22.5.13
20.5.13
Das Wesen von Politik
Ein Zitat aus dem zugrunde liegenden Interview mit Michael Ignatieff hat mich dagegen nicht überzeugt:
Es ist ein sehr schmutziges Spiel, sicher. Der Aspekt an der Politik, der mich am meisten stört, ist dass es fast nie um politische Inhalte geht. Alle Kämpfe in der modernen Politik gehen um Standing.Das ist eine sehr gängige Klage. Die "schmutzige" Politik, in der es nicht um Lösungen geht, sondern "nur" um Machtkämpfe. Oft hört man auch die Vorstellung, man solle die Parteien und Politiker ersetzen durch Experten, die würden dann nur von Sachüberlegungen geleitet die jeweils beste Lösung finden.
Diesen Vorstellungen liegt ein ganz grundsätzliches Verständnisproblem zugrunde.
Denn es geht in der Politik nicht um Lösungen!
Werte in einer Revolution
18.5.13
Papst Franz
Die Dänen nennen ihn Frans.
Die Engländer nennen ihn Francis.
Die Spanier nennen ihn Francisco.
Die Basken nennen ihn Frantzisko.
Die Franzosen nennen ihn Francois.
Die Ungarn nennen ihn Franjo.
Die Italiener nennen ihn Francesco.
Die Polen nennen ihn Franciszek.
Wo immer es überhaupt eine lokale Variante des Namens gibt, nennt jedes Volk den Papst mit dem Namen in seiner Sprache.
Warum nur benutzen die Deutschen, und offenbar nur die, die lateinische Form?
© R.A.. Für Kommentare bitte hier klicken.
16.5.13
Zitat des Tages: Wie moderne Politik und der Rechtsstaat funktionieren
Der Aspekt an der Politik, der mich am meisten stört, ist dass es fast nie um politische Inhalte geht. Alle Kämpfe in der modernen Politik gehen um Standing. Man attackiert nicht, was Leute sagen, sondern wer sie sind. Oder genauer, man attackiert ihr Recht, überhaupt etwas zu sagen.
14.5.13
Werden wir immer gestörter? Skeptische Gedanken zur vermeintlichen Zunahme psychischer Erkrankungen
13.5.13
Westjordanland (israelische Siedlungen)
Wie heute der Bundestag mitteilt, hat die Fraktion "Bündnis90/Die Grünen" eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet, bezüglich der Kennzeichnung von Importwaren. Israel unterscheidet nämlich nicht zwischen Gütern, die in Produktionsstätten innerhalb der Grenzen von 1967 hergestellt werden und solchen, die in Siedlungen der Westbank entstehen. Überall steht "Made in Israel" drauf.
Es kommt sogar vor, dass Firmen, die ihren Sitz im israelischen Kernland haben, Waren in Siedlungen herstellen lassen, und auf diese Weise deren "tatsächliche Herkunft verschleiern", wie die Grünen sagen.
12.5.13
Zitat des Tages: Mein Ziel ist immer noch, die Welt zu verbessern
Wir halten, wie die Mehrheit der Bürger, Steuersenkungen für falsch. Wir brauchen einen handlungsfähigen Staat. Der muss gut finanziert sein, und das ist er zurzeit nicht. Wir müssen dringend in die Zukunft Deutschlands investieren. Auch ich würde gerne Geschenke verteilen, aber Ländern und Kommunen fehlen dafür die notwendigen Finanzmittel.Man liest und staunt. Steuersenkungen als Geschenke zu betrachten war schon immer ein ganz besonders reizendes Stück sozialistischer Sprachkultur. Denn es besagt nichts weiter als das, was Sozialisten mutmaßlich wirklich denken: eigentlich gehört alles privat erwirtschaftete Geld dem Staat. Und was dem Bürger bleibt, ist als Geschenk des Staates an den Bürger zu betrachten. Ich danke ergebenst im Namen der Mehrheit der Bürger.
11.5.13
Aufmerksamkeitsökonomie: Der Boykottaufruf als Geschäftsmodell?
Jede Darstellung des Menschen in der Kunst kann das Publikum polarisieren. Wir können das Werk mit Begeisterung, Gleichgültigkeit oder Ablehnung aufnehmen. Wir können die Intention des Künstlers verstehen oder missverstehen. Manche Menschen behaupten, dass man Kunst grundsätzlich nur missverstehen kann.
Jede Darstellung des Menschen in der Kunst kann und wird bei mindestens einem Menschen Ablehnung hervorrufen: Er kann sich verletzt, ausgegrenzt oder gar diskriminiert fühlen. Die Übergänge sind fließend.
Tatsächlich müssen Sie meist nicht lange nach solchen Reaktionen suchen. Wenn Sie aber behaupten, dass Sie niemanden finden können, der sich durch ein spezielles Kunstwerk diskriminiert fühlt, dann übernehme ich diese Rolle.
Jede Darstellung des Menschen in der Kunst kann also mindestens einen Betrachter diskriminieren; meist finden sich kleine oder größere Gruppen von Diskriminierten. Wer sich dieser Tatsache nicht bewusst ist, muss an der Rezeption von Kunst scheitern.
Wer diese Tatsache allerdings kennt und sich zunutze macht, hat ein sehr gefährliches Werkzeug gegen die Kunst in der Hand. Er muss nur einen Aspekt des Kunstwerks finden, von dem sich subjektiv jemand diskriminiert fühlen könnte. Und er muss eine aktive Gruppe organisieren, die öffentlichkeitswirksam gegen das Kunstwerk vorgeht:
10.5.13
Über die Schwierigkeit den Anderen zu ertragen. Gedankensplitter zu einem mir wichtigen Thema. Ein Gastbeitrag von Llarian
In der westlichen Zivilisation gilt – mit wenigen Ausnahmen – seit langer Zeit die Meinungsfreiheit als ein ehernes und zentrales Grundrecht. Das Bundesverfassungsgericht fasste es in einem Urteil von 1958 mal treffend: Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit ist als unmittelbarster Ausdruck der menschlichen Persönlichkeit in der Gesellschaft eines der vornehmsten Menschenrechte überhaupt. Für eine freiheitlich-demokratische Staatsordnung ist es schlechthin konstituierend.
9.5.13
Meckerecke: Die Schuldvermutung
8.5.13
Gauck. Eine Zwischenbilanz
Wohl nie ist ein Bundespräsident mit so vielen Vorschußlorbeeren, mit so vielen positiven Erwartungen in sein Amt gestartet.
7.5.13
Grenzen des Wachstums - über den Saatgutstreit in der EU
Labels: EU, Monsanto, Saatgut, Wettbewerb, Ökosysteme
6.5.13
Zitat des Tages: Ich hoffe, dass es am Ende ausreicht, um die Schuldigen auch zu bestrafen.
Mal wieder ein kleines Quiz: Wer gibt dem Geld ein Vaterland?
5.5.13
Die großen Missverständnisse über Kierkegaard. Ein Gastbeitrag von Ludwig Weimer
Sören Kierkegaard war einer der schöpferischsten Philosophen und Kirchenkritiker. Er blieb vielfach missverstanden oder wurde verkürzt auf einen psychologischen Entdecker der modernen Angst, der Masse und der Macht der Presse. Sein 200. Geburtstag im Mai 2013 bietet den Anlass, die Hauptpunkte der Irrtümer über diesen Dichter und Propheten aufzulisten und richtigzustellen.
Zitat des Tages: Die Schmiererei ist eine unsägliche Aktion, für die es keine Begründung gibt.
Doch, es gibt eine Begründung.
Doch es begann mit der Einschüchterung und Vertreibung von Ladenbesitzern.
4.5.13
NörgelEi: Kampagne mit Doppelstandard - fair und transparent müssen die Anderen sein
3.5.13
Ehrlich essen
Wobei sich diese Maßstäbe erstaunlich verändert haben. Christus setzte laut Bibel vor allem auf Brot, Fische und Wein. Das ginge heute gar nicht. Vegetarische Ernährung wird gefordert, Alkohol ist verpönt.
Die moderne Maxime lautet: "Gekocht wird nur mit saisonalen, regionalen, ökologisch angebauten und fair gehandelten Lebensmitteln."
2.5.13
Von Vulkanen, Demenzen und Denunzianten: eine Meckerecke
1.5.13
Eine Minderheitenposition
30.4.13
Neutrale Einmischung
Und es ging um "Netzneutralität", die vom Gesetzgeber sichergestellt werden soll.
Die Wikipedia definiert das so:
Netzneutralität bezeichnet die wertneutrale Datenübertragung im Internet. Netzneutrale Internetdienstanbieter (englisch internet service provider) senden alle Datenpakete unverändert und in gleicher Qualität von und an ihre Kunden, unabhängig davon, woher diese stammen, zu welchem Ziel sie transportiert werden sollen, was Inhalt der Pakete ist und welche Anwendung die Pakete generiert hat.Das wirft für mich zwei Fragen auf.
Kurioses, kurz kommentiert: Grüne Dialektik
»Alle Bürger mit einem Jahreseinkommen bis 60.000 Euro werden entlastet.«
»Vom neuen Spitzensteuersatz wären nur die obersten sieben Prozent betroffen.«
Beide Aussagen stammen aus den Verlautbarungen der Grünen. In beiden Aussagen steckt ganz wenig Wahrheit und ganz viel Propaganda.
Richtig ist so viel: Die Steuerpläne der Grünen sehen ab einer bestimmte Einkommensgrenze eine Steuererhöhung vor. Diese Einkommensgrenze liegt bei 60.000 Euro.
Richtig ist aber auch: Diese Steuererhöhung soll durch eine Abgabenerhöhung flankiert werden, die auf einem viel niedrigeren Niveau ansetzt: Die Bemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung soll drastisch erhöht werden. Das trifft alle Beschäftigten mit einem Jahreseinkommen ab ca. 47.250 Euro brutto im Jahr.
