Zettels Raum: Oettinger, Filbinger, die RAF, die Achtundsechziger (2): Eine Hexenjagd Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt

Tuesday, April 17, 2007

Oettinger, Filbinger, die RAF, die Achtundsechziger (2): Eine Hexenjagd

Eine etwas längere Vorbemerkung: Als ich gestern den ersten Teil dieses Beitrags schrieb, war für mich noch nicht das zu sehen, was inzwischen deutlich geworden ist: Es gibt eine ernsthafte, ehrliche und um Genauigkeit bemühte Auseinandersetzung zum Fall Filbinger.

Freilich nicht im TV, auch kaum in den Zeitungen. Es gibt sie in jenem Teil der Blogosphäre, dem ich mich zugehörig fühle und den ich die Blogokugelzone nenne.

Stellvertretend für viele Beiträge und sehr viele Kommentare möchte ich den Artikel von Karsten in B.L.O.G, den von Ingo Way in FdoG und die Kommentare von Oliver Luksic hier nennen.

Sie sind alle anderer Meinung als ich; und sie sind für mich Musterbeispiele für eine faire und produktive Diskussion.

Das ist es, glaube ich, was die liberalkonservative Blogokugelzone auszeichnet: Daß man den Andersdenkenden nicht für den Schlechteren oder Dümmeren hält. Daß zur Sache diskutiert wird, statt daß man die Beurteilung der Sache aus der jeweiligen Ideologie ableitet.

Ich werde auf die Argumente gegen meine Position in den nächsten Tagen eingehen; in Form von Kommentaren in den jeweiligen Blogs oder hier.

Ich will dann versuchen, die einzelnen Fragen (War Filbinger Nazi, Mitläufer, Gegner der Nazis? Hätte er anders handeln können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen? Hätte er Gröger retten können? War das Urteil gegen Gröger ein Justizmord? usw.) zu trennen und meine jeweilige Beurteilung, wie sie im Augenblick aufgrund meines Informationsstands ist, zu begründen.



Im jetzigen Beitrag geht es darum aber nicht. Er ist der zweite Teil eines gestern geplanten Artikels, der im Begriff gewesen war, zu lang zu werden.

Ich behandle also jetzt das, was ich angekündigt hatte: Eine Sicht auf die Filbinger- Oettinger- Diskussion sozusagen auf der Meta- Ebene. Die Rede ist also nicht von Filbinger und seinem Verhalten, sondern von der momentanen Diskussion über Filbinger und sein Verhalten.

Diese Diskussion erscheint mir wie ein absurdes Theater. Denn Oettinger hat nichts getan als das, was jeder Trauerredner tut: Er hat denjenigen, dem der Nekrolog galt, so freundlich geschildert, wie das denn eben zu rechtfertigen ist.

So sind eben Nekrologe. Niemand beanstandet, daß in einer Trauerrede nicht die schlechten Seiten des Verstorbenen geschildert werden.



Oettinger hat einen Nekrolog gesprochen, und er hat darin etwas gesagt, was mindestens so gut durch Dokumente belegt ist wie andere Meinungen: Daß Filbinger ein Gegner der Nazis war.

Nicht ein Widerstandskämpfer; das hat er natürlich nicht behauptet. Unsachliche Kommentatoren haben insinuiert, er hätte das sozusagen gemeint, nur nicht gesagt.

Oettinger hat mit guten, aber sehr wohl bestreitbaren Gründen gesagt, Filbinger sei ein Gegner der Nazis gewesen. Man mag das mit ebenso guten, vielleicht besseren Gründen anders sehen.

Aber es wurden ja nicht gute Gründe vorgebracht. Sondern es fand eine Hexenjagd statt.

Ich verwende dieses Wort bewußt und nach einiger Überlegung. Denn das Polit- und Medientheater der vergangenen Tage verdient meines Erachtens diesen Namen.

Eine Formulierung, über die man streiten kann, wurde zum schlechthinnigen Übel erklärt. Der Mann, der diese Auffassung geäußert hatte, der Ketzer, wurde in solcher Weise in die Enge getrieben, daß er am Ende abschwor.

Die Art, in der er das tat, ließ erkennen, daß er nicht neue Einsichten gewonnen hatte. Sondern er war eingeknickt.

Oettinger ist gestern so feige gewesen, wie man es Filbinger vorwirft. Er hatte nicht den Mut, nicht die Statur, zu seiner Überzeugung zu stehen.

Er hat abgeschworen wie der Galileo Galilei, nachdem ihm - so heißt es jedenfalls bei Brecht - die Folterwerkzeuge vorgezeigt worden waren.



Der gestrige Tag war damit ein großer Sieg für die deutsche Linke. Sie hat die Meinungsführerschaft, jedenfalls vorübergehend, zurückerobert.

