Meine letzte Anmerkung zu Christian Klar

Verbrecher haben es gut bei uns. Man nimmt sich ihres Schicksals an, oft geradezu liebevoll an. Die meisten Opfer können davon nur träumen, so viel Interesse zu finden wie der Mörder Christian Klar.
Auch ich habe mich hier immer wieder mit ihm befaßt; vielleicht ein halbes Dutzend Mal. Jetzt reicht's. Der Anlaß dafür, daß ich dies schreibe, ist die Diskussion gestern im "Presseclub". Dazu möchte ich noch etwas sagen, und dann wird Ruhe sein.
Christian Klar ist ein Kommunist. Wie alle Kommunisten ist er überzeugt, daß man zur Erreichung seiner Ziele Gewalt nicht nur anwenden darf, sondern anwenden muß.
Es ist für Kommunisten allein eine Frage der Taktik, ob man im Einzelfall den legalen Weg geht oder Gewalt anwendet.
Klar und seinen Genossen von der RAF wird von anderen Kommunisten vorgeworfen, daß sie in einer Situation gemordet haben, in der das nicht erfolgversprechend gewesen war.
Das ist alles. Sie haben die Lage falsch eingeschätzt; so sieht das jeder Kommunist, so sieht es Klar selbst.
Gewissensbisse, Reue - das wäre für sie so lächerlich, als würde eine Katze das Mausen bereuen.
Ob er nun rumjammert und Gnade erbittet - auch das ist allein eine taktische Frage für einen Kommunisten.
Er hat damit eine öffentliche Diskussion erreicht, die dem Kommunismus nützt.
Andererseits darf man sich aber auch wieder nicht verstecken, als Kommunist. Man muß die öffentliche Diskussion nutzen, um den Kapitalismus zu kritisieren, um die eigenen Ziele deutlich zu machen.
Wenn die liberalen Scheißer so dumm sind, den Köder anzunehmen und über Schuld und Reue eine große Diskussion anzufangen - dann nutzt man das als Kommunist zur Agitprop.
Das hat Klar getan. Nichts daran ist "wirr". Wirr fand ich die Diskussions im "Presseclub".
Der Kommunismus steht, so sehen sie das, die Kommunisten, so schreibt es der Professor Dieterich Steffan, vor großen Erfolgen. Also bekennt Christian Klar Farbe. Also applaudieren ihm andere Kommunisten.
Die kommunistische Bewegung ist nicht nur nicht am Ende, sondern sie sieht sich auf der Erfolgsschiene.
Die Taktik ist vielfältig. Die einen operieren legalistisch und treten in Regierungen ein. Die anderen morden. Nie ist das anders gewesen, bei den Kommunisten.
Das Ziel ist dasselbe. Deshalb die Unterstützung für Klar, auch aus der PDS. Er ist ein Genosse, das liegt doch auf der Hand.
Auch ich habe mich hier immer wieder mit ihm befaßt; vielleicht ein halbes Dutzend Mal. Jetzt reicht's. Der Anlaß dafür, daß ich dies schreibe, ist die Diskussion gestern im "Presseclub". Dazu möchte ich noch etwas sagen, und dann wird Ruhe sein.
Christian Klar ist ein Kommunist. Wie alle Kommunisten ist er überzeugt, daß man zur Erreichung seiner Ziele Gewalt nicht nur anwenden darf, sondern anwenden muß.
Es ist für Kommunisten allein eine Frage der Taktik, ob man im Einzelfall den legalen Weg geht oder Gewalt anwendet.
Klar und seinen Genossen von der RAF wird von anderen Kommunisten vorgeworfen, daß sie in einer Situation gemordet haben, in der das nicht erfolgversprechend gewesen war.
Das ist alles. Sie haben die Lage falsch eingeschätzt; so sieht das jeder Kommunist, so sieht es Klar selbst.
Gewissensbisse, Reue - das wäre für sie so lächerlich, als würde eine Katze das Mausen bereuen.
Ob er nun rumjammert und Gnade erbittet - auch das ist allein eine taktische Frage für einen Kommunisten.
Er hat damit eine öffentliche Diskussion erreicht, die dem Kommunismus nützt.
Andererseits darf man sich aber auch wieder nicht verstecken, als Kommunist. Man muß die öffentliche Diskussion nutzen, um den Kapitalismus zu kritisieren, um die eigenen Ziele deutlich zu machen.
Wenn die liberalen Scheißer so dumm sind, den Köder anzunehmen und über Schuld und Reue eine große Diskussion anzufangen - dann nutzt man das als Kommunist zur Agitprop.
Das hat Klar getan. Nichts daran ist "wirr". Wirr fand ich die Diskussions im "Presseclub".
Der Kommunismus steht, so sehen sie das, die Kommunisten, so schreibt es der Professor Dieterich Steffan, vor großen Erfolgen. Also bekennt Christian Klar Farbe. Also applaudieren ihm andere Kommunisten.
Die kommunistische Bewegung ist nicht nur nicht am Ende, sondern sie sieht sich auf der Erfolgsschiene.
Die Taktik ist vielfältig. Die einen operieren legalistisch und treten in Regierungen ein. Die anderen morden. Nie ist das anders gewesen, bei den Kommunisten.
Das Ziel ist dasselbe. Deshalb die Unterstützung für Klar, auch aus der PDS. Er ist ein Genosse, das liegt doch auf der Hand.
Labels: Christian Klar, Kommunismus, PDS


5 Comments:
Was wurde denn nun im Presseclub gesagt?
Lieber Zettel, Du schreibst: "Dazu möchte ich noch etwas sagen, und dann wird Ruhe sein."
Das ist ja richtig, von Dir aus gesehen, das mit der Ruhe.
Aber das kann es doch nicht sein! Ruhe mit dem Kommunismus wird eben nicht sein! Und da soll man einfach passiv als Zuschauer daneben stehen?
Liebe Regina,
zu Klar fällt mir halt nichts mehr ein.
Aber als aktuelle Ergänzung zu meinem Beitrag hier ein Artikel aus der gestrigen "Jungen Welt", eine Erklärung der "Kommunistischen Plattform in der PDS".
Es wird oft gesagt, das sei halt ein kleines Grüppchen. Aber Sarah Wagenknecht wird regelmäßig auf den PDS-Parteitagen mit großer Mehrheit in den Parteivorstand gewählt.
Die meisten Kommunisten, jedenfalls die große Mehrheit der Delegierten, vertrauen ihr und der von ihr angeführten "Kommunistischen Plattform" also. Sie steht für die Kaderlinie.
Herzlich, Zettel
Ehrlich gesagt - ich kann nicht verstehen, wieso man die "Junge Welt" für ein ernstzunehmendes Presseorgan halten kann. Ich will damit nicht unbedingt sagen, daß DU das tust, aber dieses üble Machwerk wurde ja auch in Tageszeitungen in der letzten Zeit erwähnt. Ich war vor ein paar Jahren in Berlin, und zufällig erhielt ich da ein kostenloses Probeexemplar dieses Druckerzeugnisses in die Hand gedrückt. Und genau so zufällig (?) stand darin ein Artikel, über den ich nachher einen Kommentar schrieb mit der deftigen Überschrift: "Die Schweinepresse stinkt".
Damit ist für mich dieses Blättchen gestorben. Hat mich sowieso nie interessiert. Aber irgendwie hat es jetzt den Sprung in die Öffentlichkeit geschafft. Hoffentlich nur vorübergehend, aber ich fürchte, wir sind in einem Abwärtstrend, dessen Ende noch nicht abzusehen ist. Weil er nicht allein in Deutschland stattfindet.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß man so ernsthaft über die "Deutsche Stimme" (heißt die Zeitung der NPD so?) schreibt und den Inhalt so ernst nimmt. - Ich muß einmal die "Deutsche Stimme" lesen, damit ich mir ein Urteil darüber erlauben kann. Komischerweise ist sie allgemein für alle von vorherein "bah", ohne daß man über Inhalte davon spricht.
Über die "Junge Welt" kann ich mir ein Urteil erlauben. Schon dieses eine Exemplar, was ich da erhielt, war so unter aller Kanone, daß es überhaupt durch noch so viele andere Beiträge nicht ausgeglichen werden kann.
Liebe Regina,
ich lese weder die "Deutsche Stimme" noch die "Junge Welt", und ich vermute, daß die eine Lektüre so unerfreulich wäre wie die andere.
Aber manchmal ist es doch gut, auf das hinzuweisen, was die Kommunisten, was die Nazis wollen, und dazu auch etwas zu zitieren, auf das ich durch eine andere Quelle hingewiesen wurde. Hier zum Beispiel Spiegel-Online, aber ich gehe dann zumm Zitieren lieber zur Originalquelle.
In letzter Zeit habe ich mich hier im Blog viel mit dem Kommunismus befaßt und weniger mit den Neonazis.
Das liegt an aktuellen Themen wie Christian Klar und Venezuela.
Aber du weißt ja aus vielen früheren Diskussionen, daß ich die einen für genauso inakzeptabel und auch gefährlich halte wie die anderen.
Herzlich, Zettel
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