10. Dezember 2022

Eine wirkliche Mondrakete - "Beagle an Bord"





(Artemis 1; 8. Dezember 2022)

I.

„Eines dieser Raumschiffe ist die Orion … Begleiten wir die Orion und ihre Besatzung bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unendlichkeit.“

In knapp 21 Stunden, um 18 Uhr 39 Mitteleuropäischer Zeit, wird nach gut 26 Tagen der erste Flug eines Raumschiffs beim erneuten Ausflug zum Erdtrabanten sein Ende finden, wenn Artemis 1 in der Nähe der Insel Guadalupe, rund 250 Kilometer westlich der amerikanischen Pazifikküste niedergeht. Technisch gesehen steht natürlich noch die Bergung der Kapsel an, der Transport zum Schiff, der Rücktransport zur Heimatbasis und die Auswertung der beim Flug gewonnenen Daten. Aber das fällt unter „Nachbereitung.“ Jetzt, wo ich diese Zeilen tippe, befindet sich das Raumschiff, am 24. Tag und 14 Stunden seiner Mission nach dem Start von Cape Canaveral, noch 110.500 Meilen von der Erde entfernt und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 3400 Meilen pro Stunde auf sie zu. In den letzten drei Tagen hat sich diese Geschwindigkeit beständig von gut 900 Meilen pro Stunde erhöht, unter dem Einfluß der Erdgravitation.





Am Dienstag habe ich das „Intro“ der „phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion“ auf „noch ohne Besatzung“ variiert. Technisch gesehen stimmt das, da erst bei der nächsten Mission, derzeit auf die erste Hälfte des Jahres 2024 terminiert, vier Menschen erneut den Erdbegleiter umrunden sollen. Aber in effigie ist diesmal schon der „weltberühmte Astronaut“ an Bord, der als Namensgeber der Mondfähre von Apollo 10 im Juni diese Reise absolvierte – und in den zahllosen Zeitungen der USA, die den Tagesstrip der „Peanuts“ abdruckten, in sieben Folgen vom 8. Bis zum 15. März 1969. (Bemerkenswert daran war, daß Snoopy während seines Mondflugs die Lederkappe und die Fliegerbrille trug, die sein Markenzeichen für solche Phantasietrips gewesen waren, seit er am 25. Oktober 1965 als Fliegeras des Ersten Weltkriegs seinen ersten Luftkampf mit dem „Roten Baron“ ausgefochten hatte.)



("Peanuts", 12. März 1969)

Daß Snoopy eine solche Rolle als Maskottchen der NASA zugekommen war, verdankte sich einer kleinen Public-Relations-Initiative, die im Nachgang des Unglücks von „Apollo 1“, als im Januar 1967 bei einem Test der Raumkapsel auf der Startrampe die reine Sauerstoffatmosphäre im Raumschiff durch einen elektrischen Kurzschluß entzündet wurde und die drei Astronauten Edward White, Virgil Grissom und Roger Chaffee innerhalb einer halben Minute in dem Inferno ums Leben kamen. Um ein sichtbares, symbolisches Zeichen zu setzen, daß bei der NASA die Sicherheit jetzt oberste Priorität habe, bat die Leitung der Luft- und Raumfahrtbehörde den geistigen Vater der „Peanuts“, Charles M. Schulz, um die Erlaubnis, den kleinen Beagle als „Sicherheitsmaskottchen“ für solche Zwecke verwenden zu dürfen. Gleichzeitig stiftete sie den „Silver Snoopy Award“, eine Ehrennadel, mit der seit 1968 Personen ausgezeichnet werden, die sich besondere Verdineste im diesem (recht großzügig gefaßten) Bereich erworben haben. Mehr als 15.000 dieser Anstecknadeln sind in den letzten 54 Jahren vergeben worden.





("Peanuts", 12. und 13. März 1969)

8. Dezember 2022

"FDGO - Ein Ausrutscher der Geschichte." Ein Gastbeitrag von Frank2000



Freiheitlich-demokratische Grundordnung (FDGO): das ist das behauptete Ziel der deutschen politischen und zivilgesellschaftlichen Organe und Institutionen. Ich selbst behaupte gern, ich hätte in der Bonner Republik so etwas wie eine FDGO kennengelernt - und jetzt wird dieses Ziel immer mehr aufgeweicht und durch etwas anderes ersetzt. Durch etwas, was mehr Kollektivismus, Autoritarismus und Bürgererziehung enthält.

Aber fangen wir vorne an.

Wenn man über "Demokratie" redet, dann ist das zunächst einfach. Natürlich ist auch Demokratie kompliziert, aber es ist VERGLEICHSWEISE einfach - verglichen mit anderen Begriffen wie "Freiheit" zum Beispiel. Demokratie: da werden die meisten eine grundsätzliche Vorstellung haben. Wahlen, zum Beispiel. Vielleicht auch Volksabstimmungen. Ohne sich in Details zu verlieren: Deutschland ist demokratischer als China oder Nordkorea. So werden das fast alle in Deutschland sehen und das paßt auch so.

Als Anekdote am Rande sei erwähnt, dass selbst eine Ein-Parteien-Diktatur ohne Wahlen oder Volksabstimmungen für sich reklamiert, eine "Demokratie" zu sein:

NZZ: "China will die bessere Demokratie sein"

China begründet das damit, daß "der Wille und die Wünsche des Volkes durch die Partei vertreten sei."

Da es aber eine neutrale Definition von "Demokratie" gibt, die Jahrtausende zurückreicht, werde ich solche Orwellschen Doppeldenk-Ansätze nicht weiter diskutieren.

7. Dezember 2022

Wurde schon ein Luftgewehr gefunden?

Die absolute Meldung des Tages, in Deutschland geht mal wieder das Gespenst des Rechtsterrorismus um. 3000 Beamte(!) durchsuchten mehr als 100 Objekte und nahmen 25 Personen fest. Die Bundesanwaltschaft hebt die größte Terrorgruppe seit dem Krieg aus und plant die Leute wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung hinter Gitter zu bringen. Presse und Politik übertreffen sich mit Superlativen was  für eine gewaltige Gefahr für die Demokratie hier in letzter Sekunde abgewehrt werden konnte, da die Gruppe plante in Deutschland die Macht an sich zu reissen.

6. Dezember 2022

Eine wirkliche Mondrakete - "Erdaufgang"





I.

„Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen schon Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von übermorgen. Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum. Man siedelt auf fernen Sternen. Der Meeresboden ist als Wohnraum erschlossen. Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Raumschiffe unser Milchstraßensystem. Eines dieser Raumschiffe ist die Orion, winziger Teil eines gigantischen Sicherheitssystems, das die Erde vor Bedrohungen aus dem All schützt.“


So, nicht ohne leicht dräuende Pathetik, begann vor 56 Jahren die Einleitung, als in der einzigen genuinen Science-Fiction-Serie, die das Fernsehen der alten Bundesrepublik je hervorgebracht hat, der Schnelle Raumkreuzer Orion unter dem Kommando von Major Cliff Allister McLane, gespielt von Dietmar Schönherr, am 8. September 1966 zum ersten Mal von der Meeresbasis 104 in die unendlichen Weiten abhob – genau 9 Tage vor dem Erstflug der NGG-1701 Enterprise der Sternenflotte unter Commander James Tiberius Kirk auf dem amerikanischen Fernsehsender NBC. (Übrigens lagen die Einschaltquoten für die beiden Folgen nicht so sehr auseinander, „Angriff aus dem All“ kam in der ARD auf eine Zuschauerquote von 37 Prozent; „The Man Trap“ erzielte ein Nielsen Rating von 25,1.)



Die sieben Folgen der von Rolf Honold konzipierten Serie für die Produktionsfirma Bavaria spielten in einem nicht weiter konkretisierten „Jahr 3000“; in ihrer damaligen ersten Inkarnation fand „Star Trek“ in einem ebenso konturlos-ausgesparten „23. Jahrhundert“ statt; die genaue Konkretisierung der „Sternzeit“, mit der auch die Logbucheinträge, mit denen jede Folge in diesem Kosmos seitdem anhebt, erfolgte erst während der ersten Staffel des Nachfolgers „The Next Generation“ im Jahr 1987. Keiner der damaligen Macher konnte damals ahnen, daß in diesen Wochen, 56 Jahre später, tatsächlich ein Raumschiff mit dem Namen „Orion“ zu seinem ersten Flug „am Rande der Unendlichkeit“ aufbrechen würde, um eine neue Epoche beim Aufbruch der Menschheit in unsere unmittelbare kosmische Umgebung einzuleiten. Eine kleine weitere Parallele sei vermerkt: während die „Enterprise“ laut dem Intro der deutschen Synchronfassung mit „400 Mann Besatzung“ unterwegs war, „um ferne Galaxien zu erforschen“, verzichtete der Original-Auftakt darauf; dort hieß es „its five-year mission: to seek out new worlds and new civilizations.“ Während der Raumkreuzer der Schnellen Kampfverbände eine Stammbesatzung von 5 Personen aufwies (Sicherheitsoffizier Tamara Jagellovsk, gespielt von Eva Pflug, wurde dem eigenmächtigen Kapitän bekanntlich nach seiner Strafversetzung als Schießhund zur Seite gestellt), ist die – tatsächliche -„Orion“ für vier Raumfahrer ausgelegt. Bei dieser 26 Tage dauernden Erprobung der Kapsel und ihrer Systeme sind wie bei den beiden Missionen von Apollo 4 und Apollo 6 nur ein mit zahlreichen Meßinstrumenten versehene Raumanzug und zwei künstliche Torsi in Form weiblicher Oberkörper, Moonikins genannt, in den gepolsterten Schalensitzen an Bord – und als Maskottchen und Anzeiger für die Schwerelosigkeit die Stofffigur eines nicht ganz unbekannten Beagles, der sich sonst lieber auf dem Dach seiner Hundehütte fliegend als „das berühmte Fliegeras des Ersten Weltkriegs“ „dogfights“ mit dem Roten Baron liefert. So wie der Name des neuen Mondprogramms, Artemis, ein Echo auf „Apollo“ darstellt, wo auch hier: zum einen wäre sein Schöpfer Charles M. Schulz, am 10. Tag der Mission, dem 26. November, 100 Jahre alt geworden; zum anderen ist es nicht Snoopys erster Ausflug zum Erdtrabanten: die Mondlandefähre beim Flug von Apollo 10 im Mai 1969, deren Probeabstieg bis auf 14 km an die Oberfläche heranführte, trug seinen Namen als Funkrufkennung; während die Raumkapsel „Charly Brown“ getauft wurde.

