
Die National Conventions in den USA haben wenig Ähnlichkeit mit den Wahlparteitagen, wie wir sie in Europa kennen.
Zwar wird ein Wahlprogramm verabschiedet (die platform); zwar geht es natürlich zentral um die Kür des Kandidaten für die Präsidentschaft.
Aber die platform wird im allgemeinen schon im Vorfeld des Parteitags ausgehandelt; auch wenn danach noch Änderungen möglich sind.
Nicht immer, aber oft steht auch der Kandidat schon fest, bevor der Parteitag beginnt; sei es aufgrund des Ergebnisses der Vorwahlen, sei es, weil er der incumbent ist, der amtierende Präsident. Dieser wird, wenn er noch einmal antreten darf (also nach seiner ersten Amtszeit, danach ist das nicht mehr möglich) fast automatisch erneut aufgestellt; auch wenn es im Vorwahlkampf gelegentlich Gegenkandidaten gegeben hat.
Was soll dann eigentlich ein aufwendiger Parteitag, der sich über drei oder vier Tage erstreckt? Er hat zwei Hauptfunktionen: