16.12.12

Tom und Jerry. Die große Stefan-Raab-Show, gestern mal wieder

Mein Gefallen an "Schlag den Raab" hat sich erst allmählich entwickelt. Anfangs gefiel mir diese Sendung gar nicht, wie sich Stammleser von ZR vielleicht erinnern.

Aber ich habe die Sendung schätzen gelernt. Sie ist gut inszeniert; "Großes Kino", wie man gern sagt.

Das liegt an Raab. Gute Entertainer sind deshalb gut, weil sie genau das machen, was sie können; "authentisch" heißt das auf Neudeutsch. Stefan Raab, der Mann mit dem vorgereckten Kinn, ist genau der Hund, als der er auftritt: Hart, aber fair.

Er ist gestern mal wieder, wie oft, ans Limit gegangen. Aber dann freut er sich mit dem Gegner auch über dessen Sieg.

Man kann das alles faken; aber Raab fakt es nicht, und deshalb ist er besser.



Damit sich diese Dramaturgie entfalten kann, braucht Raab den richtigen Gegner. Raab ist der Großkotz, der Angeber und Unbesiegbare.

Tom. Also muß Jerry gegen ihn antreten.

Sein Gegner Bernd gestern war der perfekte Jerry. Der schmale, leise Mann aus dem Allgäu. Der Underdog, wie er im Buch steht. Der geborene Verlierer.

Also hofften wir alle, daß er es dem Großkotz Raab zeigen würde, dem Schwadronierer und ewigen Meckerer. Und er hat es ihm gezeigt.



Raab ist perfekt. Ein Mann, der sein Handwerk versteht. Er macht eine große Show.
Zettel



© Zettel. Für Kommentare bitte hier klicken. Titelvignette vom Autor Daniel Kruczynski unter Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic-Lizenz freigegeben.
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