch Jahrzehnte dauern wird, bis die Türken hier richtig angekommen sind. Wie ist Ihre Prognose?

Schäuble: Das geht jetzt schnell. Warten sie einfach noch einmal vier Jahre CDU-geführte Regierung ab!


Innenminister Wolfgang Schäuble im Interview mit "Spiegel- Online". Dort war gestern ein Bericht über eine neue Untersuchung erschienen, die morgen veröffentlicht werden soll, und nach der "türkischstämmige Migranten ... in Deutschland mit Abstand schlechter integriert (sind) als andere Zuwanderergruppen".



Kommentar: Schäuble hat Recht. Ob Einwanderer integriert werden, ist eine Frage des politischen Willens. Diesen gibt es bei der CDU und der FDP, aber nicht bei der SPD, und schon gar nicht bei den Grünen und den Kommunisten.

Der Artikel in "Spiegel- Online" erwähnt auch, daß die Untersuchung des "Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung" ein Ranking der Bundesländer enthält. Leider wird nur mitgeteilt, daß das Saarland ganz unten steht; aber nicht, wer die Spitzenreiter im Erfolg der Integration sind.

Schäuble, dem die ganze Untersuchung offenbar vorlag, sagt dazu aber etwas: "Die Studie zeigt ja auch, dass es in den Ländern sehr unterschiedlich läuft – in Hessen, Baden Württemberg, und gerade in Stuttgart zum Beispiel ganz gut, in Hamburg und München auch."

Warten wir die Einzelheiten ab. Jedenfalls ist schlechte Integration nicht gottgegeben, sondern eine Folge falscher Politik.

Diese falsche Politik hat einen Namen: Rotgrün.

Jahrzehntelagn wurde von der SPD und vor allem den Grünen gepredigt, Assimilation sei "Eindeutschung" oder gar "Zwangsgermanisierung". Stattdessen galt die Multikulti- Ideologie, die es als erstrebenswert ansah, daß eingewanderte Türken ihre eigene Kultur bewahren, statt sich der deutschen anzupassen. Wie sie zugleich Abitur machen und studieren sollten, darüber wurde offenbar gar nicht erst nachgedacht.

Jetzt sehen wir die Folgen. Gegen diese hilft nur eine Assimilationspolitik, wie sie in jedem Einwanderungsland selbstverständlich ist. Eine CDU- FDP- Regierung in Berlin wird eine solche Politik betreiben. Freilich kann sie auf die Länder nur begrenzt einwirken.

Für die Länder wird auch weiterhin gelten: Wer in einem links regierten Bundesland lebt, der hat halt Pech. Ob er nun Deutscher ist oder Einwanderer - es wird ihm in fast allen Lebensbereichen schlechter gehen als jemandem, der in einem von den bürgerlichen Parteien regierten Land lebt.

Das klingt Ihnen zu simplifizierend? Schauen Sie vielleicht einmal in diesen Artikel, der im November 2007 hier zu lesen war.



Und noch ein ceterum censeo: Wann endlich wird man Deutsche türkischer Herkunft als Türkendeutsche bezeichnen, statt als Deutschtürken? Die Amerikaner nennen ja einen Amerikaner italienischer Herkunft auch nicht Americo- Italian, sondern Italo- American.



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8. Februar 2008

Zitat des Tages: Nein zur Assimilation

Er sage aber Nein zu Assimilation. Menschen müssten in ihrer Unterschiedlichkeit akzeptiert werden.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan über die Kurdenpolitik seiner Regierung türkischen Einwanderer in Deutschland; laut "Spiegel Online".

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13. August 2007

Mal wieder ein kleines Quiz: Latinos in den USA, Türken in Deutschland - wer findet die Unterschiede?

In der heutigen "Washington Post" befaßt sich ein Editorial mit dem Problem, daß viele Einwanderer in die USA - überwiegend Latinos - nicht oder nicht hinreichend Englisch können.

Kürzlich äußerte sich in einem Interview die Staatsministerin beim Bundeskanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, zu dem Problem, daß viele Einwanderer nach Deutschland - überwiegend Türken - nicht oder nicht hinreichend Deutsch können.

So ähnlich wie die Probleme sind die Lösungen, die in den beiden Verlautbarungen vorgeschlagen werden.

Und doch gibt es mindestens drei nicht ganz unwesentliche Unterschiede.

Hier ein Auszug aus der Stellungnahme von Staatsministerin Böhmer:
Ein Schwerpunkt des Nationalen Integrationsplans ist die Verbesserung der Sprachkenntnisse. (...) Wenn man in Deutschland auf Dauer leben will, ist es unverzichtbar, sich zu integrieren. Deshalb müssen bestehende Angebote wahrgenommen werden. Die Integrationskurse zum Erwerb der Sprache sind für die Neuankömmlinge verpflichtend. (...) Wer als Nicht-Deutscher hier eine Arbeit aufnehmen will, muss Deutsch können. Wer sich dem hartnäckig verweigert, erfüllt seinen Teil der Vereinbarung nicht und muss mit Sanktionen rechnen.
Und hier ein Auszug aus dem heutigen Editorial der "Washington Post":
Learning English is an indispensable part of assimilation and full participation in all aspects of a community. More should be done to ensure that all newcomers attain that skill. (...) Local communities, especially those with rising immigrant populations, should make free or inexpensive English classes available; the federal government should pick up the tab or significantly help defray the cost. Community and religious groups should also step up their efforts in this cause. And new arrivals should seize such opportunities.

Englisch lernen ist ein unverzichtbarer Teil der Assimilation und der vollen Teilnahme an allen Aspekten einer Gemeinschaft. Es sollte mehr dafür getan werden, sicherzustellen, daß alle Neuankömmlinge diese Fertigkeit erwerben. (...) Die örtlichen Gemeinden, vor allem die mit einem wachsenden Bevölkerungsanteil von Einwanderern, sollten kostenlose oder billige Englischkurse anbieten; die Bundesregierung sollte dafür aufkommen oder sich wesentlich an den Kosten beteiligen. Gruppen auf Gemeindeebene und religiöse Gruppen sollten ebenfalls ihre Anstrengungen in dieser Sache verstärken. Und die Neuankömmlinge sollten solche Chancen nutzen.
Wer findet die (mindestens) drei Unterschiede zwischen dem Vorschlag der Staatsministerin Böhme für Deutschland und dem der "Washington Post" für die USA? Die Lösung steht in Zettels kleinem Zimmer.

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