Begleiten wir die Orion – noch ohne Besatzung - bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unendlichkeit.

4. Dezember 2022

Der Ethikrat will sich davon stehlen


"Ich war es nicht. Es war Mabuse. Er benutzte mein Gehirn. Ich war es nicht."
                                    -- Dr. Pohland, Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse

Julius Streicher, Herausgeber und Besitzer des "Stürmers" wurde am 1. Oktober 1946 wegen "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zum Tode verurteilt und am 16. Oktober des selben Jahres in Nürnberg hingerichtet. Angeklagt war er ursprünglich auch wegen Beteiligung am Völkermord, konnte jedoch nur nach der allgemeinen Anklage "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" veurteilt werden. In der Urteilsbegründung wurde er als "Judenhetzer Nummer eins (Jew-Baiter Number One)" bezeichnet und das Gericht machte deutlich, dass er aufgrund seiner jahrelangen Hetze verurteilt wurde. Seine Verteidigung bestand im Wesentlichen daraus, dass er nicht an die Judenvernichtung geglaubt habe und damit in seinem Blatt etwas anderes gemeint habe .

24. November 2022

Die Mannschaft und der Gratismut

Die "Mannschaft" (pardon, dieser Name ist auch nicht mehr aktuell, aber immer noch passend) konnte an ihren enormen Erfolg bei der Weltmeisterschaft 2018 nahtlos anknüpfen und hat es geschafft ihr Eröffnungsspiel gegen die große Fußballnation Japan mit 1:2 zu verlieren. Das ist immerhin schon eine Verbesserung gegenüber 2018, als man sich gegen die nicht weniger bekannte Fußballgröße Südkorea mit 2:0 geschlagen geben musste.

22. November 2022

Eine wirkliche Mondrakete - "...und endlich noch Erduntergang"





(Orion - Erde - Mond; 21.11.2022; MEZ 11:55)

„Start now on that farthest Western way which does not pause at the Mississippi or the Pacific, not conduct toward a wornout China or Japan, but leads on direct, a tangent to this sphere, summer and winter, day and night, sun down, moon down, and at last earth down too.”
(Henry David Thoreau, “Walden, or Life in the Woods,” 1854, “Conclusion”)



Offensichtlich hilft es, auf Holz zu klopfen – wie ich es an dieser Stelle vor fünf Tagen stellvertretend Dooley Wilson in seinem ersten Auftritt als Pianist San in „Casablanca“ vor 80 Jahren machen ließ. (Wilson, der von Profession Schlagzeuger war, spielt im Film nicht Klavier, sondern tut nur so.) Um 07 Uhr 47 Mitteleuropäischer Zeit, 43 Minuten nach der Öffnung des Startfensters, hat vor 5 Tagen das zweite Mondfahrtzeitalter tatsächlich begonnen, als die vier Haupttriebwerke des Space Launch System zusammen mit den beiden seitlich montierten Feststoffraketen die Raumkapsel Orion der Mission Artemis 1 erst in die niedrige Erdumlaufbahn und 75 Minuten später auf den Weg zum Erdtrabanten beförderten.

Heute Mittag, fast auf die Sekunde genau 126 Stunden nach Missionsbeginn, hat das Haupttriebwerk der Raumkapsel während der nächsten Annäherung an den Mond, in einer Entfernung von gut 80 Meilen (also gut 130 Kilometern) für zweieinhalb Minuten gezündet und das Raumschiff damit auf jenen Kurs gebracht, in dem es während der nächsten zwei Wochen den „Near Rectilinear Halo Orbit“ beschreiben wird, den auch die weiteren Missionen des Artemis-Programms in den nächsten Jahren durchlaufen werden – sowie die Raumstation Gateway, die in 5 oder 6 Jahren als Ausgangsbasis für die Abstiege der Astronauten zur Mondoberfläche dienen soll. Am Freitag, dem 25. November, wird mit einer weiteren Zündung die letzte Bahnkorrektur durchgeführt. Ebenfalls am Freitag, um 22 Uhr 53 Mitteleuropäischer Zeit, wird die Kapsel die größte Entfernung von der uns abgewandten Mondseite erreichen, mit 92.130 Kilometern – die weiteteste Entfernung, die je zwischen einem für eine menschliche Besatzung ausgelegten Raumfahrzeug und seinem Mutterplaneten gelegen hat. (Obwohl es sich bei Artemis 1 „nur“ um einen Testflug handelt, bei dem das Funktionieren der Systeme, des Flugablaufs und der Datenübertragungen geprobt wird, sollte nicht vergessen werden, daß es sich vom Ablauf her um einen „richtigen“ Raumflug handelt, der genauso verlaufen würden, wenn statt der drei „Mannequins,“ der mit Sensoren versehenen Raumanzüge, tatsächliche Astronauten an Bord wären. Vor der Zündung des Haupttriebwerks beschrieb die Umlaufbahn, in die die Schwerkraft des Mondes die Kapsel bei diesem „Swingby“-Manöver gezwungen hatte, eine Ellipse mit den Halbachsen von 143 km mal 16.075 Kilometern, deren Ebene um 74 Grad gegen den Mondäquator gekippt war; nach Brennschluß die ist „große Halbachse“ auf 134.175 Kilometer angewachsen; die Umlaufzeit beträgt jetzt 18,4 Tage.

16. November 2022

Eine wirkliche Mondrakete: "Knock on Wood!"





(Artemis 1 am Morgen des 15. November 2022; Photo: John Kraus)

Wenn alles gutgeht … wenn alles nach Plan abläuft … wenn die launischen Bewohner des Olymp ein Einsehen haben … - dann wird in wenigen Stunden tatsächlich, nach all den endlosen Verschiebungen und Zwischenfall, die Mondmission Artemis 1 von der Startrampe 39B in Cape Canaveral abheben – um wie vor mehr als einem halben Jahrhundert ihre Vorläufermission Apollo 4 und Apollo 6 einen Probelauf für die nachfolgenden bemannten Flüge zu absolvieren.

Das Startfenster öffnet sich, je nach der Zeitzone des Betrachters, um kurz nach dem Ende der Geisterstunde in dieser Nacht, um 1 Uhr und 4 Minuten nach Eastern Standard Time (EST) in Florida; oder pünktlich zum Morgenkaffee um 7:04 Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) und bleibt für zwei Stunden geöffnet. Während dieser Zeit muß das SLS, das Space Launch System, die stärkste jemals gefertigte Rakete, die Orion-Kapsel an ihrer Spitze in die niedrige Erdumlaufbahn befördern, um sie gut zwei Stunden nach Beginn des Fluges durch eine weitere Zündung auf den Weg zum Erdtrabanten zu bringen. Die Knallgasreaktionen zwischen gut 530.000 Gallonen flüssigem Wasserstoff und 196.000 flüssigem Sauerstoff sorgen zusammen mit den beiden seitlich montierten Feststoff-Boostern für einen Gesamtschub von 8.8 Millionen Pfund (oder 14,6 Meganewton, MN) – 15 Prozent mehr als bei der Saturn V. - Zum Vergleich: die Startstufe der Falcon Heavy, die vor drei Tagen, ebenfalls von Cape Canaveral aus (allerdings auf der benachbarten Startrampe 40) zwei Kommunikationsatelliten mit einem Gewicht von fast 7 Tonnen in die geostationäre Umlaufbahn gebracht hat, entwickelt mit ihren beiden Feststoffraketen einen Gesamtschub von gut 5,5 Millionen Pfund; und die chinesische Schwerlastrakete vom Typ Langer Marsch 5B, die vor zwei Wochen, am 31. Oktober, das dritte und letzte Modul zur chinesischen Raumstation Tiangong gestartet hat, entwickelt auf Meereshöhe einen Schub von 2,4 Meganewton.

Jetzt, da ich diese Zeilen tippe, läuft die Uhr, die den Countdown bis zum Abheben anzeigt, wieder; drei Stunden lang war sie bei der Zeitmarke 6 Stunden und 40 Minuten planmäßig angehalten worden; eine weitere Pause von einer halben Stunde steht noch an.. Die NASA hat mit dem Vorgang des Betankens der Startstufe mit flüssigem Wasser- und Sauerstoff diesmal dreieinhalb Stunden vor den Fahrplänen der bisherigen Probebetankungen im April und Juni begonnen, um die Probleme mit austretendem Wasserstoff an den Zuleitungen zu minimieren; außerdem darf der Wasserstoffgehalt der Luft in der Nähe der Verbindungsstutzen, die unmittelbar vor dem Abheben die Zuleitungen von der Rakete trennen, kurzfristig den bislang geltenden Richtwert von 4 Prozent überschreiten.



14. November 2022

Ich hab nix zu verzeihen. Eine Nabelschau.

Von unserem vorletzten Gesundheitsminister, Jens Spahn, wird am Ende vermutlich wenig bleiben außer diversen Korruptionsvorwürfen und einem mehr oder minder prophetischen Zitat:
"Wir werden einander viel verzeihen müssen."
Das Spahn dieses Zitat, das er inzwischen auch als Buchtitel mit der selben Intention verwendet, im Wesentlichen gemeint hat um sich selber reinzuwaschen: Geschenkt. Aber es lohnt sich durchaus mal über die Idee selber zu reflektieren, zumal sie tatsächlich inzwischen das eine oder andere Feuilleton zu streifen scheint. Und dies wird eine persönliche Nabelschau, insofern braucht niemand weiter zu lesen, der nur große politische Analysen lesen möchte.

8. November 2022

Besser desinformiert mit der Welt: Hannes Stein für die Demokraten

Wer eine gute Zusammenfassung dafür sehen will, warum immer weniger Menschen im "Westen", gerade auch in den USA, den Medien trauen, der darf sich gerne mal diesen Artikel des Autors Hannes Stein ansehen, den die Welt heute veröffentlicht.

6. November 2022

Die Glaskugeln raus: Die amerikanische Wahl

Nun ist sie fast da: Die lange erwartete Zwischenwahl in den USA, die sogeschimpften "Midterm Elections". Die Amerikaner wählen dabei ihr komplettes Repräsentantenhaus neu, bestehend aus 435 Sitzen (kuriose Randnotiz: Die Amerikaner kommen mit 435 Abgeordneten für 332 Millionen Bürger aus, während der deutsche Bundestag sich bei jeder Wahl mehr aufbläht und inzwischen aus derzeit 736 Abgeordneten besteht für 82 Millionen Bürger) und ebenso ein Drittel des Senats mit 35 von 100 Sitzen.

25. Oktober 2022

Anmerkungen zur Energiewende: Nordstream löst nicht das Problem

Ich habe in meinem Freundeskreis zwei Leute, die man bei Licht betrachtet als Verschwörungstheoretiker bezeichnen könnte, oder zumindest zwei, die das mehr oder minder offen aussprechen. Da kommt so manche eher komische Erkenntnis zur Welt, die man vermutlich besser nicht allzu laut ausspricht, aber eine kommt gerne mal, die wohl von gar nicht so wenigen "Nichtverschwörungstheoretikern" geteilt wird.

Die Aussage in ihren vollen Plattheit könnte man knackig so zusammen fassen: "Nordstream könnte morgen liefern." Die dahinter liegende Idee, bzw. das Gedankenkonstrukt, basiert darauf, dass die Amerikaner ("die Bösen") aus geopolitischen Gründen den armen Deutschen verbieten russisches Gas zu kaufen und wenn die dabei erfrieren lacht sich der böse Ami zuhause ins Fäustchen. Und dabei könnte es den Deutschen so gut und fluffig gehen, wenn sie nur wieder das gute russische Gas kaufen.

17. Oktober 2022

Llarians Welt: Die Ringe der Macht und Harry Potter

"Ein Buch sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Kino zu treiben und ewig zu binden."
Nein, die Überschrift ist kein Click-Bait, der Herr der Ringe hat durchaus einiges mit Harry Potter gemeinsam. Und eine der vorherrschenden Gemeinsamkeiten ist die feste Fangemeinde. Sowohl beim Herrn der Ringe als auch bei Harry Potter existiert eine riesige Fangemeinde, die die Bücher in sich aufgesogen, etliche Male gelesen und noch das kleinste Details in sich aufgenommen haben. Solche Leute kann man nachts um drei nach Dianthuskraut fragen und sie können einem einen Vortrag darüber halten wo es vorkommt und wie man es verwenden kann.