Ihr jahrzehntelanges Thema, vor allem von den Kommunisten immer wieder befördert, lautete: Die konservativen Rechten gehören zum selben Lager wie die Nazis; nur Linke sind also anständig.

Das ist jetzt wieder ins allgemeine Bewußtsein gehoben worden. Der katholische Konservative Filbinger steht als Nazi da; der Liberalkonservative Oettinger als einer, der einen Nazi "reinzuwaschen" versucht hat.

Angela Merkel, die kühle Strategin, hatte diese Gefahr eines linken Siegs sofort erkannt und sich so rational verhalten, wie sie es immer tut.

Man kann es auch machiavellistisch nennen. Sie hat allerdings - vermute ich - nicht nur die Gefahr für die CDU im Auge gehabt, sondern auch die für das deutsche Ansehen im Ausland.

Sie hat, indem sie Oettinger zum Abschwören zwang, ein Bauernopfer gebracht. Alles andere als sympathisch, aber in gewisser Weise bewundernswert.



Ich möchte jetzt eine Hypothese formulieren. Nicht mehr als eine Hypothese; man kann dergleichen nicht beweisen. Aber mir scheint es die Hexenjagd auf Oettinger zu erklären.

Die Hypothese lautet: Dieses gegenwärtige Empörtheits- Theater ist Teil einer Abwehrschlacht. Einer Abwehrschlacht, die die Linke zu führen versucht, seit auf ihr einst so heiles Weltbild die Schläge nur so einprasseln.

Dieses Weltbild besagte: Der Faschismus war ein Ergebnis des Kapitalismus. "Kapitalismus führt zu Faschismus. Kapitalismus muß weg!" - diese Parole auf unzähligen Demos faßte das griffig zusammen.

Wer einen neuen Faschismus verhindern will, so besagte es dieses Weltbild, der muß also den Kapitalismus bekämpfen.

Kapitalisten, Konservative, Liberale - sie sind alle ebenso der Feind der Menschheit wie die Faschisten. Weil der Faschismus ja nur der besonders brutale Ausdruck der Gesellschaft, der Wirtschaftsordnung ist, die auch sie vertreten.

Humanismus, so lautete das Fazit, ist allein im Sozialismus zu haben. Und bei allen Mängeln ist der real existierende Sozialismus ein Schritt in die richtige Richtung. Die DDR, so sehr man sie kritisieren kann, ist jedenfalls das "bessere Deutschland".



Das war das dominierende Weltbild in vielen Ländern Europas, besonders in Deutschland, in den siebziger und in den achtziger Jahren. Natürlich gab es Gegenmeinungen; aber sie konnten sich nicht annähernd so öffentlich Gehör verschaffen wie dieses dominierende Weltbild.

Einen ersten Schlag erhielt dieses Weltbild, als unübersehbar wurde, daß der real existierende Sozialismus nicht nur "verkrustet" und "ineffizient" war, sondern schlechterdings verbrecherisch.

Daß Humanität wirklich dann Einzug halten würde, wenn der Kapitalismus überwunden sein würde, das wurde zweifelhaft, als sich immer deutlicher zeigte, daß jeder Versuch, den Sozialismus einzuführen, immer nur Inhumanität hervorgebracht hatte.

Als beispielsweise die Blutherrschaft der Kommunisten in Kambodscha bekannt wurde; als sich erwies, daß die chinesische Kulturrevolution kein fröhliches Happening, sondern die barbarische Verfolgung von Millionen Intellektueller gewesen war; als die Verbrechen Stalins, die ja schon lange bekannt gewesen waren, durch Publikationen wie das "Schwarzbuch" endlich in ihrem ganzen Umfang ins öffentliche Bewußtsein rückten.



Der zweite Schlag gegen dieses Weltbild war der Untergang des real existierenden Sozialismus in einem großen Teil seines Herrschaftsbereichs und die Erfahrung, daß ausgerechnet China, in das viele 68er so große Hoffnungen gesetzt hatten, sich auf den Weg in den Kapitalismus machte, wenn auch nicht auf den in einen freiheitlichen Staat.

Der dritte Schlag war weltweit, ganz speziell aber in Deutschland, daß auch die eigene Glanzzeit der 68er und ihrer Nachfolger, also die späten sechziger und die siebziger Jahre, immer mehr von ihrem Glanz verlor.

Diejenigen, die das nicht mehr selbst erlebt hatten, stellten an ihre Eltern just die Art von Frage, die diese an ihre eigenen Eltern gestellt hatten: Wie konntet ihr das zulassen? Wie konntet ihr mit dem Massenmörder Mao sympathisieren, wie konntet ihr Castro, den Führer einer erbärmlichen Diktatur, zu eurem Helden erwählen, gar Sympathie für die RAF-Mörder haben?

