Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt
26. März 2017
Die Glaubwürdigkeit der CDU und das Merkel Problem
23. März 2017
Kleine Erinnerung: Vor 25 Jahren starb F. A. von Hayek
Marginalie: Mal wieder die Lückenpresse
22. März 2017
Zum Welttag der Poesie: 杜牧 - 金谷园
Die UNESCO hat den 21. März zum "Welttag der Poesie" ausgerufen. Er wurde erstmals im Jahr 2000 begangen. Der Welttag soll an den Stellenwert der Poesie, an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern.Die UNESCO weist der Dichtkunst auch im Zeitalter der neuen Informationstechnologien einen wichtigen Platz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu. Der Welttag der Poesie soll Verlage ermutigen, poetische Werke besonders von jungen Dichtern zu unterstützen, und er soll dazu beitragen, den kulturellen Austausch zwischen den Völkern zu intensivieren.
21. März 2017
Dummes, fast unkommentiert: "Voll reinbrettern in Trump"
Berlin. Der Schulz-Zug rollt bei der SPD. Hundertprozentig. Und der Zug der Genossen ist nicht zu stoppen – jedenfalls virtuell. Denn beim Onlinespiel "Schulzzug.eu", mit dem die SPD seit dem Wochenende ihren Wahlkampf auf Touren bringen will, gibt es erst gar keine Bremse. Und auch sonst bietet die Fahrt den Mitspielern ein paar Überraschungen....
Plötzlich steht AfD-Chefin Frauke Petry auf dem Gleis. Oder Donald Trump. Oder Wladimir Putin, mit nacktem Oberkörper. Was tun, so ganz ohne Bremspedal? Ganz einfach: Wenn, so die Spielanleitung, "fiese Populisten versuchen, mit ihren rückwärtsgewandten, beschränkten und mauerorientierten Ideologien den Weg zu versperren", muss der Spieler als Lokführer mit dem Zug auf ein anderes Gleis ausweichen oder es überspringen, sonst gibt es Minuspunkte. Mit dem Europastern, den man unterwegs auflesen kann, hat der Zug aber "volle Energie", jetzt gibt es sogar Extrapunkte, wenn die Lok in Schranken kracht – oder in die Mauern mit den Politikern dahinter. Die getroffene Figur fliegt dann zur Seite, virtuelles Blut fließt nicht.
Entstanden ist das in der Anmutung eher bescheidene 8-Bit-Pixelgrafik-Spiel im Willy-Brandt-Haus, und als eine der ersten Testerinnen brachte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley unter Jubel gleich US-Präsident Trump zur Strecke. "Erst einen Stern sammeln und dann voll reinbrettern in Trump", hatte ihr jemand erklärt, ein Video zeigt die Szene."
Und jetzt stellen wir uns, nur ein paar Sekunden lang, vor, die AfD etwa würde sich dergleichen mit Frau Merkel & Co. erlauben.
(Abgelegt unter #infantil #schulzomania #pack-man)
Entwickler entfernen Frauke Petry aus Schulzzug-Game
Martin Schulz ist seit Kurzem ein inoffizielles Videospiel gewidmet. Es ist auf plumpe Art provokant: Mit dem "Schulzzug" kann man politische Gegner umfahren - darunter Frauke Petry. Nun soll diese Funktion entfernt werden. ... In der Rolle des SPD-Zugführers Martin Schulz kann man Figuren, die an Frauke Petry, Wladimir Putin oder Donald Trump erinnern, umfahren. Das gibt zwar meistens Minuspunkte, aber nicht immer. Die Macher des Spiels möchten anonym bleiben. Auf Twitter antworteten sie am Dienstag aber schnell, wenn man sie auf die Crash-Funktion ansprach. "Die Populisten, die dem Schulzzug den Weg versperren und wie von einem Schneepflug zur Seite geräumt wurden, haben zu dem Missverständnis geführt, dass wir es gut finden würden, Menschen zu überfahren", antworteten sie per Direktnachricht. "Dem ist natürlich nicht so - das Spiel zielt nur auf die Ideologien und Weltanschauungen ebendieser Populisten ab." Als Reaktion auf Kritik am Spiel hätten sie sich mittlerweile entschlossen, "bis auf Weiteres auf diese Metapher zu verzichten": Als kurzfristige Lösung nehme man die Figuren, die auf den Gleisen auftauchen, erst einmal aus dem Spiel. Man arbeite an einer Alternative.
© Ulrich Elkmann. Für Kommentare bitte hier klicken.
15. März 2017
Die Angst vor dem Wähler
10. März 2017
Des Kaisers kurze Kleider
8. März 2017
Gedanken zur Freiheit der Wissenschaft
Nach Karl Popper ist Wissenschaft dabei ein Prozeß, welcher mit intersubjektiv überprüfbaren (also falsifizierbaren) Theorien versucht, empirische Beobachtungen zu beschreiben. Die formulierte Theorie wird dabei immer wieder mit empirischem Datenmaterial abgeglichen. Solange die Theorie diesem Vergleich standhält, kann man sie als aktuellen Kenntnisstand der Wissenschaft bezeichnen. Es ist allerdings per definitionem unmöglich die Theorie als absolut richtig zu beweisen, denn: Gleichgültig wie viele empirische Beobachtungen die Theorie auch bestätigen, kann niemals die Möglichkeit ausgeschlossen werden, daß eine empirische Beobachtung einmal der Theorie widersprechen könnte.
Yildirim, Çavuşoğlu, Erdoğan und der Wahlkampf in Deutschland. Ein Vorschlag zur Güte
6. März 2017
Die innere Ruhe oder der Aufstand?
3. März 2017
Zitat des Tages: "Ich halt mich als Moderator neutral raus"
Jan Böhmermann im Interview mit dem Rapper Kollegah im Gespräch über gegen diesen geäußerte Antisemitismusvorwürfe, NEO MAGAZIN ROYALE vom 02.02.2017
Kommentar:
Dass ich als weitgehender Böhmermannabstinenzler überhaupt auf das Thema gekommen bin, habe ich Martin Sehmisch zu verdanken, der bei den Salonkolumnisten ausführlich darüber berichtet hat. Was Sehmisch hier schreibt, ist alles richtig - ich möchte aber gerne noch einen weiteren Punkt beleuchten:
Dass Böhmermann behauptet, sich als Moderator bei einer politischen Frage "neutral rauszuhalten", ist der Witz des Jahrhunderts. In derselben Sendung zeigt er ganz klar "Haltung" gegen Trump ("Der Präsident der USA ist ein oranger Psychopath, der gesteuert wird von 'nem versoffenen Nazi"), Brexit ("Boris Johnson is a big wanker and Nigel Farage, too. Don't listen to them"), Seehofer ("Lachen wie im Bürgerbräukeller") und ähnliche Themen, die zu behandeln er im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nicht als "Gefahr" für sich selbst sieht.
1. März 2017
Fastenzeit
Und da für manche Leute Umwelt- und Klimaschutz die neue Religion ist, wird auch die Fastenzeit entsprechend abgewandelt. "Autofasten" fordern die Grünen im und außerhalb des Bundesumweltamtes. Immerhin - sie erkennen also inzwischen, daß Autofahren etwas Schönes ist.
Aber so ganz haben sie es doch nicht verstanden. Denn Ziel ihres Fastens ist es, daß die Leute gar nicht mehr damit aufhören. Daß sie einmal im Bus oder auf dem Rad sitzend begeistert sind von ihrem Verzicht und immer so weitermachen wollen. Der wahre Grüne müßte eigentlich umgekehrt fasten: Das Jahr über fröhlich den ÖV nutzend, um sich dann in der Fastenzeit ins Auto zu quälen.
Dieser Fastenaufruf ist nicht nur die übliche dümmliche Volkspädagogik, die davon ausgeht, daß die Menschen zu dumm und unwissend sind um von der Existenz von Bussen und Fahrrädern zu wissen und nur deswegen Auto fahren, weil ihnen bisher keiner von den Alternativen erzählt hat.
Das ist vor allem auch keine realitätsnahe Einstellung zum Fasten. Denn nach dem Fasten schmecken der Braten und der Wein doch wieder besonders gut, macht das Gasgeben erst recht wieder Spaß. Die Bundesumwelt-Bußprediger beweisen mit dieser Aktion wieder einmal, daß man wohl die komplette Behörde problemlos auflösen könnte.
Nicht ans Dogma hält sich der grüne Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu. Er ruft nicht zum Autofasten auf, sondern zum Autokorso um gegen die Unterdrückungspolitik Erdogans zu protestieren.
Nach Ansicht dieses Autors ist das die wesentliche lebensnähere, sympathischere und moralisch überlegene Einstellung.
© R.A.. Für Kommentare bitte hier klicken.
Marginalie: Der ach so freche Karneval
28. Februar 2017
Aschermittwoch der Jongleure
Der Jongleur kann von den drei bis fünf Bällen oder Keulen immer nur zwei mit der Hand halten, die andern müssen in der Luft sein, das ist die große Kunst. Unsere Kirchenvertreter wollen das jetzt auch hinkriegen: Evangelische und katholische Kirche in der Hand, die ökumenische und das Gottesreich in der Luft. Beim Luther-Fest „Wie im Himmel so auf Erden“ soll es noch viel toller werden: Himmel und Erde in den Händen, in der Luft die Verbindung alles Getrennten im Gottesreich. Denn: Martin Luther wollte die Kirche ja nicht spalten, sondern reformieren. „Wie im Himmel, so auf Erden" ist das Leitwort des geplanten Ökumenischen Festes im September in Bochum. Da ist aber etwas zu Boden gefallen.
23. Februar 2017
(Un)bedingt wehrfähig?
21. Februar 2017
Besser Lesen
Das Internet gilt der einen Seite als Ursache dieser Krise. Weil es "kostenlos" Inhalte bereitstellt und damit das Geschäftsmodell der Verlage gefährdet und weil dort unkontrolliert Sachen veröffentlicht werden können, die nicht durch eine Redaktion gelaufen sind.
Der anderen Seite gilt genau das als Chance und Zukunftshoffnung. Die etablierten Redaktionen werden als Einschränkung und Zensur gesehen, das preiswerte Publizieren als Möglichkeit neue Sichtweisen unters Volk zu bringen.
Klar ist auf jeden Fall, daß gute Recherche und vollständige Information viel Arbeit und Aufwand bedeuten. Wer soll das künftig leisten? Wird es im Internet einen besseren Journalismus geben können?
Es gibt Beispiele, die machen da Hoffnung.
Wenn der Mehltau zurück schlägt: Herr Danisch und der MDR
20. Februar 2017
Miszelle: Trump und Schweden. Eine kleine Richtigstellung
17. Februar 2017
Zar und Wagenknecht
Eine "neue Ostpolitik" fordern Wagenknecht und Co. Und die sieht verblüffend so aus, wie die DDR-Ostpolitik vor 1990.
15. Februar 2017
"Det 'gnostika mörkret'": Trump and Circumstance
9. Februar 2017
Das mediale Kesseltreiben gegen Trump. Nachtrag
Die konzertierte Treibjagd im Jurassic Park der vierten Gewalt auf den gefährlichsten Predator unserer Zeit, nimmt mitunter Züge an, denen man eine gewisse Ironie nicht absprechen kann. Die amerikanische Ausgabe der ursprünglichen rein britischen Wochenzeitschrift "The Week" hat auf dem Titelbild ihrer amerikanischen Ausgabe vom 28. Oktober 2015, gut zehn Tage vor der Wahl, ihre Leser auf die erwartbare Reaktion der Fans des Trumposaurus Rex, der Dunkelamerikaner und deplorablen Abgehängten vorbereitet. Die sich nicht mit ihrer unausweichlichen Niederlage abfinden würden (wer weiß: vielleicht würden sie am Ende gar Moskaus Cybernauten beschuldigen, die Wahl manipuliert zu haben - "if they think it's stolen"?), im Gegensatz zu den Parteigängern Frau Clintons, die eine (absolut unwahrscheinliche) Wahlniederlage enttäuscht, niedergeschlagen, aber gefaßt akzeptieren könnten, wie es der langen demokratischen Grundierung im Land of the Free entspricht.
