Zettels Raum: Marginalie: Kurt Beck und der Blitz der Erleuchtung Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt

Wednesday, April 11, 2007

Marginalie: Kurt Beck und der Blitz der Erleuchtung

Kaum war im Frühsommer letzten Jahres die Idee eines Gesundheitsfonds aufgetaucht, da hatten auch schon 87 Prozent der Deutschen eine Meinung dazu. 69 Prozent waren überzeugt, daß ein solcher Fonds ungerecht sei; 18 Prozent beurteilten ihn als gerecht.

Noch nicht einmal Experten wußten im Juni 2006, wie sich die Einrichtung eines solchen Fonds auswirken würde. Aber fast neun von zehn Deutschen wußten das nicht nur, sondern hatten auch schon eine Meinung dazu.

Offenbar war ihnen ein Erleuchtung zuteil geworden, den Befragten. Jenen rund tausend Menschen, die repräsentativ waren für uns, die Deutschen. Jenen Wissenden.



Wissenden? Hm, hm. Heute wird von einer Umfrage berichtet, wonach 65 Prozent der Befragten nicht wußten, daß Kurt Beck Vorsitzender der SPD ist.

Nun gut. Anderes hat er auch nicht verdient, könnte man sagen.

Aber von denen, denen nicht bekannt ist, daß Beck SPD-Chef ist, haben doch viele eine Meinung über die Qualität seiner Arbeit als SPD-Chef. 39 Prozent der Befragten nämlich bewerten seine Arbeit als "gut". 33 Prozent finden sie "weniger gut" oder "schlecht". 28 Prozent äußerten keine Meinung zu Kurt Beck.

Wir rechnen: 39 Prozent plus 33 Prozent, das sind 72 Prozent. 35 Prozent der Befragten wußen, daß Beck SPD-Chef ist.

Unterstellen wir einmal, daß alle, die wußten, daß Beck SPD-Chef ist, sich auch zutrauten, seine Arbeit zu beurteilen. Wir ziehen also diese 35 Prozent von den 72 Prozent ab, die seine Arbeit zu beurteilen wußten.

Dann bleiben 72 minus 35, also 37 Prozent der Befragten, die sinngemäß dies zu Protokoll gaben: Daß Kurt Beck SPD-Chef ist, ist mir unbekannt. Aber ich kann beurteilen, wie gut er seine Arbeit als SPD-Chef macht.



Ein wenig seltsam, nicht wahr? Dabei ist die Auflösung doch ganz einfach: Der Geist weht, wo er will. Mal zuckt der Blitz der Erleuchtung, mal bleibt der Horizont des Wissens schwarz.

Und am ehesten zuckt er, der Blitz, wenn gar nicht nach Wissen gefragt wird, sondern nach einer Meinung.

Was "Genfood" ist, dürften die wenigsten Deutschen wissen. Aber daß sie es schlecht finden, dessen sind sich - vermute ich - viele davon sicher.

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13 Comments:

Anonymous Martin Eisenhardt said...

Es könnte natürlich auch sein, dass die zweite Frage (also die Frage nach Kurt Becks Qualitäten als Chefgenosse) nur denjenigen Befragten gestellt wurde, die bereits auf die erste Frage antworten konnten.

So haben wir das jedenfalls früher (1990er) bei Emnid gemacht ... :-D

16:09  
Blogger Zettel said...

Lieber Martin Eisenhardt,

an diese Möglichkeit hatte ich auch gedacht und deshalb auch die Original- Vorabmeldung in Stern-Online überprüft.

Dort heißte es: "Die Arbeit des SPD-Vorsitzenden Kurt Beck wird von der Mehrheit der Bürger jedoch als "gut" bewertet. In der Umfrage erklärten dies 39 Prozent."

Und in der Version der FAZ steht: "Die Arbeit Becks wurde von der Mehrheit der 1007 Befragten (39 Prozent) jedoch als "gut" bewertet."

Der Kern der Sache scheint mir schon zu sein, daß mit der einen, offenen Frage ("Wer ist Vorsitzender der SPD?") Wissen abgefragt wird, mit der Frage nach der Beurteilung (anscheinend seltsamerweise auf einer Zwei- oder Drei-Punkte-Skala) aber eine Meinung.

Meinungen sind Ausdruck von Einstellungen. Man kann also zu etwas eine Meinung haben, wovon man nix weiß.

Deshalb ist es schon sinnvoll, es so zu machen wie jetzt das (nicht genannte) Institut, und nicht wie Sie damals bei Emnid.

Die Leute wählen ja schließlich auch, ohne daß man prüft, ob sie überhaupt wissen, wen und was sie wählen.

Herzlich, Zettel

16:42  
Anonymous Martin Eisenhardt said...

Lieber Zettel,

danke für die Antwort; einiges habe ich aber noch anzumerken.

Zunächst einmal stimmt es zwar, dass Leute auch ohne »Test« bei einer Wahl ihre Stimme abgeben dürfen. Ich wage jetzt aber einmal die ganz ketzerische Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, auch diejenigen unter uns wählen zu lassen, die eigentlich gar nicht wissen, wen sie wählen bzw. für welche Positionen dieser jemand steht.

Aus meiner Sicht wäre es durchaus angebracht, die Frage der Wahlberechtigung an gewisse Vorbedingungen zu knüpfen, und zwar nicht nur (wie es zur Zeit in Deutschland der Fall ist) an eine nicht allzu kriminelle Vergangenheit, und auch nicht (wie z.B. im alten Griechenland oder in Rom) an den Grundbesitz. Vielmehr wäre es wünschenswert, wenn die abgegebenen Stimmen nicht per Zufallsprinzip bzw. Nicht-Wissen in die Urne wandern.

Noch eines aber zum Stern-Artikel.

Dort steht zwar die bereits zitierte Stelle; allerdings bin ich bei Artikeln in Massenmedien, die sich mit mathematisch-naturwissenschaftlich-statistischen Themen auseinandersetzen, erst einmal grundsätzlich kritisch. Schon die Deutung, ob man 39% tatsächlich als Mehrheit bezeichnen kann, ist für mich fraglich - hier kann man aber sicherlich argumentieren, dass 39% für Beck mehr als die 33% gegen ihn sind.

Ich halte es nicht für unvorstellbar, dass der für diesen Artikel zuständige Journalist den Bericht des Meinungsforschungsinstituts nicht sorgfältig genug gelesen hat. Dass in der FAZ das sinngemäß Gleiche steht, ist im Übrigen kein Hinweis darauf, dass zwei Journalisten unabhängig voneinander nicht irren können.

Hinweise auf solche Feinheiten ("[...] Frage 31 wurde nur denjenigen Befragten gestellt, die bei Frage 28 mit »ja« geantwortet haben [...]") werde nur allzu schnell überlesen.

Wie dem auch sei, für Kurt Beck dürfte wohl seine Unbekanntheit das größere Problem sein - ein schlechtes Image kann man noch aufpolieren; ein Jahr (und viele populistische Peinlichkeiten) nach dem Amtsantritt noch so unbekannt zu sein, das ist ein Schlag ins Kontor.

17:30  
Anonymous Anonymous said...

Wählen an Bedinungen knüpfen? Wie wäre es mit folgender Forderung:
Nur Nettosteuerszahler( auch keine Staatsbediensteten, deren Gehalt aus Steuermitteln stammt!) dürfen wählen.

Gruß, Feynman

19:47  
Anonymous Martin Eisenhardt said...

Hallo Feynman,

da hat wohl jemand meine Vita überprüft und herausgefunden, dass mein Salär tatsächlich einen Umweg über das Staatssäckel nimmt ... :-D

(Oder ich bin jetzt paranoid ...)

