20. August 2012

Zettels Meckerecke: Ich hasse Programmierer. Ja, ich hasse sie. Ich würde dem einen oder anderen gern die Gurgel umdrehen

Gemach, gemach. Ich habe mich ja meist in der Gewalt.

In "Zettels kleinem Zimmer" gibt es einen HTML-Editor (eine Forums-Version davon), der genau das ausführt, was man eingibt. Das ist schön. Es ist einfach und klar und vernünftig. Man möchte meinen, daß es überall so ist.

Das ist aber ein großer Irrtum.

19. August 2012

Zettels Meckerecke: Mein Gott, Assange

Julian Assange ist ein abgebrochener Student, eine gescheiterte Existenz. Einer, der niemals in seinem Leben einen Beruf ausgeübt, der nie etwas geleistet hat, was der Rede wert gewesen wäre. Ein Schaumschläger, ein Bohemien.

Dieser dürftige Mensch, der Dutzende von Menschen auf dem Gewissen hat, hat es nun allerdings geschafft, durch das Brechen von Gesetzen zu einer Berühmtheit zu werden. Er hat das Rezept des Herostrat verwendet, der einen Tempel anzündete, um in die Geschichte einzugehen.

Mal wieder ein kleines Quiz: Hitzesommer

Lesen Sie bitte einmal dieses Zitat:
Der Hitzesommer des vorigen Jahres lieferte zwar bitterwenig Regen, aber um so mehr Wasser auf die Mühlen dieser Propheten, die eine Versteppung Deutschlands und Europas auf dem Marsche sahen.
Quizfrage: Von welchem Sommer ist hier die Rede?

Zitat des Tages: "Wie lange sollen die Deutschen für alles Mögliche zahlen?"

Wer im Krieg etwas verbrochen hat, muss heute mindestens 90 Jahre alt sein. Wie viel Promille der Bevölkerung sind das? Acht? Acht Promille natürlich nur dann, wenn wir von einer Kollektivschuld ausgehen. Bei der konkreten Schuld wird es sich höchstens um Tausende handeln. In einem 80-Millionen-Volk. Wie lange sollen also die Deutschen für alles Mögliche zahlen? 50 Jahre? 100 Jahre? Für immer?
Richard Sulík in einem Artikel, der vor wenigen Minuten in "Zeit-Online" erschienen ist; in der gedruckten "Zeit" allerdings schon in der vorletzten Ausgabe. Überschrift: "Deutschland ruiniert sich".

Kommentar: Richard Sulík ist kein Deutscher. Kein deutscher Autor, der als seriös gelten möchte, würde die schlichte Wahrheit schreiben, die in diesem Zitat ausgedrückt wird. Sulík weiter:
Dass Deutschland sich wie eine Weihnachtsgans ausnehmen lässt, könnte mir als Slowaken egal sein, wenn es da nicht zwei Zusammenhänge gäbe. (...) Warum sollten zum Beispiel die Griechen jemand anderen als Alexis Tsipras wählen, der im Grunde sagt: Spart nicht, Deutschland wird schon zahlen. (...)

Ein anderes Beispiel ist Slowenien, das gerade enorme Sparanstrengungen unternimmt und trotzdem von den Rating-Agenturen herabgestuft wurde. (...) Das ist das Gefährliche an der Haftungsunion: Es entsteht eine unheimlich starke Motivation, Schulden zu machen.
Sulík war Präsident des slowakischen Parlaments und hat sich Ende 2011 mit dem damaligen Bundespräsidenten Wulff unterhalten. Er fragte Wulff, warum dieser für die Aufstockung des Rettungsschirms sei. Dessen Antwort:

18. August 2012

Zettels Meckerecke: Raus aus dem Kapitalismus! Die Aussteigernation zeigt ihr Gesicht. Ist Deutschland schon reif für den Sozialismus?

Bei der Bertelsmann-Stifung, die sie in Auftrag gegeben hat, konnte ich die Untersuchung nicht finden; auch nicht bei TNS Emnid, das sie ausgeführt hat. Also kommentiere ich aufgrund der kargen Informationen bei "Zeit-Online", dem die Untersuchung "exklusiv vorliegt". Darin heißt es:

Marginalie: Sind Pussy Riot "moderne Heldinnen"?

