Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt
22. Juni 2013
Der Mensch-Natur-Dualismus als zentrales Dogma grüner Religion.
20. Juni 2013
Obama und Reagan in Berlin: Versuch einer Ikonographie zweier Staatsbesuche
19. Juni 2013
Der Nahe Osten als Wille und Vorstellung
„[…] Erdoğan und seine Regierung, diese staatliche Gewalt gestern gegen einen Teil der eigenen Bevölkerung, das ist nicht 'die Türkei'.“ Die Türkei, das sind die Menschen im Gezi-Park, die Menschen, die in mehr als 80 Städten der Türkei auf die Straße gehen, die haben genau die gleichen Werte wie wir. [Anführungszeichen im Original]
Kurioses, kurz kommentiert: Gendergerechte Sprache in Country-Texten
Wie SPON heute berichtet, hat sich eine feministische Aktivistin in den USA endlich einer wirklich dringenden Aufgabe gewidmet: Die Country-Songs der Sängerin Taylor Swift werden via Twitter in eine gendergerechte Sprache übersetzt. Das liest sich dann so:
She wears high heels
I wear sneakers
We're each expressing our gender identities
in ways that make us feel comfortable
Solche Aussagen hätten Sie nicht in einem Country-Text erwartet? Sie kennen noch die herkömmliche Art der Country-Musik, in der die Sängerin über Liebe und andere Gefühle singt? Dann sind Sie vermutlich völlig von gestern.
Ein Country-Text kann doch heute unmöglich ohne die Erwähnung von »gender identities« verfasst werden. Man fragt sich: Wie konnten es die Leute nur so lange mit den alten Texten aushalten? Mit Texten ohne diese Zeilen:
It feels like a perfect night
For breakfast at midnight
To acknowledge that sex doesn't imply gender
Or vice versa
Uh-huh
Ist dieser Rhythmus nicht wunderbar?
17. Juni 2013
Meckerecke: Herr Lehmann
"Ich heiße Harry Lehmann, bin von Ausbildung her Physiker und Biophysiker, habe in der Grundlagenforschung sehr lange gearbeitet und nach einer Sinnkrise bin ich in die Umweltwissenschaften gegangen."
16. Juni 2013
Der 17. Juni 1953: Zündfunke der Freiheit
15. Juni 2013
Mal wieder ein kleines Quiz, diesmal als Doppelquiz: Wer hat es gesagt?
Noricus
© Noricus. Für Kommentare bitte hier klicken.
12. Juni 2013
Zitat des Tages: Wir wollen den Preis ganz einfach nicht und lassen uns nicht für politische Statements mißbrauchen
Gemeint sind jene Informationsveranstaltungen, die über Arbeit, Aufgaben und Berufsmöglichkeiten der Bundeswehr aufklären, und denen zukünftig, zumindest in NRW, Friedensaktivisten, gleichsam als Aufpasser, zur Seite gestellt werden. In der Begründung der Preisverleihung heißt es:stellvertretend für alle Schulen, die per Schulkonferenzbeschluss festgelegt haben, die Bundeswehr nicht an ihre Schule einzuladen.
10. Juni 2013
Wann es Schwarmintelligenz gibt - und wann nicht
Inzwischen sind alle diese Expertengremien im Niedergang begriffen und werden ersetzt durch anonymisierte Kundenbewertungen: die "Schwarmintelligenz".
KKK: Hunde beissen. Menschen lügen. Regierungen bespitzeln. Überraschung!
Ich bin nicht überrascht. Überrascht wäre ich, wenn man mal die Nachricht bekäme, eine Regierung würde freiwillig auf Steuern verzichten. Oder wenn wir lesen könnten, eine Regierung hätte freiwillig Ministerien geschlossen und Bürokratie abgebaut. DAS wäre eine Sensation! Und ich erwarte auch nicht lesen zu können, dass eine Regierung von allein beschließt, Überwachungsmittel abzuschaffen.
9. Juni 2013
Kaskadeneffekte. Über die Folgen eines großflächigen und langandauernden Stromausfalls
8. Juni 2013
Möchte-gern-Propheten des Untergangs
7. Juni 2013
Protestkultur in Düsseldorf
Die Firma Vodafone eröffnet kommende Woche ihre neue Konzernzentrale in Düsseldorf, einen Glaspalast, in dem 5000 Angestellte arbeiten werden. Gefeiert wird die Eröffnung jedoch nicht, aus Furcht vor gewerkschaftlichem Protest. Vodafone ist nämlich gerade dabei, 500 Arbeitsplätze nach Rumänien zu verlagern und eine "Service-Gesellschaft" zu gründen, die mit niedrigen Einstiegsgehältern dient.
6. Juni 2013
Zitat des Tages: Kongo sorgt sich um die „Zerstörung des deutschen Naturerbes“
Frisch aus dem Newsticker:
Kinshasa: Die Regierungsfraktionen des kongolesischen Parlaments wollen die „Zerstörung des deutschen Naturerbes“ verhindern. Photovoltaikplantagen und Windparks, insbesondere in Ostdeutschland, seien eine der zentralen Quellen der Gewalt gegen Mensch und Natur, schreiben die Abgeordneten in einem Antrag, der am Freitag erstmals auf der Tagesordnung des Parlaments in Kinshasa steht. Darin wird unter anderem auch auf deutsche Pläne für einen „systematischen, großflächigen Ausbau der Solarmodulfelder“ für die Energiewende verwiesen. Die institutionellen Grundlagen dafür aber seien nicht gelegt; zu befürchten sei vielmehr, dass der Ausbau nicht zum Nutzen der Bürger, sondern zum Nutzen „einzelner einflussreicher Personen und Gruppen bei gleichzeitiger Zerstörung der Natur“ erfolgen könnte. Die Abgeordneten besorgt, dass die Bundesrepublik Deutschland den Aufbau von Windparks auch in Schutzgebieten, „einschließlich des Naturschutzgebiets Butendiek in der Nordsee mit seinen unermesslichen Seevögel- und Robbenvorkommen“ gesetzlich erlauben will.
Die kongolesische Regierung wird in der Vorlage unter anderem aufgefordert, auf die EU-Länder und insbesondere auf die Bundesrepublik Deutschland mit dem Ziel einzuwirken, dem Biodiversitäts- und Waldschutz oberste Priorität einzuräumen. Weiterhin soll sie gegenüber der Regierung in Berlin dafür eintreten, vom „vorliegenden Gesetzentwurf zum Ausbau von Windkraftanlagen in Schutzgebieten Abstand zu nehmen“. Die deutsche Seite soll ferner darin unterstützt werden, „nachhaltige Lösungen für drängende Energiefragen zu finden, die den künftigen Schutz der Nationalparks und Schutzgebiete nicht in Frage stellen“.
Das bedarf eigentlich keines Kommentars. Lesen Sie aber bitte unbedingt die Quelle dieses Zitats nach.
© Kallias. Für Kommentare bitte hier klicken.
5. Juni 2013
Rundfunk und Freiheit: Der Ursprung des öffentlich ‐ rechtlichen Rundfunks
Natürlich bestanden noch technische Einrichtungen, die schnellsmöglich von den Alliierten besetzt und übernommen wurden, denn organisatorisch und inhaltlich war ein Neuanfang notwendig. Nach ursprünglicher Planung sollte das Programm nach der Übernahme zu Beginn ausschließlich von Radio Luxemburg mit eingestreuten Programmbeiträgen der BCC und Voice-of-America produziert werden, doch die zuständigen Rundfunktrupps der Alliierten begannen sofort damit – eigenständig – selbst produzierte Beiträge zu erstellen. Ein fertig ausgearbeiteter Plan zum Wiederaufbau des Rundfunks in Deutschland bestand zuerst nicht, einen solchen gab es lediglich für die Neugestaltung der Presselandschaft, wobei auch hier jede Besatzungszone eine etwas andere Strategie verfolgte. Die zur damaligen Zeit wichtigste Regelung, sowohl für die Presse, als auch für den Rundfunk, war jedoch der Ausschluss und das Berufsverbot für Journalisten und Redakteure, die zwischen 1933 und der Kapitulation 1945 in Deutschland tätig waren, von Ausnahmen abgesehen. Wer am gleichgeschalteten Rundfunk der Nazis beteiligt war, sollte nicht direkt wieder die Medien unterwandern dürfen. Zumal regimetreue Journalisten vorher ohne Unterbrechung Berufserfahrung sammeln und auffrischen konnten, während Regimegegner, wenn sie nicht ins Exil gingen, eine Zwangspause einlegen mussten.
4. Juni 2013
Hilfspakete
Hilfskräfte aus ganz Deutschland verstärken die Deiche und helfen beim Evakuieren. Wer sein Haus verlassen mußte wird mit einer Unterkunft versorgt, mit Kleidung und Essen. Und Politiker fliegen ein und versprechen Geld. Viel Geld, unbürokratisch und schnell. Das kommt gut an bei den Wählern, die dieses Geld bezahlen sollen.
Mit diesem Geld soll aber nicht nur die aktuelle Katastrophenhilfe bezahlt werden, nicht nur die Unterkünfte, die Sandsäcke, das Benzin der Rettungsfahrzeuge. Sondern das "schnell und unbürokratisch" bezieht sich auf eine Entschädigung der Leute, deren Häuser von der Flut beschädigt wurden.
Wieso eigentlicht?
2. Juni 2013
Was ist eigentlich aus der Exhumierung des Jassir Arafat geworden? Eine Spurensuche.
1. Juni 2013
Katholischer Wissenschaftsbeirat lehnt vorehelichen Sex als als unnütz ab.
31. Mai 2013
Einheit ohne Basis
Einmal abgesehen davon, daß staatliche Preisfestsetzungen dieser Art mitnichten die Bürger entlasten können. Planwirtschaft führt immer nur zu mehr Ineffizienz und mehr Ungerechtigkeit. Im konkreten Fall hieße das, daß die Roaming-Kosten dann nicht mehr von den Verursachern getragen werden, sondern von den Providern auf alle Handy-Nutzer umgelegt werden müssen.
Darüber hinaus übersieht die Kommissarin, daß für ihre Vorstellung vom gemeinsamen Binnenmarkt für Handy-Gespräche die Basis fehlt.
Menschenklon – Nicht die Naturwissenschaft ist zu fürchten, sondern das Versagen der Kirchen. Ein lehrreicher Blick auf eine vergleichbare historische Stunde. Gastbeitrag von Ludwig Weimer
Niemand will Menschen klonen. Ziel des Projekts ist nicht das Kopieren kompletter Menschen, sondern die Zucht von Ersatz-Organen für kranke Kinder. Aber allein die Möglichkeit, dass man es jetzt tatsächlich machen könnte, jagt vielen Schauder ein. Sie wünschen, die Ehrfurcht vor dem Schöpfer würde nicht angetastet. Aber die Wissenschaft wünscht, den Kindern zu helfen. Meine These ist: Wenn die Sicht des Menschen als eines je einmaligen Ebenbilds Gottes – so die Christen – fällt, wenn die Würde der Person – so die Agnostiker und die Humanisten – einstürzen wird, dann nicht wegen des Triumphs der Naturwissenschaft, sondern durch die Saft- und Kraftlosigkeit der Kirchen im ehemaligen christlichen Abendland. Wie ist diese These begründet?
30. Mai 2013
Zitat des Tages: Die Einigung zur Stärkung des Schengenraums zeigt, dass wir in Europa auch hier in der Lage sind, Fehlentwicklungen entgegenzuwirken.
Dieses Zitat stammt vom Bundesinnenminister Friedrich und bezieht sich auf die Reform des Schengenraumes. Jedenfalls wird das von ihm so genannt, wenn Deutschland wieder Grenzkontrollen einführen will und das bisher nicht konnte, sondern die Kontrollen auf die Autobahn verlagern musste.
Zur Politik gibt es mit "Achtung Kontrolle!" schon lange die passende Aufklärungssendung.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
29. Mai 2013
Von letzten Dingen. Und von Vorletzten.