29.4.13
Willkommen im Alltag
Auch die AfD steht in dieser Tradition und propagiert einen neuen Politikstil. Ehrlichkeit, Transparenz, Demokratie - ganz anders als die "etablierten" Politiker mit ihren falschen Versprechen und gebrochenen Zusagen.
Nur: Natürlich will auch die AfD erst einmal bei der Bundestagswahl punkten. Also Wähler anziehen - und nicht mit unangenehmen Themen verschrecken. Da müssen die guten Vorsätze schnell zurückstehen ...
Flatrate Ade: Wie ein (mögliches) neues Marktgleichgewicht zum Marktversagen erklärt wird
Doch worum geht es? Was möchte die Telekom denn nun im Ganzen betrachtet ändern?
27.4.13
Hanns Martin Schleyer Preis für Helmut Schmidt: eine große Geste der Versöhnung und einige kleine persönliche Erinnerungen
Die Hanns Martin Schleyer Stiftung verleiht ihren diesjährigen Preis an Helmut Schmidt.
24.4.13
Demagogie und Sprache in der Eurokrise
23.4.13
Zitat des Tages: Steuern sind die neue Volksobsession der Deutschen
22.4.13
Zitat des Tages: NPD vor dem Ende? Nebst einem kurzen Kommentar
Wollte man die Relevanz einer Partei – ganz unideologisch – an den Örtlichkeiten ihrer Parteitage messen, man müsste der rechtsextremen NPD wohl einen historischen Tiefpunkt attestieren.
20.4.13
Zitat des Tages: Demokratische Vorbilder
Der Theodor Heuss Preis und die ihm ebenbürtigen Theodor Heuss Medaillen werden seit 1965 in regelmäßigen Abständen für Beispiele und Vorbilder demokratischen Verhaltens und freiheitlicher Gestaltung des Zusammenlebens verliehen.
In einer kurzen Begründung der heute erfolgenden Vergabe des diesjährigen Preises an Daniel Cohn-Bendit heißt es ebenda:
Vorstand und Kuratorium der Theodor Heuss Stiftung haben beschlossen, den Politiker und Publizisten Daniel Cohn-Bendit mit dem 48. Theodor Heuss Preis auszuzeichnen. Er erhält die Auszeichnung angesichts seines langjährigen außerordentlichen Engagements, als Ideengeber und Politiker immer wieder auf Veränderung einzugehen, Lösungen zu suchen und dadurch stets neue Wege in der Demokratie zu beschreiten.
19.4.13
Kurioses, kurz kommentiert: Völkerrecht gegen Menschenrecht
Der "Ausschuss für die Beseitigung der Rassendiskriminierung" (CERD) der Vereinten Nationen hat die Bundesrepublik Deutschland gerügt, weil sie Thilo Sarrazin wegen Äußerungen über Einwanderer nicht verklagt hat. Antragsteller war der "Türkische Bund in Berlin-Brandenburg" (TBB), der im Herbst 2009 gegen Äußerungen Sarrazins in der Zeitschrift "Lettre International" klagen wollte (ZR vom 6.10.2009.) Die Staatsanwaltschaft lehnte damals die Eröffnung eines Strafverfahrens ab, worauf der TBB sich an die UNO gewandt hat. Nach mehrjährigem Hin und Her der Stellungnahmen (hier nachzulesen), hat CERD dem "Türkischen Bund" nunmehr vollständig Recht gegeben.
18.4.13
Wenn aus einem Plenum eine Partei wird: Gründungsparteitag der AfD (TEIL 2)
Doch bevor wir uns anhören, was der Prof zu sagen hat, sehen wir uns die Finanzordnung mal genauer an. Die Finanzordnung steht in der Paragraphenhierarchie eigentlich über der Beitrags- und Kassenordnung; konsequenterweise gibt es in der Finanzordnung dann auch einen "Dritten Abschnitt: Beitragsordnung", wo auf die Beitrags- und Kassenordnung verwiesen wird. Im Grund ist das eine also Bestandteil des anderen. Warum kam es dann dazu, dass die Beitrags- und Kassenordnung zuerst entstand? Weil man sonst keine Mitgliedsbeiträge hätte erheben dürfen. OK, genug Paragraphenreiterei. Sehen wir uns mal eine praktische Auswirkung des ganzen an:
Auf Grund der fehlenden Finanzordnung gab es bisher keine finanzielle Unterstützung von Landesverbänden durch die Bundesorganisation. Jeder Landesverband bezahlt alles - von der Cola während der Sitzungen bis zum Wahlkampfmaterial - aus eigener Tasche. War da nicht was? Ach ja, heute Morgen haben wir doch diesen Haufen Wahlkampfmaterial gesehen, der verkauft werden sollte. Schünemann erläuterte, wo der eigentlich herkommt: samt und sonders stammt das ganze Material vom bayerischen Landesverband. Das haben die paar Mitglieder in Bayern quasi aus eigener Tasche gezahlt. Schünemann betont, sie wollten (ja, ich meine, er hätte "wir" gesagt) also sie wollten damit mal zeigen, was so möglich wäre. Damit ist auch die Vermutung gerechtfertigt, dass die Slogans auf diesem Wahlkampfmaterial nicht mit der Bundesorganisation abgestimmt waren. Wie auch immer: ich verstehe jetzt etwas besser, warum der Kram verkauft werden sollte. Wenn die Bayern das selbst bezahlt haben, dann fänden die das vielleicht komisch, wenn ihr Material kistenweise im Wahlkampf eines anderen Bundeslandes versenkt würde.