Pussy Riot - also "Muschi-Krawall" - ist eine feministische Punk-Rock-Band in Moskau.

Am 21. Februar 2012 drangen vier Mitglieder dieser Gruppe in die Khram Khrista Spasitelya in Moskau ein, die Kathedrale Christi des Erlösers.

Der Bau dieser Kirche war nach dem Sieg über Napoleon Bonaparte aus Dankbarkeit für die Rettung Rußlands begonnen worden. Er zog sich über Jahrzehnte hin.

17. August 2012

Mythos Herdtemperatur. Drei, vier Stufen sind genug


Demnächst werde ich einmal wieder eine Zucchinitarte backen. Ein sehr schönes Gericht in seiner italienischen Verbindung aus Zucchini, Knoblauch, getrockneten Tomaten, Pinienkernen und Pecorino.

Aber kann ich das überhaupt?

Streng genommen kann ich es nicht. Denn gebacken werden soll die Tarte laut Rezept bei 160 Grad Umluft. Unser Herd läßt sich aber nur auf 150 und dann gleich 165 Grad stellen. Wie soll die Tarte da gelingen?

Zitat des Tages: "Wieso wird das barbarische Ritual der Beichte nicht verboten?" Martenstein, diesmal besonders doppelbödig. Was ist Aufklärung?

Was ist eigentlich mit der Beichte? Wieso wird dieses barbarische Ritual nicht endlich verboten? (...)

Diese Leute, die Pfarrer, haben keinerlei psychologische Ausbildung und dürfen einfach so in den kleinen Seelen herumfuhrwerken. Die Kinder sollen Sachen sagen, die sie nicht mal ihren Eltern erzählen. Sie kriegen Ratschläge, die einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten. Kinder brauchen doch aber eine Intimsphäre, das weiß man heute. Alles andere ist übergriffig.
Harald Marteinstein in seiner Kolumne im aktuellen "Zeit-Magazin" (34/2012 vom 16. 8. 2012).

Kommentar: Fährt Harald Martenstein jetzt einen Frontalangriff auf die Katholische Kirche? Gehört er zu denen - er schildert in dem Artikel eigene Erfahrungen mit der Beichte -, die ein Leben lang ihre katholische Kindheit aufarbeiten müssen; ist er ein zweiter Karlheinz Deschner?

Man könnte auf diesen Gedanken kommen. Man muß fast auf diesen Gedanken kommen, wenn man Martensteins Bemerkung zum Beichtgeheimnis liest:

16. August 2012

Kurioses, kurz kommentiert: Bären kämpfen mit Messern. Über Humor und Ernsthaftigkeit von Wissenschaftlern

In einem amerikanischen Blog wurde kürzlich behauptet, daß Bären sich nach dem Winterschlaf wieder fit für die Wildnis machen, indem sie eine besondere Ernährung zu sich nehmen; und indem sie miteinander Kämpfe austragen. Dabei benutzen sie Messer, die sie Menschen entwendet haben. Belegt war das mit dieser Abbildung.

Der Autor erhielt umgehend den Kommentar eines Bären-Experten auf seiner Facebook-Seite.

Marginalie: Julian Assange wird künftig die Freiheit Ecuadors genießen

Wie soeben gemeldet wird, erhält Julian Assange politisches Asyl in Ecuador. In welches Land sich der selbsternannte Kämpfer für die Informationsfreiheit damit - wenn England ihn ausreisen läßt - absetzen wird, habe ich im Juni beschrieben und dazu die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zitiert:

Zitat des Tages: "... die notwendige Akzeptanz des Islam in Deutschland viel weiter denken". Ist das Hamburger Modell nur ein Einstieg?

Denn die muslimischen Verbände haben schon angekündigt, dass sie sich möglicherweise nicht damit zufrieden geben, sie halten das Hamburger Modell nicht für ausreichend. Sie wünschen sich einen bekennenden Unterricht und so könnte es geschehen, dass neben dem überkonfessionellen Unterricht ein eigener Islamunterricht eingerichtet werden muss. (...)

Und wird es den Muslimen auf die Dauer reichen, dass das Opferfest nur den Status vom Buß- und Bettag hat und nicht von Weihnachten? (...)

Am Ende wird man auch die notwendige Akzeptanz des Islam in Deutschland viel weiter denken müssen.
Parvin Sadigh gestern in "Zeit-Online" über das sogenannte Hamburger Modell.