Tatsächlich ist die Forderung, das Wahlrecht des Einzelnen an Bedingungen zu knüpfen, keineswegs neu:

* Einem deutschen Wahlberechtigten kann - bei Vorliegen einer Straftat mit entsprechend hoher Strafbewehrung - sowohl das aktive als auch das passive Wahlrecht entzogen werden. Das ist aktuelles Recht, das sehr wohl das Wahlrecht eines Bürgers an eine Vorbedingung knüpft: die weitgehende Straffreiheit dieses Bürgers.

* Auch die Tatsache, dass (in Deutschland!) nur Deutsche wählen dürfen, ist eine Vorbedingung an den Wähler, der über das bloße Wohnen im Wahlbezirk hinausgeht.

* Manche Ökonomen fordern, das Stimmrecht - wie von Dir beschrieben - an die Steuerleistung zu koppeln. (Ich kann da nun allerdings nicht ganz folgen, warum Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst nicht wählen sollen - auch dort werden ja Leistungen erbracht; hin und wieder, jedenfalls ... :-D. Dass nicht jeder (Hochschul-)Lehrer verbeamtet sein muss, steht auf einem anderen Blatt, ich halte das auch nicht für notwendig.)

Wenn man meinen vorangegangenen Kommentar noch einmal ganz aufmerksam liest, wird man auch feststellen, dass ich die nun diskutierte Frage ja auch lediglich angesprochen habe, ohne eindeutig Position zu beziehen. Mir ist klar, dass es für viele ethisch bedenklich ist, die Teilhabe am demokratischen Prozess von einem bestimmten Verhalten (Erwerb von Bildung und Verfolgen der politischen Abläufe) abhängig zu machen. Dennoch ist es aber doch auch unbestreitbar, dass viele Bürger - nicht nur aus dem Prekariat, sondern gerade auch aus eigentlich gut situiertem Umfeld - nicht auf dem aktuellen Stand der politischen Debatte sind. Deren Wahlverhalten kann also nicht als ausgeklärte und informierte Willenserklärung verstanden werden. Dazu fehlt in vielen Fällen schlicht das Fundament.

Ich verfolge die entsprechende Debatte - und sie wird geführt - mit großem Interesse und bin gespannt, zu welchen Ergebnissen bzw. Veränderungen sie führen wird.

Eine Antwort kann ja z.B. auch darin bestehen, dass mehr für die politische Bildung der Bevölkerung getan wird, und zwar nicht nur in der Schule, sondern das gesamte Leben lang - denn ich bin mir sicher, dass die einzelnen Verfassungsorgane, ihre Aufgaben und ihr Zusammenspiel auf *jeder* Schule in Deutschland vermittelt wurde, auch wenn vermutlich nur recht wenige Menschen erklären können, was ein konstruktives Misstrauensvotum ist oder wie der Bundespräsident genau gewählt wird.

Für Vorschläge, wie diesem Dilemma begegnet werden kann, bin ich immer aufgeschlossen und freue mich schon darauf.

Alles Gute
Martin Eisenhardt

21:28  
Anonymous Friedel B. said...

Vielleicht hängt die Tatsache, dass wir zu vielen Dingen auch dann eine Meinung äußern, wenn wir von ihnen keine Ahnung haben, auch damit zusammen, dass es schon in der Schulzeit riskant war, eigenes Nichtwissen vor aller Öffentlichkeit zuzugeben. Ich wünsche mir jedenfalls, dass ich auch einmal so weit komme wie Sie, lieber Zettel, und beispielsweise zum Klimawandel keine Auffassung mehr verkünde (jedenfalls keine mit Anspruch auf Gültigkeit); allerdings habe ich mich erst vor wenigen Minuten dabei ertappt, dass ich erneut meine Einstellung zu diesem Thema zum Besten gegeben habe (ich sage lieber nicht, wie sie lautete), obgleich ich von ihm gemessen an dem, was es zu wissen gibt, tatsächlich nichts weiß.

Zum Test für Wähler: Zumindest wären geographische, kulturelle und politische Grundkenntnisse zu überprüfen. Vorschlag:

(1) An welchem Fluss liegt Köln am Rhein?

(2) Wer hat Goethes Faust geschrieben ?

(3) Wie hieß Bundeskanzler Konrad Adenauer mit Vornamen?