13. Oktober 2022

Randnotiz: Paypal macht den Blockwart

Als ich es noch zufällig in einem Video von Candace Owens gesehen habe, habe ich es erst noch für einen Scherz gehalten, eine Übertreibung eventuell, aber nicht für ein reales Geschehen. Frau Owens berichtet, dass der populäre Zahlungsdienstleister Paypal (immerhin über 400 Millionen registrierte Kunden) letzten Freitag ein vergleichsweises Novum in der Geschichte von BigTech in seine AGBs schrieb. Paypal stellte sich einen Freibrief dafür aus, ab dem 3. November jedem Kunden, von dem sie der Meinung sind, er verbreite "Missinformation", 2500 Dollar abnehmen zu dürfen.

10. Oktober 2022

Nicht jeder bekommt, was er verdient. Aber mancher schon. Eine Mini-Analyse.

Niedersachsen hat gewählt und auch wenn die Spin-Doktoren schon seit 18 Uhr versuchen ihre jeweilige Partei zum eigentlichen Sieger zu erklären, so gibt es genau drei tatsächliche Wahlsieger: Die Grünen, die AfD und die Nichtwähler. Alle drei haben knapp 200.000 Stimmen zugelegt.

Wo es Sieger gibt, gibts meistens auch Verlierer. In diesem Fall auch drei. Der größte Verlierer ist die CDU mit knapp 270.000 Miesen, gefolgt von der SPD mit knapp 200.000 Verlust und am Ende die FDP mit knapp 120.000 verlorenen Stimmen. Wobei die SPD zwar dick verliert, aber weiter regieren darf (soweit kein Beinbruch, außer das ein paar wenige Leute jetzt vom Mandat in die parteinahen Stiftungen wechseln müssen, um weiter vom Steuerzahler alimentiert zu werden) und die FDP sich aus dem Landtag verabschiedet.

Denkanstoss: Wäre es nicht schön jetzt 19 Kernkraftwerke zu haben?

Im schönen Jahr 2000, zwei Jahre nach der rot-grünen Machtübernahme in Berlin, im entsprechend dritten Jahr der seither bestehenden grünen Dauerregierung, produzierten 19 deutsche Kernkraftwerke letztmalig eine Gesamtnettoleistung von 22,35 Gigawatt pro Stunde. 

Kalte Winter gab es nicht, heizen konnte bis dahin jeder. Bäcker gingen nicht an Energieprisen pleite, der Strompreis für Privathaushalte lag bei knapp 14 Cent, der Industriestrompreis etwa auf der Hälfte. Schwimmbäder konnten den ganzen Winter geheizt werden, Beleuchtungen, obschon noch keine LED-Technik günstig zu haben war, konnten die ganze Nacht brennen, Laternen mussten nicht abgeschaltet werden. Man konnte sich problemlos jeden Tag heiß duschen, Waschlappen benutze man dann in der Dusche, statt stattdessen und Deutschland bezahlte nicht einmal ein Viertel für Erdgasimporte, von dem, was es heute bezahlen muss (was nebenbei im letzten Jahr 39 Milliarden Euro waren). 

Und wenn man überhaupt von Wärmehallen sprach, dann um Obdachlosen vor dem Winter zu schützen und nicht den normalen Bürger. 

Wäre es nicht schön, wenn man jetzt 19 schöne Kernkraftwerke hätte und sich keine Sorgen machen müsste, dass wir im Winter tagelange Blackouts erleben, dass wir in schlecht geheizten Wohnungen frieren werden und in die größte Rezession seit 1926 marschieren? Wäre das nicht schön? 
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Llarian

© Llarian. Für Kommentare bitte hier klicken.

4. Oktober 2022

Das Erbe Merkel: Die Inflation und die Verarmung

Inflation ist nichts neues: Schon die Römer hatten den Effekt, dass das Geld in jedem neuen Jahr weniger Wert war, als im vorherigen. Und durch die Geschichte war Inflation die Regel und nicht die Ausnahme. Auch wenn Ökonomen (vor allem linke) inzwischen über die Ursachen von Inflation zu streiten suchen (warum nur?), so war es historisch immer die Ausweitung der Geldmenge, die zwangsnotwendig zur Entwertung des Geldes führte und da Geldmengen eigentlich immer staatlicherseits erweitert wurden, war die Inflation nie weit weg.

Serienankündigung: Das Erbe Merkel

Dieser Tage hat Deutschland einen immer größer werdenden Ball von Problemen: Rekordinflation, Energiemangel, wirtschaftliches Sterben, steigende Kriminalität, erodierter Rechtsstaat, Bildungsmisere, unkontrollierte Zuwanderung, gesellschaftliche Spaltung. Um nur ein paar zu nennen.

Und auch wenn der Titel das suggeriert, so sind das nicht alles Probleme, die Angela Merkel geschaffen hat. Betonung liegt auf: Nicht alle. Sie hat die meisten geschaffen und die anderen zumindest deutlich verstärkt. Es gehört zur Ehrlichkeit zu Anfang dieser Serie bereits deutlich zu sagen, dass dieser Autor Angela Merkel und ihre Regierung(en) für den größten Unglücksfall dieses Landes seit dem zweiten Weltkrieg hält.  Mit großem Abstand. Ihm ist nicht ein westlicher Regierungschef eines Rechtsstaates der letzten 100 Jahre bekannt, der so viel Schaden angerichtet hätte, wie Angela Merkel.

26. September 2022

DART





(DART-Sonde)



(DART, Flugbahn)

Die Stimmung im Kontrollzentrum war angespannt. Wenn es in der nächsten Stunde Entscheidendes auf dem Spiel steht, breitet sich Stille und Konzentration aus. In weniger als einer Stunde würde die Raumsonde DART den Asteroiden Didymos erreichen, und ihre ganz Mühe und Arbeit würde in einem Lichtblitz enden.

Priya Joshi und ihr Spießgeselle – und Lebenspartner – Mark Anderson teilten sich einen Bildschirm in einer der hinteren Reihen. Sie gehörten nicht zum Einsatzteam, aber als Astronauten, die eingehend Training für Weltraumspaziergänge und die Navigation von Raumfahrzeugen mitbrachten, waren sie vor Ort, um dies direkt zu verfolgen und bei Bedarf Ratschläge zu geben. Außerdem gehörte Priya zum Asteroiden-Erkundungsteam der NASA, das möglicherweise eines Tages tatsächlich zu einem der fliegenden Felsbrocken des Sonnensystems aufbrechen könnte – und hier gab es die Chance, einen davon aus der Nähe zu sehen. Aus allernächster Nähe.

Es kam nicht oft vor, daß die NASA einem Asteroiden mit einer Raumsonde, die eine halbe Tonne wog, einen Tritt versetzte. DART verfolgte das Ziel, herauszufinden, welche Auswirkung ein solcher Einschlag auf die Umlaufbahn des Asteroiden haben würde – aber es war auch ein Testlauf für spätere, wesentlich anspruchsvollere Missionen. Von denen einige sogar bemannt sein könnten, je nachdem, was die heutige Nacht an Entdeckungen bereithielt. Didymos war ein Erdbahnkreuzer mit einer Umlaufzeit von zwei Jahren, relativ einfach zu erreichen, von dem die Rückkehr nach einem längerem Aufenthalt ebenso einfach wäre. Sollte sich die NASA je dazu entschließen, eine bemannte Mission dorthin zu schicken, dann hatte Priya vor, mit an Bord zu sein.

Die Missionsuhr sprang auf 6:30. 45 Minuten bis zum Einschlag. Didymos war ein heller Lichtpunkt in der Mitte des Bildschirms, noch zu weit entfernt, um eine Scheibe zu zeigen. Aber die Sonde näherte sich mit vier Meilen pro Sekunde, und während sie hinsahen, trennte sich ein schwächer leuchtender Punkt von dem hellen: Dimorphos, der winzige Mond von Didymos. Das war das eigentliche Ziel. DART würde ihn zentral treffen, während er seine Bahn durchlief, und seine Geschwindigkeit um einen winzigen Bruchteil abbremsen – genug, daß nach ein paar Umläufen der Unterschied von Teleskopen auf der Erde registriert werden konnte. Und diese winzige Veränderung würde die Umlaufbahn des Mutterkörper um einen noch geringeren Bruchteil ändern. Es würde keinen wirksamen, nur einen meßbaren Unterschied machen – aber hier ging es um die Demonstration eines Prinzips: daß wir die Umlaufbahn eines Asteroiden ändern können, wenn es jemals notwendig werden sollte.

22. September 2022

Virus oder nicht Virus. Eine Coronei und ein Gedankensplitter.

Vor einigen Wochen las ich in der Achse des Guten einen Link auf einen Artikel, der sich damit auseinandersetzt, warum die radikale Linke nicht in der Lage ist, sich mit dem Corona-Staat auseinander zu setzen, ein recht spannender Artikel, der durchaus seine Viertelstunde Lesezeit wert ist, wenn es einem nicht zuviel ist sich in die Gedankenmuster der etwas linkeren Republik hinein zu versetzen.

Wer möchte kann ihn selbstredend alleine lesen, doch an dieser Stelle hat es mir ein spezieller Gedanke angetan, der sich im dritten Absatz verbirgt und sich in Claude Bernards Satz zusammenfassen lässt: Die Mikrobe ist nichts, dass Terrain ist alles. Ob Bernard zu seiner Zeit es so gemeint hat sei dahingestellt, aber man kann den Satz durchaus auch so verstehen: Das Virus ist nichts, der Wirtskörper ist alles. 