Kommentar: Kompromisse können für diejenigen, die sie eingehen, sehr unterschiedliche Funktionen haben. Für die einen mögen sie ein Abschluß sein, eine auf Dauer tragende Einigung. Andere sehen einen solchen Kompromiß vielleicht als einen ersten Schritt; als den Einstieg in eine Entwicklung hin zu dem Ziel, das sie eigentlich anstreben.

Der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat den Vertrag mit islamischen Gemeinschaften, der als das Hamburger Modell bezeichnet wird, eine "Selbstverständ­lich­keit" genannt.

15. August 2012

Aufruhr in Arabien (30): Israel ist von allen Seiten bedroht. Die gegenwärtige Entwicklung macht eine Lösung des Palästinenser-Problems unmöglich

Nicht nur in Syrien sind die Dinge in diesen Tagen in Bewegung. Inzwischen gärt es auch in Jordanien, wo die Moslembrüder an Zulauf gewinnen und wo das haschemi­tische Königshaus alte Verbindungen zur Hamas wiederbelebt. Erst recht ist die Zukunft Ägyptens ungewiß. Niemand kann derzeit sagen, wie erfolgreich Morsis Versuch sein wird, das Militär zu entmachten und eine Herrschaft der Moslem-Bruderschaft zu errichten.

Was diese Lage für Israel bedeutet, hat George Friedman gestern bei Stratfor analysiert. Im folgenden stütze ich mich teilweise auf seinen Artikel.

Zitat des Tages: Warum Sami Khedira die Nationalhymne nicht mitsingt

Dass ich nicht singe, liegt ja auch daran, dass ich Respekt vor meinem zweiten Heimatland habe und vor dem Teil meiner Familie, der dort noch lebt.
Sami Khedira gegenüber der gedruckten "Süddeutschen Zeitung" vom 15. 6. 2012, zitiert von Eran Yardeni in der "Achse des Guten" vom 1. 7. 2012.

Kommentar: Das Singen oder Nichtsingen der Nationalhymne hat Ende Juni die Nation beschäftigt, nachdem bei der Fußball-Europameisterschaft eine arg verhalten agierende deutsche Mannschaft im Halbfinale am 28. Juni gegen furios aufspielende Italiener verloren hatte; diese hatten zuvor aus voller Kehle ihr Fratelli d'Italia geschmettert.

Ob nun das eine mit dem anderen zusammenhing, wird man nicht entscheiden können.

14. August 2012

Zettels Meckerecke: Aktivist und Journalist. Ein Nachklapp zum "Fall" Drygalla

Zum "Fall" Drygalla hat sich inzwischen die öffentliche Meinung gedreht. Mit der Verzögerung von fast einer Woche begannen liberale Autoren vor einigen Tagen zu entdecken, daß es vielleicht doch nicht dem Geist eines freiheitlichen Rechtsstaats entspricht, eine junge Frau wegen der politischen Gesinnung des Mannes zu attackieren, in den sie sich mit 18 Jahren verliebt hatte.

Aber es gibt welche, die wollen nicht aufgeben. Zu ihnen gehört einer der Scharfmacher der ersten Stunde, der Chef vom Dienst von "Zeit-Online", Christian Bangel

Zitat des Tages: "Den Klimaskeptikern fällt das Leugnen zunehmend schwer". Zur gegenwärtigen Dürre in den USA und zur Propaganda von Greenpeace

In großen Teilen Nordamerikas verdorren Maisfelder, trocknen die Seen und Flüsse aus und die Tiere verenden. Es ist eine extreme Dürre, wie sie Amerika seit 50 Jahren nicht mehr erlebt hat. (...)

Die Amerikaner spüren zunehmend die Auswirkungen der globalen Erwärmung am eigenen Leib. Selbst den etablierten Klimaskeptikern, die viel Geld von ExxonMobil und der Koch-Foundation bekommen haben, um die Klimaerwärmung in Abrede zu stellen, fällt das Leugnen zunehmend schwerer. In der aktuellen Situation, nimmt ihnen keiner mehr ab, dass sich die Erde nicht erwärmt.
Die deutsche WebSite von Greenpeace vor einer Woche.