21:38  
Anonymous Anonymous said...

Ich finde, es sollten nur sozial Schwache und Minderbemittelte wählen dürfen. Dann wäre es gerechter, weil diese Leute wissen, was für sie am Besten wäre.

Es grüßt Euch der Achim aus dem "Stall" (der Zettel weiß schon, ich meine die Hochschule)

22:17  
Blogger Zettel said...

Lieber Martin Eisenhardt, und die anderen Disktutanten zum Wahlrecht,

es stimmt sicherlich, daß das Prinzip "One man, one vote" historisch ziemlich neu ist.

In der als so vorbildlich geltenden attischen Demokratie waren nur ungefähr zehn Prozent der Einwohner wahlberechtigt! (Wir haben das einmal in Zettels kleinem Zimmer ziemlich eingehend diskutiert). Solche einschränkenden Regelungen gab es ja bis ins 19. Jahrhundert.

Aus meiner Sicht gibt es ein einfaches, aber durchschlagendes Argument für "One man, one vote": Jede Abweichung davon ist letztlich willkürlich. Die Benachteiligten werden aus dem politischen Prozeß mehr oder weniger vollständig ausgeschlossen. Also trachten sie sich auf andere Weise Gehör zu verschaffen.

Stabil ist allein die Demokratie, in der alle wahlberechtigt sind. Bei Randgruppen - Entmüdigten, Menschen, denen die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt wurden - kann man davon abweichen. Aber das Prinzip muß meines Erachtens gelten.

Was ich bedenklich finde, ist allerdings die Möglichkeit des Mißbrauchs der Briefwahl. Ich habe da mal selbst ein wenig Einblick bekommen - wie Parteiaktivisten von Altersheim zu Altersheim ziehen und dort Stimmen einsammeln. Beispielsweise.

Ich fände es besser, wenn es "fliegende Wahlvorstände" gäbe, die zu den Kranken und Gebrechlichen kommen. Und wer am Wahltag im Urlaub ist, der könnte ja vorher in einem dafür vorgesehenen Wahllokal in jeder Stadt wählen.

Herzlich, Zettel

23:47  
Blogger Lyllith said...

Hallo Zettel,

Kurt Beck hat ja noch weitere Ämter, wie zum Beispiel Vorsitzender der Rundfunkkomission der Länder, Commandeur der französischen Weinbruderschaft Chevaliers du Tastevin, Träger diverser Karnevalsorden, darunter das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland und des Saumagenordens der Karnevalgesellschaft Schlotte, Großoffizier der Ehrenlegion und Vizepräsident der sozialistischen Internationalen und natürlich Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz; die Aufzählung ist bei weitem nicht vollständig.

Es könnte theoretisch möglich sein, dass sein Bekanntheitsgrad deshalb größer ist als das Wissen um seiner Funktion in der SPD, zumal die offizielle Bezeichnung "Parteivorsitzender der SPD" lautet und nicht "SPD-Chef".

Bei der Frage: "Wie bewerten Sie die Arbeit von SPD-Chef Kurt Beck" kann es deshalb zu einer über dem Wissen um seine Funktion als Vorsitzender der SPD eine positive Einschätzung geben, weil damit ja nicht nach seiner Tätigkeit für die SPD gefragt wurde, sondern diese Funktion als eine von mehreren Eigenschaften mitgegeben wurde.
Richtig wäre gewesen: wie bewerten Sie die Tätigkeit von Kurt Beck in seiner Funktion als SPD-Vorsitzender.

Bei einer Befragung mit mehreren Antwort möglichkeiten (1-3 aus 5):
Wer ist Kurt Beck:

a) Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz

B)Parteivorsitzender der SPD

C)Träger des Saumagenordens

D)Eisbärenbaby in Berlin

E) Weiß nicht

wäre das Ergebnis nach meiner Einschätzung anders ausgefallen, aber sicher bin ich mir nicht.