20. September 2022

Anmerkungen zur Energiewende (4): Der kleine Wurf

Nachdem wir die Energiewende an sich, die Stromerzeugung und die Speicherung angesprochen haben, ist es nun Zeit dafür die ersten Rechnungen vorzulegen. Das will ich mit diesem Beitrag tun. Diese Rechnung ist extrem vereinfacht, sie geht von konstantem Stromverbrauch aus (was nicht ganz richtig ist, aber eine zulässige und durchaus auch begründbare Annahme), sie geht von unendlichen Ressourcen aus (vor allem Land- und Gasspeicher), sie geht von irren finanziellen Möglichkeiten aus und vor allem davon, dass sich Wind- und Solarkraftwerke linear skalieren lassen. Letzteres ist die schwächste Annahme, da man nicht einfach fünfmal so viele Windräder bauen kann und dann fünfmal soviel Strom hat. Standorte sind bei Windkraft von essentieller Bedeutung. Da wir aber eine untere Abschätzung machen, nehmen wir diese Annahme hier mithin auf.

18. September 2022

G. K. Chesterton, "Über öffentliche Aufbahrung" (1936)





Vor dem Begräbnis des guten und frommen Dieners, der die Krone des Bekenners und der Eroberers geerbt hatte, lag sein Körper, wie es in der offiziellen Formulierung heißt, „im Staat,“ an jener historischen Stätte, die der Sohn des Eroberers erbauen ließ, und in dem einst der Prozeß um das Leben eines englischen Königs geführt wurde. Die Tatsache, daß der erste Monarch ermordet und der zweite hingerichtet wurde, während der dritte im Tod so geehrt wurde wie im Leben, sollte denen, die in der Geschichte nichts erblicken wollen als den Widerstreit zwischen Mächten und Ständen, zu denken geben. Aber schon diese offizielle Formulierung („lying in state“) soll uns hier interessieren, und zwar deshalb, weil solche Vereinfacher dies gerne „nur ein Zeremoniell“ nennen. In neuerer Zeit, besonders am Ende des 18. Jahrhunderts, als das höfische Ritual und die Etikette ihren Höhepunkt erreichten – wie stets vor ihrem folgenden Zusammenbruch – kam es zu einer weitverbreiteten Ablehnung solcher Zeremonien; und zwar nicht nur unter den Anhängern der Aufklärung, sondern auch unter vernünftigen Leuten. Infolge dieser Ablehnung geriet die wahre Bedeutung solcher Rituale weitgehend in Vergessenheit. Der öffentliche Ärger wandte sich gegen ebendie Festlichkeiten, die einst eingeführt worden waren, weil sie beim Volk beliebt waren.

Streiflicht: Die Tagesschau hats doch erzählt

" Lass die Leute reden und lächle einfach mild. Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild. Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht: Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht."
                                            -- Die Ärzte: Lass die Leute reden (Liedtext)

Es ist eine kleine Randnotiz, die sich auf der Achse des Guten vor einigen Tagen finden lies. Unter Berufung auf die dts-Nachrichtenagentur berichtet die Achse vom ZDF-Politbarometer, dass per Umfrage heraus gefunden hat, dass 54 Prozent der Deutschen für eine Laufzeitverlängerung der AKWs ist. Das ist soweit die Hauptnachricht. Interessant ist der Nebensatz: 32 Prozent der Deutschen sind dafür, die AKWs bis zum April "in Reserve" zu halten, wie sich Robert Habeck das vorstellt. 

7. September 2022

Randnotiz: Die .... E-Räder

Der natürliche Feind des Radfahrers ist normalerweise der Autofahrer (und umgekehrt). Wer viel als Radfahrer unterwegs ist, kennt das zur Genüge: Die anderthalb Meter Überholabstand kann man bei einigen Autofahrern mit einem größeren Geodreieck nachmessen, Vorfahrt eventuell beim Linksabbiegen ist erst ab 200 Kilogramm Gegnergewicht von Relevanz und die Tür kann man jederzeit zur Seite aufstoßen, der Radfahrer wird schon sehen, was er davon hat. Das ist leider oftmals Alltag. (Da ich auch Autofahrer bin, kenne ich die Sprüche in die andere Richtung genauso, und sie sind auch genauso wahr.)

2. September 2022

Die grüne OPEC, Merit Order Effect und die dreisteste Klientelpolitik seit Ballisto Keksriegel

Ich gebe zu, ich bin mir dessen auch nur am Rande bewusst gewesen, aber nachdem Strompreisankündigungen von teilweise mehreren Faktoren die Runde machen, macht es doch Sinn sich mal Gedanken zu machen, warum dem denn so ist. Eine gute Zusammenfassung findet sich in diesem Video Video von Julian Reichelt (dessen Youtube Kanal definitiv ein Abo lohnt), doch das Thema erscheint so wichtig, dass ich es hier nicht nur bei einem Link belassen will.