Diejenigen, die zuvor fast immer in der Defensive gewesen waren - die Freunde der USA, Israels, des Kapitalismus, der Freiheit - haben begonnen, das Meinungs- Klima zu bestimmen. Gerade die Diskussion über die RAF, über die Freilassung von RAF- Verbrechern in den letzten Wochen hat das deutlich gemacht.



Kurz, in den letzten Jahren hat - jedenfalls in Deutschland - die Linke ihre moralische Dominanz verloren. Daß man den Kapitalismus beseitigen muß, um humane Verhältnisse zu schaffen, glaubte ihr kaum noch jemand. Das einzige scheinbare Argument dafür - der Nationalsozialismus, der in einer kapitalistischen Gesellschaft die Macht erobert hatte - war in der Erinnerung verblaßt.

Und nun hat sich eine Konstellation ergeben, die gewissermaßen die siebziger Jahre wiedererstehen läßt: Ein Rechter - Filbinger -, dem man zuschreiben kann, ein Nazi gewesen zu sein. Ein Liberalkonservativer - Oettinger -, dem man zuschreiben kann, Sympathie für einen Nazi zu haben. In die Nazi- Ecke gerückt, gewissermaßen qua Ansteckung.

Nein, ich vertrete keine Verschwörungstheorie. Ich glaube allerdings schon, daß die deutsche Linke darunter litt und leidet, durch die geschilderten Entwicklungen in die Defensive geraten zu sein. Und der "Fall Oettinger" war halt ideal für einen Befreiungs- Schlag.




Noch einmal gesagt: Die Fragen, die man in Bezug auf Filbinger ernsthaft diskutieren kann und sollte (und die ja Teil der allgemeinen Frage sind, was man von Menschen erwarten darf, die in einer Diktatur leben müssen), sind von diesen Überlegungen unberührt.

Sie verdienen eine ernsthafte, auch ernste Diskussion. Aber die Art, wie Oettinger in den letzten Tagen Opfer einer Hexenjagd wurde, verdient - aus meiner Sicht - nur Erschrecken darüber, daß so etwas in unserem Land möglich ist.

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17 Comments:

Anonymous Trudgert said...

Oettinger wäre gut beraten gewesen, wenn er Filbiger wie weiland Otto Waalkes ein fröhliches "Heil Hitler, Herr Filbiger!" ins Grab nachgerufen hätte, statt zu behaupten, dieser sei ein Gegner des Nationalsozialismus gewesen. Wahrscheinlich war demnächst auch Hermann Göring tief in seinem Herzen ein Gegner des Nationalsozialismus. Nun, Filbinger hat vielleicht im Nationalsozialismus opportunistisch als Mittäter mitgemacht, ohne im Inneren überzeugter Nazi zu sein - genauso, wie er später Demokrat war.

06:02  
Anonymous Karsten said...

Lieber Zettel,

mit dem Kommentar von Trudgert ist Dir aber "einer durchgeflutscht". In der Oettinger-Filbinger-Diskussion gibt es drei Kommentare, die man unter beinahe jedem Beitrag lesen kann - trudgert ist einer dieser Kommentatoren, die nicht wirklich die Beiträge kommentieren, sondern einen bestimmten Text über zig Kommentarspalten tragen. Wobei Du da noch gut davongekommen bist - ein anderer Copy/Paste-Freund trägt so NPD-Propaganda durch die Gegend...

Grüße, Karsten

08:25  
Anonymous Sparrowhawk said...

Naja, wenn ich mir das linke Gehabe so ansehe, waren dann demnächst wohl auch Bonnhoeffer, von Gahlen oder Stauffenberg "überzeugte Nazis." Warum nicht gleich noch die Geschwister Scholl ? Hey, vielleicht sogar Anne Frank, wenn´s nicht so absurd wäre.

Dass die CDU in gestalt von Frau Merkel übrigens mal wieder jemanden "opfert", wie weiland Hohmann, spricht nicht für den Charakter der Kanzlerin, die letztendlich nur ihr eigenes Heil sucht.

09:43  
Blogger Lyllith said...

Guten Tag, Herr Zettel,

langsam sollten wir aber dann doch die Spielregeln kennen:

Was passiert, wenn wer, wo, wann auf welches Knöpfchen drückt?

Nun ist Herr Oettinger kein blutiger Anfänger, immerhin hat er Frau Schavan ausgebremst und mit zwanzig jahren Landtag auf dem Buckel sollte man annehmen, dass er die Kniffe kennt, mit denen man das linke und nicht nur dieses)Feuilleton zum Hyperventilieren bringen kann.

Es gehört lediglich die Coolness dazu, dass auch durchzustehen und das scheint wohl gelungen zu sei, wenn ich mir zumindest die nichtrepräsentative N-TV-Umfrage anschaue:
http://www.n-tv.de/790760.html

Auch das gehört zu Spiel, irgendwann ist das gemeine Deutsche Volk es leid sich die Streiterei länger anzutun und hadert mehr mit denjenigen, die kein Ruhe geben als denjenigen, die Anlass zur Debatte gegeben haben.

Eines ist Oettinger jedoch zu Gunsten Filbingers gelungen: Es wurde etwas genauer hingeschaut, so wie Du es ja auch dankenswerterweise publiziert hast, wobei besonderes Lob Herrn Gillesen gilt:
http://www.mitteleuropa.de/filbinger01.htm

Für halbwegs intelligente Menschen wurde das Handeln Filbingers transparenter, dagegen verblassen Hochhuts widerlegte Injurien.

Allerdings erkennen auch halbwegs intelligente Menschen (oder auch hochintelligente Frauen wie Frau Merkel), dass das nicht ausreicht um aus einem NSDAP-Mitglied ( http://www.welt.de/politik/deutschland/article814743/NSDAP-Mitgliedsantrag_von_Filbinger_aufgetaucht.html) einen "Gegner des NS-Regimes" zu machen. Wer 1937 in die NSDAP eingetreten ist, braucht sich nicht zu wundern, dass man ihn für einen Nazi hält. Selbst die NSDAP hatte keinen Mitgliedszwang, Filbinger war einer von 7,5 Millionen, was noch nicht einmal die berüchtigten 18% der wahlberechtigten Bevölkerung darstellte, auch wenn es nichts mehr zum Wählen gab.

Merkel hat mal wieder alles richtig gemacht und dagegen wirkt der Kommentar von Frau Gaus in der taz wie ein verzweifelter Rülpser eines verwöhnten Kleinkinds, dem sein Spielzeug weggenommen wird.

Günther Oettinger hat sich in den letzten Tagen mehrfach auf eine Art und Weise zu Wort gemeldet, die unverzeihlich ist

http://www.taz.de/dx/2007/04/17/a0035.1/text

Gott verzeiht, die taz nie (es sei denn, die "Richtigen" sind ermordet worden).

Merkel verzeiht tadelnd und streicht mit einem verschmitzten Lächeln die nächsten drei Punkte ein; das kann der Schönbohm allerdings nicht verstehen, warum das so ist.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article814597/Schoenbohm_attackiert_Angela_Merkel.html

Ich erkläre es ihm aber gerne.

12:19  
Anonymous twex said...

Zettels Lob der Blogosphäre kann ich mich anschließen. Hier wurde vernünftiger diskutiert als in den alten Massenmedien.

Was mich dann dazu führt zu fragen, ob jene Gruppe, die die Hexenjagd veranstaltet hat, zutreffend als die 'Linke' charakterisiert ist. Die politische Linke spielt sicherlich mit, unbestritten, aber sie ist doch nicht allein. Da ist die Springer-Presse, da ist der Zentralrat der Juden. Das sind doch keiner Bannerträger des Sozialismus, und dennoch stoßen sie ins selbe tyrannische Horn.

Und auch Merkel und die CDU-Mehrheit handelt absichtsvoll in der Unterdrückung von allem, was entfernt konservativ riecht. Nicht strategisch, weil sie die Linke fürchtet, das glaube ich nicht, sondern weil Merkel und Schäuble und wie sie alle heißen mitbauen an einem neuen Überstaat, der Kritik an seinem Gründungsmythos und seiner Heilslehre absolut nicht dulden kann. Wenn die Vergangenheit nämlich nicht so völlig schwarz-weiß war, wie veröffentlichte Meinung es uns weismachen will, dann könnte jemand auf die Idee kommen, die heute angesagten Schlagwörter wie Freiheit und Demokratie kritisch zu hinterfragen.

12:57  
Blogger Lyllith said...

"alte Massenmedien"
"Gründungsmythos"
"Heilslehre"
"veröffentlichte Meinung"
heute angesagten Schlagwörter wie Freiheit und Demokratie"

Aus Raider wurde Twix
Aus Hopp wurde Ex
Aus Hitlerjunge Quex wurde Twex

13:36  
Anonymous Sparrowhawk said...

Eigenltich sollten auch halbwegs intelligente Linke mitbekommen haben, daß man noch lange kein Nazi war, nur weil die Stasi das mal so behauptet hat... gerade die Stasi würde da nicht gerade als zuverlässige Naziquelle bezeichnen.

Kommunisten sind da ohnehin extrem, undzwar extrem unglaubwürdig.

@lyllith:
Vielleicht wird das deutsche Volk auch langsam nur noch die Nazihysterie leid, die da jedes Mal veranstaltet wird.

Daß die Springerpresse da mitmacht, ist nicht verwunderlich - die wollen Auflagen, Auflagen, Auflagen... und da ist es eben auflagenträchtiger, mit dem Strom zu schwimmen.

Und der ZdJ... muss nur das Wort "Nazi" hören und bläst ins linke Horn. Da aber, z.B. von Friedman, auch schon Antisemitismusvrowürfe kamen, nur weil jemand mal Israel kritisiert hat (mit Panzern in zivilen Wohngebieten herumzuballern ist ja nun auch nicht gerade fein), sehe ich den ZdJ auch nicht gerade als unbedingt glaubwürdige Naziquelle an... Simon Wiesental würde sich angesichts unserer ZdJ-Granden so manches Mal im Grab umdrehen...

15:11  
Blogger Lyllith said...

Eigenltich sollten auch halbwegs intelligente Linke mitbekommen haben, daß man noch lange kein Nazi war, nur weil die Stasi das mal so behauptet hat

Ich brauche keine Informationen vom MfS oder Verfassungsschutz, wenn ein NSDAP-Mitgliedsantrag von 1937 vorliegt.

Wenn allerdings schon die NSDAP-Mitglieder keinen Nazis mehr sein sollen, dann bleiben ja nicht mehr all zu viele übrig, kein Wunder, dass wir den Krieg verloren haben. Aber mit 100 Mann auf des TotenkopfSS-Kiste bis nach Stalingrad zu kommen ist auch eine voll grasse Leistung, da blieb ja gar keine Zeit mehr Millionen von Juden zu meucheln und nicht nur das, sondern auch die "extremen Kommunisten:


Die reaktionärste Spielart des Faschismus ist der Faschismus deutschen Schlages. Er hat die Dreistigkeit, sich Nationalsozialismus zu nennen, obwohl er nichts mit Sozialismus gemein hat. Der Hitlerfaschismus ist nicht bloß bürgerlicher Nationalismus, er ist ein tierischer Chauvinismus. Das ist ein Regierungssystem des politischen Banditentums, ein System der Provokationen und Folterungen gegenüber der Arbeiterklasse und den revolutionären Elementen der Bauernschaft, des Kleinbürgertums und der Intelligenz. Das ist mittelalterliche Barbarei und Grausamkeit, zügellose Aggressivität gegenüber den anderen Völkern und Ländern.

meinte der Genosse Dimitroff 1935
http://www.stamokap.org/faschismus.html

Das bisher noch niemand daruf gekommen ist, dass Filbinger ein Kommunist und bekennender Dimitroff-Anhänger war, der das NS-System unterwandert hat, ist mir schleierhaft:

Mehr zum Nationalsozialismus ohne Nazis bei Lizas Welt:

http://lizaswelt.blogspot.com/2007/04/eine-deutsche-affre.html

Selbst die Tatsache. dass der ZdJ und die BILD/Welt auf grund der Faktenlage feststellen, dass Filbinger als NSDAP-Mitgliednur schwer zu den Gegnern des Nationalsozialismus zu rechnen ist, muss sie nicht falsch sein.

Aber: Es ist auch wichtig festustellen, dass sich in den Reihen der Kritiker, aber auch der Anhänger des Oettingerschen Nekrologs, Jude hin - BILD her, viele befinden die mit dummen Zeug oder Falschinformationen nicht gerade Willens sind, einen Erkenntnisgewinn davonzutragen, sondern zwischen 1933 und 1945 hängengeblieben sind.

16:44  
Anonymous Boche said...

@Sparrowhawk

Friedman hat mit Panzern in Wohngebieten herumgeballert? Echt jetzt? Spinnt der???

Oder warens die Israelis? Und "wohnten" da zufällig ein paar Leutchen, die dem Ballern auch nicht abgeneigt schienen?

16:49  
Anonymous jolly rogers said...

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gastbeitrag_von_ingo_way_ein_letztes_zur_sache_filbinger/

falls herr zettel wenigstens seinen eigenen kumples glauben mag...

19:40  
Blogger Zettel said...

Lieber Karsten,

mit dem Kommentar von Trudgert ist Dir aber "einer durchgeflutscht". In der Oettinger-Filbinger-Diskussion gibt es drei Kommentare, die man unter beinahe jedem Beitrag lesen kann - trudgert ist einer dieser Kommentatoren, die nicht wirklich die Beiträge kommentieren, sondern einen bestimmten Text über zig Kommentarspalten tragen.

Man muß halt Kriterien definieren für's Freischalten. Und dann versuchen, sie konsequent und gerecht durchzuhalten.

Ich habe in den 10 Monaten, in denen es "Zettels Raum" gibt, vielleicht ein Dutzend Kommentare nicht freigeschaltet. Und zwar dann, wenn sie a) beleidigend oder pöbelnd waren, oder wenn sie b) erkennbar SPAM waren, oder wenn sie c) so verstanden werden konnten, daß sie antisemitisch, kommunistisch, nazistisch gemeint waren.

Die dritte Kategorie ist die kritischste, denn nicht jedes Argument, das nazistisch, kommunistisch oder antisemitisch klingt, stammt wirklich von einem Antisemiten oder einem Kommunisten oder einem Nazi. (Islamisten haben bisher keine Kommentare eingereicht; aber für sie würde dasselbe gelten).

Da habe ich schon einmal Schwierigkeiten, zu entscheiden, was noch akzeptabel ist und was nicht. Wahrscheinlich tue ich manchmal auch jemandem Unrecht.

Der Beitrag von Trudgert fiel für mich in keine dieser Kategorien. Also habe ich ihn freigeschaltet.

Herzlich, Zettel

03:41  
Anonymous Wahr-Sager said...

Ich bin doch mal gespannt, wie ein Anonymus wie "trudgert" belegen kann, dass Filbinger ein Nazi gewesen sein soll.
Weil er der NSDAP beigetreten ist? Nun, auch Genscher und die Geschwister Scholl waren zeitweilig in der NSDAP.
Weil er Gröger mit zwölf Gewehren ermordet haben soll?
Das ist widerlegt, und selbst Prominente wie Henryk M. Broder sind auf die Story von Rolf Hochhuth reingefallen.
Bleibt also aktuell die Frage, warum Filbinger *1937* der NSDAP beigetreten ist. Mag sein, dass er das gemacht hat, um sich einen existenziellen Vorteil zu versprechen - ich weiß es nicht. Aber sprechen seine Handlungen für die Ideologie eines Nazis?

03:55  
Blogger Zettel said...

Liebe Lyllith,

Nun ist Herr Oettinger kein blutiger Anfänger, immerhin hat er Frau Schavan ausgebremst und mit zwanzig jahren Landtag auf dem Buckel sollte man annehmen, dass er die Kniffe kennt, mit denen man das linke und nicht nur dieses)Feuilleton zum Hyperventilieren bringen kann.

Hier hat er sich offenbar geirrt. Profi, der er ist, hätte er diesen Nekrolog sicher nicht gesprochen, wenn er die Folgen antizipiert hätte.

Er konnte sie meines Erachtens auch nicht antizipieren.

Denn daß die freundliche Interpretation der Handlungsweise eines Verstorbenen in einem Nekrolog, wie sie seit Jahrtausenden selbstverständlich ist, ein solches absurdes Theater auslösen würde - wer konnte das vorhersagen?

Warum hat es nicht einen vergleichbaren Sturm der Entrüstung gegeben, als der stellvertretende Chef der Stasi, Markus Wolf, in einem Nekrolog vom sowjetischen Botschafter mit höchster Freundlichkeit gewürdigt wurde?

Hat da jemand gefordert, daß die Trauerredner die "Opferperspektive" hätten einnehmen müssen, wie die Kanzlerin das jetzt gesagt hat?

Wurde da an die Menschen erinnert, die Mischa Wolf auf dem Gewissen hatte; die zerbrochenen Biographien, die Opfer der HVA? Dieses ganze menschliche Leid, für das dieser Mann verantwortlich war; ein ungleich schlimmerer Täter, als es Filbinger auch bei ungünstigster Würdigung gewesen sein konnte? Ja kein Mitläufer, kein kleiner Kommunist, sondern im Zentrum dieses verbrecherischen Regimes für dessen Taten verantwortlich.

Hat man bemängelt, daß nicht der Botschafter, daß nicht Wekwerth darauf hingewiesen hat, daß Wolf der getreue Diener eines verbrecherischen Regimes gewesen ist, bis zu seinem Tod völlig uneinsichtig? Ein wirklicher Politverbrecher?

Wo waren denn da die Gefühle der Opfer, das Andenken an die von der Stasi Ermordeten, das Leid ihrer Hinterbliebenen? Trat jemand als deren Anwalt auf?

Kurzum: Hat irgendwer gefordert, am Grab von Mischa Wolf hätte man auch seine Verbrechen erwähnen müssen?

Nein. Und zu Recht nicht. Denn es ist eben absurd und albern, es zu kritisieren, daß ein Grabredner nur Freundliches über den Verstorbenen sagt.

Es ist, um es noch etwa härter zu sagen, kulturwidrig. Inhuman.

Am Grab, so will es der Anstand, sind die Feindseligkeiten vorbei. De mortuis nil nisi bene.

Dieses Gebot des Anstands haben diejenigen verletzt, die sich über die Grabrede Oettingers ereifern. Und jeder hätte es ebenso verletzt, der verlangt hätte, daß die Grabredner Wolfs dessen Verbrechen hätten erwähnen müssen.

Eines ist Oettinger jedoch zu Gunsten Filbingers gelungen: Es wurde etwas genauer hingeschaut, so wie Du es ja auch dankenswerterweise publiziert hast, wobei besonderes Lob Herrn Gillesen gilt: http://www.mitteleuropa.de/filbinger01.htm Für halbwegs intelligente Menschen wurde das Handeln Filbingers transparenter, dagegen verblassen Hochhuts widerlegte Injurien.

Ich freue mich, daß du das so siehst. Mir ist es umgekehrt so gegangen, daß ich andere Texte gelesen habe, die ich nicht gekannt hatt.

Die Arbeiten von Wette, die dummes Geschwätz sind - das Gegenteil von Wissenschaft. Aber auch den Text von Messerschmidt, der kenntnisreich ist, und mit dem ich mich noch befassen muß. Die ausgezeichneten Beiträge von Karsten und Ingo Way, die mir zu denken gegeben haben.

Allerdings erkennen auch halbwegs intelligente Menschen (oder auch hochintelligente Frauen wie Frau Merkel), dass das nicht ausreicht um aus einem NSDAP-Mitglied (http://www.welt.de/politik/deutschland/article814743/NSDAP-Mitgliedsantrag_von_Filbinger_aufgetaucht.html) einen "Gegner des NS-Regimes" zu machen.

Hm. 1937 war Filbinger ein junger Mann von 24 Jahren. Wie alt war eigentlich der "Mescalero", als er seinen faschistischen Text schrieb?

Wie alt war denn Wolf Biermann, als er Mitglied der SED wurde? Einmal unmenschlich, immer unmenschlich? Einmal Kommunist, immer Kommunist? Einmal Nazi, immer Nazi?

Gibt es nicht auch den Fall, daß jemand als junger Mensch Idiotisches macht, ohne daß er sein Leben lang ein Idiot bleibt?

Wer 1937 in die NSDAP eingetreten ist, braucht sich nicht zu wundern, dass man ihn für einen Nazi hält.

Naja, das kann er vermutlich nicht mehr.

Merkel hat mal wieder alles richtig gemacht

Sie ist beeindruckend. Diese Kälte, diese Rationalität, diese Härte - das geht schon in Richtung Lukrezia Borgia ;-).

Günther Oettinger hat sich in den letzten Tagen mehrfach auf eine Art und Weise zu Wort gemeldet, die unverzeihlich ist
http://www.taz.de/dx/2007/04/17/a0035.1/text

Gott verzeiht, die taz nie (es sei denn, die "Richtigen" sind ermordet worden).


Er hat halt vor der Galilei-Alternative gestanden. Er hätte in Ehren untergehen können, oder als Feigling poltisch überleben.

Ich habe bisher keine Meinung von ihm gehabt; ich kannte ihn gar nicht. Jetzt halte ich ihn für einen Opportunisten wie Schröder. Also kann er es noch weit bringen.

Merkel verzeiht tadelnd und streicht mit einem verschmitzten Lächeln die nächsten drei Punkte ein; das kann der Schönbohm allerdings nicht verstehen, warum das so ist.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article814597/Schoenbohm_attackiert_Angela_Merkel.html

Schönbohm ist ein so anständiger Politiker, daß man sich fragen kann, wie er es überhaupt so weit bringen konnte.

Herzlich, Zettel

03:59  
Anonymous AHS said...

Drei Arten von deutschen "Helden":

Da gab es diejenigen, die waren Mitläufer, aus Gründen der Karriere oder weil sie ihre Familie schützen wollten. Andere einfach nur aus Angst um die eigene Haut. Denn es ist gerade der Kern des Totalitären, dass man aus dem Handeln des Regimes keine Gesetzmäßigkeit ableiten kann. Zugreifen oder nicht unterliegt der Willkür und es kam vor, dass man mit einer Kritik oder Verweigerung durchkam und später wegen einer Kleinigkeit eliminiert wurde. Diese Unberechenbarkeit ist der Charakter des Totalitären. Und diese Unberechenbarkeit garantiert dem Regime genügend willige und auch unwillige Mitläufer, die den Apparat am Laufen halten. Auch diejenigen, die weggeschaut haben und auch diejenigen, die einfach weiter mitgelaufen sind, haben Schuld auf sich geladen - gar keine Frage. Genauso, wie wir uns heute schuldig machen, wenn wir den durch die iranischen Mullahs angekündigten Holocaust ignorieren, oder die Augen vor den Genoziden in Tibet, Bosnien, Ruanda und Darfur verschliessen.

Filbinger war solch ein Mitläufer, der von Ängsten bestimmt wurde und deshalb nicht nur seine Augen verschloss, sondern auch funktionierendes Rädchen im Getriebe blieb. Hat er daraus eine Lehre gezogen? War seine harte Haltung gegen Sozialismus und Kommunsimus die Konsequenz? Seine Rückkehr zum christlichen Glauben? Niemand wird behaupten, dass der Filbinger der 70er in Gefahr war, nochmals zum Mitläufer eines totalitären Regimes zu werden. Was ihn jedenfalls zu Fall gebracht hat, war sein eigener Umgang mit seiner Vergangenheit, nicht die Vergangenheit selbst.

Dann gibt es noch diejenigen, die in einer freien Welt, in einer Demokratie aufgewachsen sind. Sie haben nie eine totalitäre Diktatur live am eigenen Körper erleben müssen. Sie nehmen ihre eigene Situation als Maßstab, um über andere zu richten. Sie holen damit den Widerstand gegen den NS aus dem sicheren Biotop ihres eigenen warmen Wohnzimmers nach. Sie können nicht mit Sicherheit sagen, ob sie Mitläufer oder Widerstandskämpfer gewesen wären. Das hindert sie aber nicht an Urteilen über andere. In der selbstgerechten Überheblichkeit ihres Urteils aus sicherer zeitlicher Entfernung machen sie wiederum nur noch einmal deutlich, wie sehr sie doch einen deutschen Ungeist in sich tragen.

Und drittens gibt es diejenigen, die im sicheren Biotop einer westlichen Demokratie zum Mitläufer totalitärer Regime und Bewegungen werden, deren Folgen sie niemals selbst ausbaden müssen. Da gab es die Pol-Pot-Fans, die "Ho-Ho-Ho-Tschi-Minh"-Schreier, die RAF-Sympathisanten (die bis heute nur die Methoden, aber nicht die Ziele der Terroristen kritisieren!), die "Kritischen Generäle" (die Geld vom KGB nahmen) und diejenigen, die bereitwillig und ungeprüft Stasi-Informationen annahmen, um westliche Politiker zu diffamieren. Wer so bereitwillig in persönlicher Sicherheit zum "willigen Vollstrecker" einer totalitären Diktatur wird, in der er selbst nicht einmal lebt, der wäre auch 1933 zum willigen Mitläufer geworden. Nein, ich gehe einen Schritt weiter: wer begeistert ausländischen Diktatoren wie Pol Pot oder Mao huldigte, der wäre 1933 nicht nur Mitläufer geworden.

12:59  
Anonymous Wahr-Sager said...

Jetzt fordert der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer, die Schließung des von Filbinger gegründeten Studienzentrums im baden-württembergischen Weikersheim als Konsequenz der Debatte. In dieser Einrichtung würden Ansichten vertreten, die im rechtsextremen Spektrum anzusiedeln seien, sagte Kramer.
Ja klar, und dafür hat Kramer sicherlich unumstößliche Beweise. Was heute alles als rechtsextrem gilt, ist ja bekannt.

15:44  
Anonymous Sparrowhawk said...

Thja, und vor nicht allzulanger Zeit äußerte sich ein Bundestagsabgeordneter, Norman Paech, mit Namen, folgendermaßen zum Existenzrecht Israels:

"Die Frage des Existenzrechts kann nur am Ende eines Verhandlungsprozesses stehen, ebenso die Frage der Grenzziehung."

Mit anderen Worten, das Existenzrecht Israels wird nicht als selbstverständlich vorausgesetzt, sondern... man kann schon sagen, daß es in Frage gestellt wird da ja erstmal darüber verhandelt werden solle, laut Paech.

Quelle: Netzeitung.

Das wiederum ist doch eigentlich hochgradig antisemitisch... und was passiert ? Nix... kein Sturm der Entrüstung, keine Forderungen des ZdJ nach Niederlegung des Abgeordnetemandats Paechs... einfach nichts.

Kann es sein, daß sogar der ZdJ mittlerweile dem p.c. Dictum folgt, daß Linke sich per se alles erlauben dürfen ?

Denn wenn jemand meint, daß der Herr Paech der NPD oder einer anderen rechtsradikalen Gruppe angehört, der irrt... Paech ist Mitglied der SED-P"DS."

23:20  
Blogger Zettel said...

Lieber Sparrowhawk,

mir ist auch nicht klar, warum anscheinend der Zentralrat der Juden in Deutschland sich nicht deutlicher gegen den linken Antisemitismus äußert.

Er ist ja offensichtlich; unter dem Deckmantel des "Antizionismus", des "Antiimperialismus", der "Solidarität mit dem palästinensischen Volk" usw. hat sich in Deutschland ein linker Antisemitismus breitgemacht, den ich für weit gefährlicher als den der Rechtsextremen halte.

Es gibt Autoren - Henryk M. Broder, Alan Posener, viele andere - , die das erkannt haben. Aber beim Zentralrat der Juden vermisse ich in der Tat eine deutliche Haltung gegen den linken Antisemitismus.

Was Paech da geäußert hat, ist ja nur die Spitze eines Eisbergs. Die extreme Linke in Deutschland ist in weiten Teilen antisemitisch.

Was ja übrigens eine lange Tradition hat. Stalin war ein Antisemit; die "Ärzterprozesse" waren in Wahrheit Prozesse gegen Juden. Die Säuberungen in Osteuropa Ende der vierziger Jahre trafen überwiegend Juden wie Slansky und Rajk.

Herzlich, Zettel

04:25  

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