Am vergangenen Sonntag habe ich einen Friedhof besucht. Genauer gesagt die letzte Ruhestätte eines Bekannten. Es war eine sehr schöne Friedhofsanlage, eigentlich mehr ein Park. Der Ruhe solcher Orte kann ich mich nur schwer entziehen; eine gewisse Entschleunigung innerer Prozesse stellt sich dann bei mir fast automatisch ein. Und manchmal stellt sich dann die Frage nach den letzten (und den vorletzten) Dingen. 28. Mai 2013
(Nicht) Kurioses, kurz kommentiert: Ein Lebensweg. Ein ungewöhnlicher?
26. Mai 2013
Fußballpazifismus
Es sei die Eröffnungsshow wird von Engländern gemacht. Dann wird das durch guten britischen Humor aufgelockert, das ist immer sehr kreativ. Man denke da nur an die Olympia-Eröffnung 2012 mit der Kurzdarstellung der britischen Geschichte, hervorragend choreographiert, mit den Auftritten von Mister Bean und James Bond.
Auch die Eröffnung des Champions-League-Finale gestern war originell. Da ließen die Briten zwei mittelalterliche Heere gegeneinander antreten. Erst die Langbogenschützen, dann die Fußkämpfer mit Axt und Schwert. Gekleidet in den Farben der beiden Mannschaften des Abends, Dortmund gegen München.
Da sind Weihnachtswünsche geboren worden. Die 80.000 Fans im Stadion und viele mehr vor den Fernsehen werden sich gesagt haben: So einen Schild mit dem Wappen meines Vereins, den will ich zu Weihnachten.
Und dann noch der Auftritt des alten Recken Paul Breitner im silbernen Harnisch, der mit einem englischen Kollegen zusammen die große Trophäe auf dem Ehrentisch platzierte - wie die Siegesprämie eines Ritterturniers.
Gut, Rüstungen und Waffen sahen deutlich nach Plastik und Kindergeburtstag aus. Der Harnisch Breitners hätte eher zu napoleonischen Zeit gepaßt als ins Mittelalter. Und wenn die englischen Truppen im Mittelalter eine so lausige Schlachtformation geboten hätten wie ihre Nachfahren im Stadion - da hätten sie wohl keine Schlacht gewonnen.
Aber was solls, es geht um den Spaß.
Aber Spaß darf natürlich nicht sein. Jedenfalls nicht für deutsche "Qualitätsmedien". Igitt, Waffen - wenn auch aus Plastik. Es wird nicht mit Wattebäuschchen geworfen. Das kann doch nur die Jugend verderben.
Und wie gemein etwas kriegerisches zu inszenieren, nur weil die Deutschen im Finale sind.
Was natürlich Unsinn ist: Die Inszenierung wird schon seit vielen Wochen geplant, da waren die Finalisten noch völlig unbekannt. Nur die Farben auf den Schilden sind erst in den letzten Tagen aktualisiert worden.
Und auch sonst ein lächerlicher Kommentar. Fußball und ähnliche Sportarten sind domestizierter Krieg, auch das macht ihren Reiz aus und deswegen fiebern die Fans mit ihrer Mannschaft.
Das in der Eröffnungsfeier ironisch darzustellen mag zwar für Gutmenschen nicht ertragbar sein - aber wer Humor hat, wird es schätzen.
© R.A.. Für Kommentare bitte hier klicken.
25. Mai 2013
Werden die Eltern immer ehrgeiziger?
- Wir wissen, dass sich die Art der Familien geändert hat. Ein-Kind-Familien haben stark zugenommen und sind inzwischen der Normalfall. Nur noch etwas mehr als ein Viertel der Familien haben drei oder mehr Kinder
- Wir wissen, dass die Anzahl der Schüler im Ganztagsunterricht zugenommen hat
- Wir wissen, dass die Anteile der Schulformen sich verschoben haben. Die Hauptschule hat deutlich Anteile verloren.
- Wir wissen, dass sich die Anzahl der Schuljahre bis zum Abitur (in vielen Fällen) durch G8 verkürzt hat