Kommentar: Ich zitiere das jetzt, weil gestern "Spiegel-Online" mit der Schlagzeile "Jahrhundert-Dürre gefährdet die Welternährung" aufmachte. Ein überraschend sachlicher Artikel, der darauf aufmerksam macht, daß die bevorstehende Verknappung von Mais nicht nur diese Dürre als Ursache hat, sondern auch die zunehmende Verwendung von Mais zur Erzeugung von Biosprit.

Was hat das nun mit einer angeblichen oder wirklichen globalen Erwärmung zu tun? Gibt es denn einen Zusammenhang?

Lotto-Pech am vergangenen Wochenende. Und wie optimiert man sein Lotto-Glück?

Es ist eine Meldung, wie geschaffen für das Sommerloch: Wer am vergangenen Wochenende fünf Richtige (ohne Zusatzzahl) im Lotto hatte, der gewann damit nicht Tausende, sondern gerade einmal 393,20 Euro.

Den Grund kann man sich denken: Sehr viele - in diesem Fall rund 7000 - Spieler hatten fünf der sechs Gewinnzahlen angekreuzt. Diese lauteten 1, 2, 3, 20, 47 und 49. Läßt sich ein solches Pech im Glück vermeiden? Ja und nein.

Stellen wir uns vor, jemand möchte pro Woche zehn Euro einsetzen, zehn Jahre lang. Mit welcher Strategie wird er am Ende dieser Frist, statistisch gesehen, das meiste Geld in der Tasche haben?

13. August 2012

Mal wieder ein kleines Quiz: Was bietet Amazon.de nicht an?

Bei Amazon.de ist fast jedes Produkt zu bekommen. Einen der folgenden vier Artikel sucht man dort aber vergeblich. Welchen?

Marginalie: Morsi macht sich zum unumschränkten Machthaber. Der Machtkampf in Ägypten geht in seine entscheidende Phase. Morsis Erlaß im Wortlaut

Schneller als erwartet bewegt sich der Machtkampf in Ägypten auf eine Entscheidung zu.

Was Präsident Morsi gestern unternommen hat, ist nicht weniger als ein Putsch von oben.

12. August 2012

Zettels Meckerecke: "Zielvereinbarungen" und der Unfug der Medaillenspiegel

Da hat es also Zielvereinbarungen gegeben zwischen dem Innenministerium und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB); penibel gelistet für jede Sportart. Im Badminton sollte es eine Medaille geben, Farbe unbestimmt. Im Fechten waren zwei Goldmedaillen vereinbart worden, und insgesamt vier; ebenso beim Judo. In der Leichtathletik sollten es gleich acht Medaillen sein, darunter zwei goldene. Und so fort.

So, als brauchte man nur zu vereinbaren, und die Sportler setzen das dann um. Produktionsziel n Medaillen, darunter k goldene. Übererfüllung des Plans ist erlaubt; bei Nicht­erfüllung droht Kritik, vielleicht der Entzug von Fördergeldern.

US-Präsidentschaftswahlen 2012 (31): Romney spielt Vabanque - aufgrund einer rationalen Analyse. Paul Ryan und Politics 101

Selten hat ein Kandidat bei der Wahl seines running mate, seines Kandidaten für das Amt des Vize­präsidenten, so gegen die politischen Grundregeln verstoßen wie jetzt Mitt Romney, als er sich für Paul Ryan entschied.

Als in der Nacht zum Samstag Romneys Entscheidung durchgesickert war, habe ich eine erste Analyse geschrieben und darin hervorgehoben, daß Romney, der in den Umfragen zurückgefallen ist, mit der Wahl Ryans eine Wende erzwingen will; nicht nur, was den Trend in den Umfragen angeht, sondern eine Wende auch im Stil des Wahlkampfs.

Romney ist durch Obamas negative campaigning, durch dessen teilweise sehr schmutzige Kampagne mit dem Ziel, ihn als Menschen zu diskreditieren, in die Defensive geraten.

11. August 2012

Zettels Meckerecke: Eingeschweißt

Früher einmal gehörte es zu den Standardthemen auf den lustigen Seiten der Zeitungen, daß ein Autor sein Leid mit dem Öffnen von Dosen klagte.

