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13. Februar 2008

Zitat des Tages: Cuba, Adorno, Hemingway

Die Fokussierung auf den "greisen Diktator", wie es in der Berliner tageszeitung, dem Springerblatt Die Welt oder im Auslandssender Deutsche Welle unisono heißt, ersparte eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Errungenschaften des kubanischen Sozialismus. Über Jahrzehnte hinweg mußten sich die Apologeten des Anticastrismus dafür zwar die Kritik derer gefallen lassen, die es besser wußten. Adorno etwa, oder Hemingway.

Harald Neuber heute in einem Bericht aus Havanna für die kommunistische "Junge Welt". - Ernest Hemingway nahm sich im Juli 1961 das Leben, zweieinhalb Jahre nach Castros Machtergreifung. Adorno, der 1969 starb, war 1939 in Cuba gewesen, um seine dorthin emigrierten Eltern zu treffen.

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20. Januar 2008

Zitat des Tages: Heute wählt Cuba!

Die Kommunistische Partei Kubas schlägt weder Kandidaten vor, noch bewirbt, empfiehlt oder unterstützt sie einen einzelnen Aspiranten.

Der cubanische Botschafter in Deutschland, Gerardo Peñalver, über die heutigen Parlamentswahlen in Cuba, zitiert von Harald Neuber in der kommunistischen "Jungen Welt"; Titel des Artikels: "Kuba hat die Wahl". Lesenswert.

Lesenswert zum einen, weil man interessante Details über diese Wahlen erfährt. Zum Beispiel, daß es für 614 zu vergebende Sitze genau 614 Kandidaten gibt. Da wird den Wählern die Wahl aber schwer fallen.

Interessant ist es aber auch, wie positiv man bei den deutschen Kommunisten diese Art von Demokratie bewertet. "Denn tatsächlich hat das kubanische System nicht nur zum Überleben der Revolution beigetragen. Es wird als 'partizipative Demokratie' inzwischen in ganz Lateinamerika diskutiert", schätzt Neuber ein.

So, wie ja auch in der DDR, wir erinnern uns, das Für und Wider der dort bestehenden partizipativen Demokratie lebhaft diskutiert wurde.

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16. August 2007

Noch ein Zitat des Tages

Eigentlich sollte es mit einem "Wort des Tages" pro Tag ja sein Bewenden haben. Aber bei dem folgenden Beispiel für die literarische Bildung eines Autors der "Jungen Welt" kann ich dem Zitieren doch nicht widerstehen:
Die "nützlichen Idioten", die angepinkelt wurden, das waren Tucholsky natürlich, Heinrich Heine, Walter Bloch, Lion Feuchtwanger, Axel Eggebrecht, die in der Weltbühne nicht müde geworden waren, "die SPD in immer neuen Aufrufen zum gemeinsamen Vorgehen mit der KPD zu ermuntern".
Hans Daniel in der morgigen Ausgabe der "Jungen Welt". Der von Daniel angeprangerte Pinkler ist Klaus Rainer Röhl.



Gab es etwa einen Namensvetter Heinrich Heines unter den Mitarbeitern der "Weltbühne"? Mir ist keiner bekannt. Falls jemand einen kennt, dann bitte ich um Nachricht. Und dann ziehe ich diesen Beitrag reumütig zurück.

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