Lucke hat etwas später dazu noch Stellung genommen. Im Grunde wird es in Zukunft nicht anders aussehen, als bei anderen Parteien: die Landesverbände sollen möglichst autonom handeln; erhalten aber eine "Grundausstattung" von der Bundesorganisation. Ganz ähnlich bei den politischen Mitbewerbern: eine bayerischer SPD-Landesverband steht inhaltlich rechts von einem Berliner CDU-Landesverband. Jeder Landesverband hat sein eigenes Mikroklima. Schwer zu sagen, was man von Schünemann und seinen Aktionen halten soll. Sein Aktionismus ist bei den bayerischen AfD-Sympathisanten ja nicht nur auf Gegenliebe gestoßen. Aber da ich kein Bayer bin behalte ich meine Gedanken für mich und höre mir jetzt lieber Luckes Rede an.
Labels: Adam, AfD, Alternative für Deutschland, Euro-Krise, Lucke, Parteitag
Marginalie: Das Stimmverhalten der Bundestagsfraktionen hinsichtlich der Frauenquote und der Finanzhilfe für Zypern
17.4.13
Das Unzufriedenheits-Paradoxon
Die Mehrheit der Befragten gab an, daß sie teilweise nur halb so produktiv arbeiten können, wie sie wollten, weil ihnen die Unterstützung durch den Chef fehlt. 37 Prozent sagten, selten oder sogar niemals motiviert zu sein. Auch die Effizienz ihres Vorgesetzten schätzte gut ein Drittel der Befragten als schlecht ein.
An der Methodik dieser Studie gäbe es Manches zu kritisieren. Gleichwohl reiht sich das Ergebnis durchaus in einen Tenor ein, der von einer offensichtlich tatsächlich abnehmenden subjektiven Arbeitszufriedenheit vieler Menschen während der letzten Jahrzehnte zeugt.Befragt nach den inhaltlichen Kritikpunkten an ihrem Chef nannte jeder Zweite die fehlende Möglichkeit, Probleme eigenständig lösen zu können. 45 Prozent nannten fehlendes Feedback und Lob als Manko.
16.4.13
Wenn aus einem Plenum eine Partei wird: Gründungsparteitag der AfD (TEIL 1)
"Die Kanzlerin bestritt, dass auf dem EU-Gipfel irgendeine zusätzliche gemeinschaftliche Haftung vereinbart worden sei."Es bleibt dem Leser überlassen zu beurteilen, welche Seite in diesem Streit zwischen den Ökonomen und der Politik recht behalten hat. Nachdem die Politik, allen voran die CDU, an der Euro-Rettungspolitik und dem ESM festhielt, verließ Lucke nach 33 Jahren die CDU, der er bis dahin angehörte. Aus seiner Zeit bei der CDU hatte Lucke einige Freundschaften, die zusammen mit ihm die "Wahlalternative 2013" gründeten. Diese Organisation wollte selbst aber noch nicht als Partei auftreten, sondern verstand sich als intellektuelle Unterstützerplattform für die freien Wähler. Aus dieser Zeit stammt die enge Beziehung zu Alexander Gauland und Konrad Adam, kurz darauf kommt noch Frauke Petry dazu.
Die freien Wähler sind eine relativ alte Organisation in der deutschen Politik und haben mit ungefähr 280.000 Mitgliedern eine Basis, die so groß ist wie die Mitgliederzahl von Piraten, Grünen, FDP und der Linke zusammen. Trotzdem spielen die freien Wähler auf Landesebene nur eine geringe und auf Bundesebene gar keine Rolle - und das schien sich auch durch die Unterstützung durch die "Wahlalternative" nicht zu ändern. Darauf hin entfremden sich die obigen Personen von den freien Wählern. In Interviews deutet sich ein Grund dafür an: die freien Wähler wollen wohl weiterhin ihren Schwerpunkt auf ihre historischen Wurzeln auf der Kommunalebene legen, während Lucke et al. sich auf die Bundespolitik konzentrieren wollen. Trotzdem sollte die Zusammenarbeit mit den freien Wählern Spuren hinterlassen, die sich heute bei der AfD finden - dazu später mehr.