An die meisten mußte man mit dem Dosenöffner ran; und das war ein kleines Teil mit einem winzigen spitzen Messer, das man in die Dose stoßen und dann mit Auf- und Abbewegungen, es zugleich nach vorn drückend, am Deckelrand entlangführen mußte. Erst später gab es Öffner mit einer großen Flügelschraube, die diese Trennarbeit etwas leichter machten.

Das war harte Arbeit und ging oft schief.

Zitat des Tages: Warum sollte Bayern eigentlich nicht seine Unabhängigkeit erklären?

Warum sollte Bayern nicht stark genug sein, seine Interessen in Europa selbst zu vertreten? Wenn das in seiner Einwohnerzahl Bayern am nächsten liegende Griechenland 22 Abgeordnete ins Europäische Parlament entsendet, warum sollte dem Freistaat nicht die gleiche Zahl von Volksvertretern in Europa zustehen?
Wilfried Scharnagl in "Focus", zitiert in "Welt-Online".

Kommentar: Bei "Focus-Online" ist der Artikel Scharnagls leider derzeit nicht zu finden, aus dem "Welt-Online" zitiert; allerdings eine Notiz über ein kürzlich erschienenes Buch von Scharnagl mit dem Titel "Bayern kann es auch allein". Offenbar tritt Scharnagl für eine Trennung des Freistaats Bayern von der Bundesrepublik Deutschland ein; für eine Bayerische Unabhängigkeitserklärung.

US-Präsidentschaftswahlen 2012 (30): Heute wird Mitt Romney Paul Ryan als seinen Vize vorstellen. Dies ist seine (vielleicht letzte) Chance

Seit der vergangenen Nacht melden es US-Medien einhellig: Heute wird Mitt Romney seinen running mate benennen, den Kandidaten für das Amt des Vizepräsideten. Es wird Paul Ryan sein.

Dies sei eine bold decision, heißt es, eine mutige Entscheidung. Lange Zeit dachte man, daß Romney sich eher für einen blassen Kandidaten entscheiden würde, der aber wahlentscheidende Stimmen aus seinem Heimatstaat holen könnte; etwa Rob Portman aus dem swing state Ohio - einem der Staaten, auf deren Stimmen es im Gremium der Wahlleute besonders ankommen wird, weil sie auf der Kippe stehen.

Ryan kann solche Stimmen aus einem Heimatstaat kaum bringen; denn zum einen liegt in dessen Staat Wisconsin Obama deutlich in Führung, und zum anderen ist der Abgeordnete des Repräsentantenhauses Ryan dort außerhalb seines eigenen Wahlkreises nicht sonderlich populär.

Ryan bringt etwas anderes in das ticket ein, die Liste der beiden gemeinsam Kandidierenden:

10. August 2012

Marginalie: "Das Herz aus der Hose geholt". Meldet sich im "Fall" Drygalla jetzt doch noch eine liberale Öffentlichkeit zu Wort? Über einen Winkelried

"Das Herz aus der Hose geholt" lautet die Überschrift eines Artikels, den man aktuell bei "Süddeutsche.de" lesen kann.

Es geht dort allerdings um die Beachvolleyballer Jonas Reckermann und Julius Brink. Aber die Überschrift hätte - in ihrer ganzen unfreiwilligen Komik - ebenso auf den Artikel gepaßt, der im Augenblick unmittelbar darüber steht und der sich mit dem "Fall" Drygalla befaßt.

9. August 2012

Zitat des Tages: Eine Notiz aus der Tugendrepublik Deutschland

Eine Münchner Radiomoderatorin hat (...) sich in einer Sendung am letzten Samstag im Juli mit dem Satz "Arbeit macht frei" an Hörer gewandt, die an diesem Tag arbeiten mussten. (...) Ein Ehepaar erstattete Anzeige, weil die Reaktion einer Mitarbeiterin des Senders verharmlosend gewesen sei: "Nehmen Sie es doch einfach mit Humor", soll die 19-jährige Assistentin am Telefon gesagt haben.

Beide Frauen seien entlassen worden, auch wenn sie ihren Fehler eingesehen hätten, sagte Gong-Geschäftsführer Georg Dingler.
Kernsätze einer Meldung, die Sie vollständig heute in Süddeutsche.de lesen können.

Kommentar: Es wurde gegen die Moderatorin außerdem von der Staatsanwaltschaft München I ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.

Interessanterweise steht in der Meldung als Erläuterung: