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Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt
25. März 2016
Christentum und Nihilismus – Ein kurzer Gedanke zum Karfreitag
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24. März 2016
Aus der Schwalbenperspektive: 4-3-3
Der Himmel hat einen neuen Spielmacher.
Toni Kroos auf Twitter
Die Sporthistorie neigt dazu, bei den jeweils Besten einer Disziplin immer drei Personen zu nennen - entsprechend der olympischen Medaillen. Und wenn man nach den drei besten Fußballern fragt, werden in den meisten Fällen die Namen Pélé, Beckenbauer, Maradona genannt. Aber der aus meiner Sicht prägendste Fußballer aller Zeiten war ein anderer. Ein schmächtiger, kettenrauchender, arroganter und stets angriffslustiger junger Mann, der aus einfachen Verhältnissen im Amsterdamer Stadtviertel mit dem poetischen Namen Betondorp stammt, fußläufig von der damaligen Heimspielstätte des Hauptstadtvereins Ajax.
Der Terror von Brüssel und was wir von Israel lernen könnten
Heute Augstein – Meinung ohne Zweifel und im Zweifel meine Meinung
Mattscheibe Offline - Im Zweifel Nachdenken
Ach ja, die AfD und die Flüchtlingskrise. Gibt es noch Menschen wie mich, die auch gerne wieder einmal etwas anderes lesen möchten? Da macht Herr Augstein aber nicht mit. Gerade jetzt, wo nach dem dreisten Griff der AfD Richtung Macht die Lage langsam kritisch wird, bleibt dem guten Jakob nichts weiter übrig, als auch diese Woche wieder den Kampf gegen dumpfen Populismus fortzusetzen.
22. März 2016
Tod eines Berufspolitikers
Berufspolitiker gelten vielen Leuten als Inbegriff dessen, was im Lande schlecht läuft. Ihnen wird unterstellt generell prinzipienlos zu sein, ohne Fachkenntnis, ohne Kontakt zum echten Leben und jederzeit bereit, politische Ideale für einen taktischen Vorteil zu verraten.
Das idealisierte Gegenbild ist der edle Amateur. Jemand mit einem soliden Beruf im Rücken, finanziell unabhängig und für eine begrenzte Zeit ein Mandat übernehmend, ohne von Parteiführung oder Regierung irgendwie abhängig zu sein.
In dieser Woche trauern wir um Guido Westerwelle. Er war einer der ganz Großen der deutschen Politik, viel zu früh gestorben an einer tückischen Krebserkrankung.
Bei den Nachrufen übergehen wir lieber, was diverse Fernseh-Sender produziert haben. Ich empfehle diesen Nachruf von Achim Hecht und diesen Text von Gregor Gysi. Der Erste ist einer meiner engsten politischen Freunde, der Letzere absolut das Gegenteil. Beide treffen relativ gut, was Guido als Mensch und in seiner politischen Funktion charakterisiert hat. Die Begeisterung über seine Arbeit zeigt, wie außergewöhnlich er als Politiker war. Und noch mehr zeigt das die Enttäuschung nach der Zäsur von 2013.
Ich durfte ihn auch bei verschiedenen Anlässen erleben. Als Vorsitzender der Jungen Liberalen bei Diskussionen am Rande von Bundesparteitagen. Bei seiner entscheidenden Mithilfe in den Verhandlungen zur Gründung des Bundesverbands Liberaler Hochschulgruppen. Und bei Wahlkampfauftritten als FDP-Vorsitzender, in denen er begeisternd liberale Ideen vertreten hat.
Guido Westerwelle war ein Berufspolitiker.
Kolumnenkarussell: Georg Diez und die Küchenpsychologie
19. März 2016
"Neue Hymnen braucht das Land"
16. März 2016
Hinweis auf ein Interview
11. März 2016
Faust, Mephisto, Beelzebub
Der raubt sich Herden, der ein Weib / Kelch, Kreuz und Leuchter vom Altare / Berühmt sich dessen manche Jahre / Mit heiler Haut, mit unverletztem Leib. (...)
So will sich alle Welt zerstückeln / Vernichtigen, was sich gebührt / Wie soll sich da der Sinn entwickeln / Der einzig uns zum Rechten führt? / Zuletzt ein wohlgesinnter Mann / Neigt sich dem Schmeichler, dem Bestecher / Ein Richter, der nicht strafen kann, Gesellt sich endlich zum Verbrecher.
Goethe, Faust II
Das ist jetzt nichts Außergewöhnliches, es ist eher schwierig, eine Wahl zu finden, die nicht zu einer solchen hochgejazzt wird. Ein alter Sponti-Spruch lautete: "Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie längst verboten". Diese Auffassung gibt es nicht mehr (oder allenfalls noch bei den ganz harten Verschwörungstheoretikern von links und rechts, die überall eine Manipulation von Kapital, NWO oder wem auch immer vermuten). Der Glaube an die Allmacht der Politik kombiniert mit der Kurzatmigkeit der Medien macht jede Wahl zur Schicksalswahl - selbst eine nachgeholte Kommunalwahl in Telgte.
Ich will auch gar nicht bestreiten, dass diese Wahlen eine gewisse Signalwirkung Richtung Berlin haben. Aber was wird passieren? Ich sehe nicht, dass Llarians Hoffnung erfüllt wird, aus seinem hosenanzuggewordenen Alptraum endlich aufwachen zu können.