Jedenfalls entschließen sich oben genannten Personen, nicht länger auf die politische Schlagkraft der freien Wähler zu setzen, sondern eine eigene Partei zu gründen. Dazu gibt es am 11. März 2013 in Oberursel ein erstes Treffen. Im Nachgang zu diesem Treffen entstehen erste Vorschläge für die Parteisatzung und das Wahlprogramm.
Mit dieser Vorgeschichte stehen Sie nun zusammen mit mir am 14. April vor dem Hotel InterContinental Berlin. Begleiten Sie mich durch den Tag.
Labels: Adam, AfD, Alternative für Deutschland, Euro-Krise, Lucke, Parteitag
Zur "Aufstocker-Statistik". Ein Gastbeitrag von Sebastian Dettmer
Hintergrund ist eine aktuelle Untersuchung der Universität Duisburg Essen, zu der gleich die "richtige Interpretation" mitgeliefert wird.
Diese Meldung ist allerdings die übliche tendenziöse Zahlen-Interpretation, die keinesfalls belegt, dass immer mehr Niedrigstlöhne gezahlt werden
Der Kanzler des Euro
Es wurde in der deutschen Presselandschaft oft spekuliert, dass die Euro-Einführung Frankreichs Bedingung für die Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung war. Also, dass der Euro Deutschland von außen, von anderen aufgenötigt wurde.
Die immer wieder aufgeworfene Frage ob Deutschland den Euro braucht oder nicht, ist meines Erachtens falsch gestellt. Helmut Kohl war der Ansicht, dass der Frieden in Europa den Euro braucht. Den aber kann man nicht fragen. Gefragt wurde der Bundestag.
Bei der ganzen Diskussion um den Verbleib im oder um den Erhalt des Euro wird das Pro und Contra viel klarer, wenn man die Prämisse zugrunde legt, dass Deutschland, dass Helmut Kohl maßgeblich die Euroeinführung betrieb. Nicht nur in Deutschland sondern auch in Europa.
14.4.13
Marginalie: Der Bundestagswahlkampf hat begonnen
Den Startschuss zum offenen Ringen um die Gunst der Stimmberechtigten hat niemand anderer gegeben als Guido Westerwelle. Auf dem Landesparteitag der nordrhein-westfälischen FDP ließ der Bundesaußenminister die Versammelten wissen, der SPD-Wahlkampfslogan „Das Wir entscheidet“ erinnere ihn an das SED-Motto „Vom Ich zum Wir“. Und weiter:
13.4.13
Ein Kommentar zur gestrigen Eilentscheidung des BVerfG zur Presseakkreditierung zum NSU-Prozeß
Das Bundesverfassungsgericht kann im Wege der einstweiligen Anordnung Maßnahmen treffen, die der Abwehr schwerer Nachteile in Situationen dienen, in denen eine verfassungsrechtliche Beurteilung angesichts der gebotenen Eile in der Sache nicht möglich ist. Danach sind entsprechende Maßnahmen nicht als die Durchsetzung eines endgültigen verfassungsrechtlich gebotenen Ereignisses zu verstehen, sondern als vorläufige Anordnung zur Abwehr oder Milderung von drohenden Nachteilen.
12.4.13
Das unbeugsame Dorf: die Tschechen und ihr Verhältnis zur EU
Labels: EU, EU-Fahne, Klaus, Tschechien, Zeman
11.4.13
Winter für Arabiens Christen, Winter für Arabien?
10.4.13
Der Jammerindex
Wer jammert mehr, Linke oder Rechte? Männer oder Frauen? Wessis oder Ossis? Zur Klärung dieser Frage habe ich, angeregt durch einen Hinweis von notquite im "Kleinen Zimmer", mit Hilfe von Google einen Jammerindex entwickelt.
9.4.13
Tod aus dem Schlot
Im Auftrag von Greenpeace hat das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart die gesundheitlichen Folgen der Kohleverstromung berechnet. (Siehe die von Greenpeace angebotenen PDF-Downloads.)
Das schlagzeilenträchtige Hauptergebnis lautet:
Die Studie berechnet durch eine Modellierung der Schadstoffverbreitung in der Atmosphäre, dass die Emissionen deutscher Kohlekraftwerke jedes Jahr zum vorzeitigen Tod von ungefähr 3.100 Menschen führen. Dies ist gleichbedeutend mit einem Verlust von insgesamt 33.000 Lebensjahren.
Kurioses kurz kommentiert: Ist der Energiepreis unwichtig?
Das ist nun ein umstrittenes Thema, wegen der angeblichen Umweltrisiken. Aber noch keiner ist auf die Idee gekommen, die wirtschaftlichen Vorteile schlicht in Abrede zu stellen. Weil der Energiepreis ja nach Ansicht der KfW fast unwichtig wäre. Selbst bei den energieintensiven Industrien:
Die Energiekostenanteile an den Gesamtkosten liegen hier aber auch lediglich zwischen vier und zehn Prozent"Lediglich zehn Prozent" kann wohl nur jemand schreiben, der noch nie für die Ertragslage eines Unternehmens in der freien Wirtschaft verantwortlich war. Die Bedeutung des Energiepreises für eine Volkswirtschaft ist eigentlich allgemein so Konsens, daß man die KfW hier nur sehr höflich als "interessante Einzelmeinung" abtun kann. Richtig ist natürlich, daß der Energiepreis alleine nicht für einen Aufschwung reicht - sonst wäre Rußlands Wirtschaft eine einzige Erfolgsgeschichte.