Sicher bin ich mir allerdings, dass man Kurt Beck kennen kann ohne zu wissen, dass er der Vorsitzende der SPD ist, ob das wiederum ausreicht um seine nicht näher beschriebene Arbeit einzuschätzen lasse ich offen. Vielleicht wird auch Schoppenglasstemmen unter arbeit gezählt und da macht der Kurt immer eine gute Figur.

Eine Betrachtung von Konfidenzintervallen und Regressionsanalyse können wir uns wohl schenken, obwohl diese Begriffe im Zusammenhang mit Kurt Becks sehr witzig klingen, aber wenn schon das Rohmaterial beschissen ist: Garbage in - Garbage out.

00:30  
Blogger Zettel said...

Liebe Lyllith,

wie immer ist es ein Vergnügen, deinen intelligent-witzigen Kommentar zu lesen!

Nur eine Anmerkung: Wenn man sich die Reihe der SPD-Vorsitzenden ansieht, von Willy Brandt und Helmut Schmidt über Jochen Vogel zu Oskar Lafontaine, Gerhard Schröder, Franz Müntefering und jetzt Kurt Beck - dann könnte man schon auf den Gedanken einer Regressions - Analyse kommen.

Herzlich, Zettel

00:43  
Anonymous Anonymous said...

Hallo Herr Eisenhardt

Wie und über welche Wege sie ihr Geld verdienen weiß ich nicht und ist mir ehrlich gesagt auch egal.
Mein voriger Kommentar war nur ein Vorschlag und nicht meine Meinung.
Wenn man davon ausgeht, dass es in jedem Staat zwei Klassen von Bürgern gibt die Steuerzahler und die Begünstigten, und man nur den Steuerzahlern das Wahlrecht gibt (Wer zahlt, schafft an), muss man faierweise sagen das Berufe wie Lehrer, Polizist, Wissenschaftler in staatlichen Forschungseinrichtungen ihr Gehalt aus der Staatskasse bekommen, und somit zur zweiten Gruppe gehören.

ABER, großes aber, der Staat besteht nicht nur aus Umverteilung, sondern auch verdammt vielen Vorschriften, nur einer kleinen Gruppe die Möglichkeit zu geben diese Vorschriften mitzugestalten, ich wage gar nicht zu skizieren wohin das führen könnte...

Daher Steuern weg, Vorschriften weg, dann braucht es auch keine Wahlen mehr.

Gruß, Feynman

09:11  
Blogger Nikolaus said...

Danke für diesen Eintrag - eine erfrischende Abwechslung zu den sonstigen Bestrebungen, die reale Lage menschlicher Vernunft zu beschönigen, damit die Annahmen libertärer Theorien auch *überall* greifen.

Jedenfalls frage ich mich immer noch, warum die Bevorzugung deutscher Musik im Radio - ein Vorschlag, der auch von diesem Beck unterstützt wird - ein so schlimmer Eingriff in das Werk der Unsichtbaren Hand ist, wenn jene Hand anscheinend recht oft nicht darüber nachdenkt, was sie eigentlich will.

PS: Das schreibt kein Sozialist, sondern ein wirtschaftsliberaler Christdemokrat :-)

00:54  
Blogger Zettel said...

Lieber Nikolaus,

ich stimme Ihnen zu.

libertäre Anwandlungen habe ich zwar manchmal, aber doch eher selten ;-)

Als Liberalkonservativer bin ich überzeugt, daß Freiheit nur innerhalb einer Ordnung möglich ist, die die Einhaltung von Regeln durchsetzt, notfalls erzwingt.

Nur darf der Schiedsrichter sich eben nicht als Feldspieler aufspielen.

Was die Dummheit der Antworten auf Umfragen, die Dummheit von denjenigen angeht, die gleichwohl wählen dürfen - es hat sich halt so bewährt.

Am Ende ist Platon mit seiner Idee von der Herrschaft der Besten ein Vorläufer des Totalitarismus gewesen.

Und die simplen Ideen der Aufklärung haben zu der Freiheit, der Rechtststaatlichkeit geführt, die wir heute haben.

Herzlich, Zettel

04:34  

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