Schicksalswahl ?
10. März 2016
Peter Altmaiers Chuzpe
7. März 2016
Gedanken zu den Deutschen: Eine neue Serie in Zettels Raum.
4. März 2016
Kurioses kurz kommentiert: L'Allemagne vaut bien une messe
Dann gab es auch zahlreiche Fälle am oberen Ende der sozialen Leiter - der Satz, auf den ich im Titel anspiele, wird dem französischen König Henri IV als "Paris vaut bien une messe - Paris ist eine Messe wert" (wie stets in solchen Fällen zu Unrecht) zugeschrieben, der zuvor als Feldherr auf Seiten der Hugenotten gekämpft hatte. August der Starke war wegen der polnischen Königskrone katholisch geworden, achtete aber in seiner Heimat streng darauf, seinen protestantischen sächsischen Untertanen nicht gerade nach Weihrauch stinkend zu begegnen.
Hierzulande sind Religionswechsel aus anderen als spirituellen Gründen selten geworden. Allerdings berichteten die Tagesthemen und in der Folge Cicero in etwas reißerischer Manier über die Tatsache, dass einige Flüchtlinge - wenn man der Tendenz des Berichts glauben mag - zum Christentum übergetreten sind, um ihre Chancen ihres Asylantrags zu verbessern, da Christen nicht in islamische Länder abgeschoben würden.
3. März 2016
Zitat des Tages: Der tiefe Sinn des Verhinderns
(Veit Medick auf Spiegel Online)
Kommentar:
Wenn Sie Hillary Rodham Clinton fragen würden, worin der tiefere Sinn liegt, dass sie die 45. Präsidentin der Vereinigten Staaten werden will, wäre das wahrscheinlich nicht die Antwort, die sie geben würde. Vordergründig würde sie ihr Wahlprogramm zum Besten geben, dem Land zu dienen usw., und selbst wenn man in der Lage wäre, ihre persönlichen Motive zu ergründen, dann kämen bei der als sehr ehrgeizig bekannten Politikerin höchstwahrscheinlich der Reiz der Macht und des Amtes zum Vorschein. Aber welche intrinsische Motivation soll es bieten, das kleinere Übel zu sein?
Nun mag man einwenden, dass der amerikanische Wahlkampf seit Angedenken darin besteht, den politischen Gegner schlecht zu machen und somit den Wählern zu signalisieren: "Ich bin gekommen, um den da zu verhindern". Aber da steckt auch viel Folklore und nationales Pathos drin, denn im Grunde genommen schert es viele Amerikaner abgesehen von Sympathie oder Antipathie im Alltag recht wenig, wer da im Weißen Haus sitzt. Die Erwartungen sind einfach geringer, dass das Regierungshandeln einen konkreten und spürbaren Einfluss hat.
Im Gegensatz dazu steht Europa, und allen voran Deutschland. Hier ist das Verhindern ein Wert an sich. Nicht umsonst ist der einzige Passus des Amtseides, den die meisten Bürger aus dem Gedächtnis aufsagen können "Schaden von ihm wenden". Oder haben Sie schon mal gehört, dass bei einer der so häufigen Klagen, dieser Kanzler oder jene Kanzlerin habe "den Amtseid gebrochen", der Vorwurf lautete, sie habe "Deutschlands Nutzen nicht gemehrt"?
2. März 2016
Kurze Gedanken zu einer Torte
Kölner Symbolik
1. März 2016
Hauptsache Augenwischerei. Möglichst erbarmungswürdig.
Die Politik hat inzwischen auch begriffen (lang hats gedauert), dass die ganze Flüchtlingsgeschichte eben doch nicht mal so nebenher gemacht werden kann, und doch eine ganze Stange Geld kostet.
27. Februar 2016
Reformations-Jubiläum für gespaltene Christen
Dürer zu Martin Luther 1521
Es gibt von Albrecht Dürer eine Reihe von Federzeichnungen zur Szene, wie Jesus im Ölgarten um sein Ja zum drohenden Tod ringt, während die Jünger schlafen und dann feige fliehen. In vielen Fassungen Dürers zur Passion kniet Jesus, betet oder reißt die Arme hoch, als der Engel Trost bietet. In anderen Fassungen aber liegt der Leib ganz hingestreckt auf dem Felsen, wie gekreuzigt. Diese Interpretation berührt mich am stärksten, weil Jesus so auf dem Erdboden ausgestreckt liegt, als wolle er die Welt, das Leben umarmen. Dieses Gegenstück zum späteren Ausgestrecktsein am Kreuz ist wie aus der neuzeitlichen Empfindung geboren, es entspricht einer modernen Fragestellung: Was wird aus der geliebten Welt? War durch die Entdeckung Amerikas der Blick auf unsere Erdkugel stärker zu einer horizontalen Heilsfrage geworden?
25. Februar 2016
Darf man heute eigentlich noch optimistisch sein? Gedanken zu Zettels drittem Todestag
21. Februar 2016
Hetze, Hass und Dunkeldeutschland.
Es ist tatsächlich ein trauriges Bild, das dieser Tage wieder sichtbar wird. In Bautzen brennt ein geplantes Asylantenheim nieder und es gibt Leute, die sich darüber freuen. Der dortige Ministerpräsident (Tillich) gab daraufhin zu Protokoll: „Das sind keine Menschen, die so was tun. Das sind Verbrecher.“