Im Abspann macht der Studienautor dann auch die Kehrtwende und prophezeit den USA eine düstere Zukunft wegen angeblich mangelnder Energieeffizienz. Was natürlich ein krasser Widerspruch zu seiner Hauptaussage ist. Wenn niedrige Energiepreise so unwichtig wären, wie er behauptet - dann wäre auch Energieeffizienz völlig nebensächlich.
8.4.13
Eine etwas andere Politikerin
(Hör-)Rundfunk und Freiheit: Der Lokalfunk in NRW
Zitat aus § 31 „Programmauftrag und Programmgrundsätze“ des Landesmediengesetz Nordrhein-Westfalen (LMG NRW)
Vom 2. Juli 2002 in der Fassung vom 15. Dezember 2009
7.4.13
Nordkoreas Strategie aus der Sicht von Stratfor
George Friedman, Gründer und Chef von Stratfor, sieht in der Strategie Nordkoreas drei grundlegende Elemente:
Grausamkeit, Schwäche und Verrücktheit.
Eine Kombination aus diesen Eigenschaften ergibt das Bild, welches sich insbesondere der Westen von Nordkorea machen soll. Angewandt auf die aktuellen Ereignisse ergibt sich folgende Zuordnung:
Die Grausamkeit sieht er in dem Kernwaffentest, die chinesische Zustimmung für die darauffolgenden Sanktionen versinnbildlicht die Schwäche und die Aufkündigung des Waffenstillstands die Verrücktheit, weil er sich auf die USA und ihre Städte bezieht.
6.4.13
Was ist los in Nordkorea? Gedanken zur aktuellen Krise, nebst einer beunruhigenden Möglichkeit
Das erscheint zunächst auch einleuchtend; niemand mag sich gerne vorstellen, daß die innerste Führungsgruppe des atomar bewaffneten Nordkorea außer Rand und Band geraten sein könnte. Oder daß die Eskalation bereits eine Eigendynamik erhalten haben könnte, die es Nordkorea zunehmend unmöglich macht, ohne Gesichtsverlust den propagandistischen Rückzug anzutreten. Augenfällig ist vor diesem Hintergrund, daß die rationalen Erklärungsversuche der Presse immer bemühter und gezwungener erscheinen.
Die Abschaffung der Geschlechterrollen - eine Nachlese zur Sexismusdebatte

In einem kürzlich in der FAZ erschienenen Interview mit dem Philosophen Robert Pfaller wird eine Art Nachlese zur kürzlichen Sexismusdebatte, die bekanntlich zuletzt auch den Bundespräsidenten erreicht hatte, versucht. Unter der Überschrift "Die Frauen haben ihre Waffen verloren".
Und weiter:Die Gesellschaft blickt sehnsüchtig nach dem Sex, ist aber nicht mehr dazu in der Lage, ihn als normalen Modus des Lebens zu begreifen.
Es gab eine sehr symptomatische Äußerung von Tina Hildebrand in der "Zeit", da schrieb sie: "Vor allem aber haben es immer mehr Frauen satt, sich wehren können zu müssen." Das ist ein sehr interessanter Satz, weil er darauf verweist, daß Frauen paradoxerweise gerade durch ihre Befreiung weniger wehrhaft geworden sein könnten.
Damen des 19. Jahrhunderts hätten einem Herrn, der einem so unangenehme Sachen sagt, vielleicht eine Ohrfeige mit den Handschuh gegeben. Diese Art der Abstrafung ist aber ein Rollenprivileg. Wenn man die Rolle einer Dame spielt, hat man das Recht, Männer für kleine Übertritte abzustrafen. Aber man hat das nur dank dieser Rolle.
5.4.13
Ursachenvermutung bei Wohnhausbränden?
Über die Ursachen dieser Feuersbrunst wurde alsbald heftig spekuliert. Während die Ermittler zunächst von einem technischen Defekt infolge unsachgemäßer Reparaturen ausgingen, wurde von anderen Beobachtern ein rechtsradikaler Anschlag als Auslöser der Flammen in Erwägung gezogen.
4.4.13
Kurioses, kurz kommentiert: »Dieser Moment wird eine gewisse Symbolkraft haben«
Eines Tages kamen die Machthaber in einem großen kommunistischen Staat auf die Idee, alle Ernährungsprobleme des Landes mit einem Schlag zu lösen. Die bisher angebauten Getreidesorten sollten innerhalb von zwanzig Jahren durch den umweltfreundlichen und ertragreichen Mais ersetzt werden.
In den Dokumenten des Parteitags war zu lesen: »Am Kampftag der Arbeiterklasse im Jahr 1950 werden sich alle Menschen nur noch von Mais ernähren.« Die Agitatoren der Partei wurden aufs Land geschickt und verbreiteten: »Dieser Moment wird eine gewisse Symbolkraft haben.« Der ZK-Sekretär für Agrarpolitik schrieb im Zentralorgan der Partei:
»Wenn die Arbeiter und Bauern ihren Nahrungsbedarf etwas herunterfahren, wenn der Wind weht und wenn der Himmel bei der Ernte blau ist, werden wir unser Ziel erreichen. Ein solcher Moment wird uns zeigen, dass eine nachhaltige Nahrungsversorgung ohne Roggen und Weizen in einem großen kommunistischen Land grundsätzlich möglich ist.«
Die zwanzig Jahre bis zu dem großen symbolkräftigen Moment sollten sehr hart werden. Der Anbau von Roggen und Weizen wurde schrittweise verboten. Überall wurden neue Maisfelder angelegt.
Doch die neu erschlossenen Anbaugebiete konnten nicht rechtzeitig an die Kombinate der Lebensmittelindustrie angebunden werden. In manchen Jahren verfaulte der Mais auf den Feldern. In anderen Jahren starben die Maispflanzen ab, weil es zu wenig Sonne und Regen gab. Aber die Menschen verloren niemals ihre Hoffnung auf den Maifeiertag des Jahres 1950.
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Labels: Energiepolitik, Errettung der Welt, grüner Strom, Kommunismus
Über die Ursachen planwirtschaftlicher Strukturen in Marktwirtschaften
3.4.13
„Der einzige legale Schwarzsender Deutschlands“? – Ein Abgesang
Goebbels, Berlusconi, BRrrr....-
wie reimt sich das zusamm?
Da Goebbels mißbrauchte als 1. den Rundfunk, propagandahoiber,
da Berlusconi zoiht si seine Jubelsender soiber,
da Bayerische Rundfunk ghört am Stoiber.
So reimt sich das zusammen, so reimt sich das zusamm.
(Biermösl Blosn)
Ob im Freistaat selber oder außerhalb, die Staats-, oder vielmehr: CSU-Nähe des Bayerischen Rundfunks ist legendär.
Tendenziöses in der NZZ
Äpfel, Birnen und Euros: ein Vergleich der deutschen Belastungen durch die EU-Krise
Labels: EU, Finanzkrise, RWI-Studie
2.4.13
Was die deutsche Friedensbewegung bewegt -und was nicht
Er (van Ooyen) sprach von einer guten und friedlichen Stimmung. Die Teilnehmer protestierten auch gegen die Bundeswehreinsätze in Afghanistan und Mali. Der Demonstrationszug durch die Stadt stand unter dem Motto "Nie wieder Krieg - Nie wieder Faschismus".
Und in der Tat gilt es inzwischen als erwiesen, daß Teile der westdeutschen Friedensbewegung bis zur Wende 1989 von der Staatssicherheit der DDR finanziell massiv unterstützt und personell unterwandert worden waren. Welt Online dazu im April 2012:
1.4.13
Die Partei der Besserverachtenden – Was macht die Grünen so erfolgreich?
31.3.13
Bauernregeln, Osterausgabe 2013
Auf einen kalten Januar
folgt ein milder Februar
Nach einem harten Februar
ist der Frühling endlich nah
Ist es kalt im März,
geht es bald aufwärts
Schneit es im April,
scheint im Mai die Sonne viel
Gibt es Frost im Mai,
kommt die Blüte rasch herbei
Ist der Juni weiß,
wird der Juli heiß
Nach einem eisigen Julei
ist der Winter bald vorbei
Mit Schnee und Glatteis im Augost
endet dann der Winterfrost
Fallen im September Flocken,
wird der Herbst noch warm und trocken
Was im Oktober runtersaut,
ist zur Weihnacht aufgetaut
Wird's im November glatt und glätter,
gibt es warmes Winterwetter
Im Dezember wunderbar,
hofft man auf das nächste Jahr
© Kallias. Für Kommentare bitte hier klicken.
30.3.13
Sommerzeit, Winterzeit
Die Ansichten über die morgen wieder einsetzende Sommerzeit sind seit jeher geteilt. Manche freuen sich über die langen hellen Abende, andere stört das frühe Aufstehen an sich oder die anstrengende Umstellungsphase.
Gelegentlich wird auch eine ganzjährige Sommerzeit vorgeschlagen, die lange Abende ohne Umstellungsprobleme verspricht.
29.3.13
Vierter Armuts- und Reichtumsbericht: wozu 480 Seiten lesen, wenn´s auch fünf Sätze tun
Labels: Agitprop, Armutsbericht, Qualitätsmedien, Rösler, Vermögensverteilung
28.3.13
Wir wünschen uns, was wir nicht wollen – Die Deutschen und ihre Prominenten
27.3.13
Wie der NSU-Prozeß zu einer Sternstunde des demokratischen Rechtsstaates werden kann
Wir führen ein rechtsstaatliches Verfahren und keinen Schauprozeß für die Öffentlichkeit. Wir machen das nicht in einem Fußballstadion, wie das totalitäre Staaten tun.
Klirrend kalte Winter gehören der Vergangenheit an
In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: "Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben", sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.
Auf dieses Zitat wies Zettel schon einmal hin (wie er auch sonst gerne über Herrn Latifs Auslassungen berichtete), seinerzeit aus zweierlei Anlass. Wir Epigonen reichen nicht an Zettel heran; ich beispielsweise kann diesen neuerlichen Verweis nur dadurch motivieren, dass die deutsche Wirtschaft sich wohl gefreut hätte, hätte Latif recht behalten. Und dadurch, dass ich mich gerade, am 27. März, nach Frühlingsanfang, vor dem Schneeschippen drücke und lieber einen Blogeintrag schreibe.
© Gorgasal. Für Kommentare bitte hier klicken.
Feu tricolore (3): Rettet die Homo-Ehe François Hollande aus dem Popularitätstief?
Frankreich ist ein in seinem Kern konservatives Land.
26.3.13
... im Schafspelz
Es ist auch eine wohltuende Abwechslung zum Gebrabbel der Fernseh-Talkshows, wenn die Teilnehmer nicht nur gemeinsam und zielorientiert ein Thema entwickeln, sondern auch komplexe Gedankengänge geschliffen formulieren können. Und Deutsch so gut beherrschen, daß sie gleich zu Anfang den Veranstaltungstitel mit seinem "macht Sinn" kritisieren.
Ein sehr wortgewaltiger Teilnehmer war Prof. Haug, ein Vorkämpfer der marxistischen Denkschule, der wohl alleine fast die Hälfte der Redezeit füllte.
Rhetorisch noch besser Prof. Lübbe, ein ganz brillanter Kopf mit seinen stolzen 86 Jahren und in vielen Punkten der Gegenpart zu Haugs Thesen. Von seiner Biographie und der Art seiner Beiträge hat er mich in vielen Punkten an unseren lieben Zettel erinnert.
Und dann noch Prof. Schmid, nicht so stringent wie seine beiden Kollegen, einige gute Bemerkungen, aber auch etwas billige Effekthascherei.
Der Moderator war als Ersatz für den erkrankten Gastgeber eingesprungen und lieferte nur einige Stichworte.
Und konnte nicht verhindern, daß die Diskussion teilweise gekapert wurde.
25.3.13
Chinas Klotz am Bein
Dass sich diese drei Staaten in einer Zeit realer Kriegsgefahr, welche von Chinas bisher engstem Verbündeten ausgeht, an einen Tisch setzen, um einen gemeinsamen Wirtschaftsraum zu gründen, könnte eine Neuausrichtung der Außenpolitik Chinas in dieser Region bedeuten.
Presseschau zu "Unsere Mütter, unsere Väter". Ein Gastbeitrag von Kaa
Zur Zeit kann man den dreiteiligen Fernsehfilm "Mütter und Väter", der die Geschichte von fünf jungen Deutschen im 2. Weltkrieg erzählt, noch im Online-Auftritt des ZDF sehen, täglich von 20 Uhr bis morgens um 6 Uhr. Der Film ist als Zeitzeugnis interessant, als Zeugnis über unsere Zeit. Seit dem 15. März sind in der von mir abonnierten Blogwelt um die 120 Beiträge dazu erschienen, alleine in den Zeitungen 35 Artikel. Die Artikel vor der Ausstrahlung lobten die Authentizität des Films, die deutliche Härte von Gewalt- und Kriegsszenen und schienen mir eine Antwort auf die über 60 Jahre alte Frage: "Warum?" zu versprechen. Sie erklärten die Unwahrscheinlichkeiten der Handlung als notwendig für die filmische Kompression.
24.3.13
Der kalkulierte Defekt
Kurioses, kurz kommentiert: wie der Innenminister fast den Vogel abgeschossen hätte
Die Schützenvögel hatten bisher einen Rumpfdurchmesser von 200 Millimetern. Nach der neuen Schießstandsverordnung, die im Bundesgesetzblatt Ende 2012 herausgegeben worden ist, ist die Stärke von 200 Millimetern auf 80 Millimeter heruntergesetzt worden. Und in einem Kugelfang von 3,50 mal 3,50 Metern hinge bald ein kleines Vögelchen an der Stange.
23.3.13
Kurioses, kurz kommentiert: Dann sollen sie eben im "Effizienzhaus plus" wohnen!
Dieses Projekt soll Wege finden, "energetisch hoch effiziente Gebäude mit der Zukunftstechnologie Elektromobilität zu kombinieren." Ich sehe mir das Foto des Gebäudes an und frage mich, wann es eigentlich wieder gesellschaftlich akzeptabel geworden ist, dass man sich mit der naiven Arroganz der vermögenden Klasse über das einfache Volk lustig machen darf.
