Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt
29. Januar 2016
28. Januar 1986: Vor 30 Jahren endete der Traum der bemannten Raumfahrt in einem Feuerball
27. Januar 2016
Wenn Geschichte neu geschrieben wird. Ein Gedankensplitter zu einem Skandal der keiner mehr sein darf.
Über das Unwort des Jahres und die zerstörerische Kraft der Begriffshoheit. Ein Gastbeitrag von nachdenken_schmerzt_nicht
Gerd Held läßt in seinem Artikel einen Gedanken anklingen, welcher mich schon seit einiger Zeit beschäftigt, nämlich: wie Widersprüche, Verantwortungslosigkeit und Machtmissbrauch über die Definitionshoheit bezüglich der verwendeten Begriffe unkenntlich gemacht werden. Diesen Gedanken möchte ich mit diesem Beitrag näher ausführen.
21. Januar 2016
Neues von der Lügenpresse
19. Januar 2016
Über Demokratie und Absolutismus - Gastbeitrag von nachdenken_schmerzt_nicht
SPD wie auch Grüne hatten den SWR darauf hingewiesen, dass sie zu einer Fernsehdiskussion im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen keine Teilnehmer entsenden würden, weder die amtierenden Ministerpräsidenten, noch einen Vertreter, wenn die AfD an einer solchen Diskussion teilnehmen würde. Wie man heute der Onlineausgabe der FAZ entnehmen kann, hat der SWR dem Druck der beiden Ministerpräsidenten Malu Dreyer (SPD, Rheinland-Pfalz) und Winfried Kretschmann (Grüne, Baden-Württemberg) nachgegeben und sich entschlossen, die AfD nicht einzuladen. Man kann diesen Sachverhalt nun unter den unterschiedlichsten Gesichtspunkten beleuchten: Wie ist die Entscheidung des SWR zu beurteilen? Wie verhält es sich faktisch mit der oft zitierten Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks? Ist es wahltaktisch klug, sich einer Debatte mit der AFD zu verweigern?
17. Januar 2016
Kurioses, kurz kommentiert: Unworte
16. Januar 2016
Ist Angela Merkel die Totengräberin von Europa?
13. Januar 2016
Zitat des Tages: Der Tod des Feminismus
(Dagmar Dehmer und Andrea Dernbach im Tagesspiegel zu den Ereignissen in Köln)
Kommentar:
Gender-Mainstreaming, Frauenquoten in Führungsgremien, "vaterlose Gesellschaft" - dem oberflächlichen Beobachter erscheint es so, dass der Feminismus in der deutschen Gesellschaft gesiegt hätte. Und doch hat - beinahe unbemerkt - sein letztes Stündlein geschlagen.
11. Januar 2016
Mal wieder ein kleine Quiz: Was sagen Studenten zun den Geschehnissen in der Neujahrsnacht?
Als, wie einige vielleicht schon Wissen, Student in einem MINT-Fach an einer deutschen Universität (nicht in Köln selber), möchte ich ihnen einen kurzen Einblick in meine Subjektive Wahrnehmung der Stimmung und Meinungen der Mehrzahl meiner Mitstudenten geben.
Mir ist vollkommen klar, dass es sich um eine nicht-repräsentative, subjektive, quasi-anekdotische Einschätzung handelt, die auf meinen Erfahrungen und Begegnungen der letzten Tage beruht (wenn auch auf einer Vielzahl von Anekdoten). Das ist kein großes, repräsentatives Sample und trotzdem vielleicht für den ein oder anderen Interessant.
Auch geht es hier nicht um Randgruppen unter den Studenten. Es geht nicht im Burschenschaftler und Verbindungsleute. Ich habe keinen Kontakt zu solchen.
Es geht nicht um die Radikalfeministinnen (evt. mit Kontakt zum Genderreferat der AStA). Ich habe ein Gespräch eben solcher am Nachbartisch in der Mensa mitgehört und es ging in die zu erwartende Richtung. Natürlich sei das ganz schrecklich und unappetitlich - wie die Rassisten aus der Mitte der Gesellschaft nun diesen Vorfall ausnutzen, um gegen Flüchtlinge und Ausländer Stimmung zu machen, anstatt sich an die eigene Nase zu Fassen. Anstatt Araber zu pauschalisieren, sollte lieber über die in unserer Gesellschaft tief verankerte allgemeine Gewalt der Männer gegen Frauen geredet werden. Schließlich würden Deutsche ohne Migrationshintergrund sich am Oktoberfest genauso verhalten, wo es 10 Anzeigen wegen Vergewaltigung gegeben hätte.
Nun, diese Legende wurde in der FAZ im Artikel "Lügenzahl vom Oktoberfest" vom 08.01.2016 widerlegt und dann noch einmal von der Kunstfigur Don Alphonso zerpflückt und in den Kontext gerückt. Denn selbst wenn sie stimmen würde, so wäre das Ausmaß in Relation zur Anzahl männlicher Besucher (1000 in Köln gegen 500.000 pro Tag beim Oktoberfest, wovon ungefähr die Hälfte Männer seien werden) eine ganz andere Größenordnung. Stimmen aber nicht einmal, sondern sind frei erfunden, unkritisch vom öffentlich-rechtlichen Übernommen, als wäre er eine Facebook-Gruppe der PEGIDA, nur unter anderen Vorzeichen - und Gebührenfinanziert, mit hoher Glaubwürdigkeit und Autorität.
Aber ich schweife ab. Denn das ist die selbe Randgruppe, welche auch den Genderstern als großen Fortschritt gegenüber dem Binnen-I feiert und genau deshalb (und nicht nur deshalb) von den meisten Studenten mit verdrehten Augen bedacht wird.
Auch offen in der Hochschulpolitik engagierte, linke und grüne Studenten sind nicht gemeint. Bei einer Wahlbeteiligung von unter 20% und noch weniger Interesse an dem Politiksimulationszirkus stellen auch diese eine Randgruppe da und nicht den Otto-Normal-Studenten. Sehr wohl sind aber auch offen grüne und linke Menschen ohne Hochschulpolitikkontakt gemeint.
Daher nun, Burschenschaftler, linke Studierendenparlaments- und AStA-Mitglieder und Feministinnen also ausgenommen, die Frage:
6. Januar 2016
Kleine Randnotiz: Eine Botschaft brennt und keinen interessiert es
Jagdszenen aus Köln und Hamburg: Staatsversagen auf ganzer Linie
Wenn das Naheliegende zur Überraschung wird
31. Dezember 2015
2016
24. Dezember 2015
... die guten Willens sind
Ehre sei Gott in der Höhe / Und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind.
So lautet der letzte Satz des Weihnachtsevangeliums (Lk 2, 14) in der Vulgata, die zumindest bis zum II. Vaticanum maßgeblich für die liturgischen Texte in der katholischen Kirche war. Ich bin mit diesem Satz aufgewachsen, da in unserer Familie bis heute die Weihnachtsgeschichte - unter dem erleuchteten Christbaum - aus dem alten "Schott"-Messbuch meiner Mutter vorgelesen wird.
Theologen aller Konfessionen werden nun einwenden, dass diese Übersetzung "falsch" ist, und man findet sie in keiner aktuellen Bibelausgabe mehr. Dennoch ist er für meine Vorstellung von Weihnachten zentral, und egal ob ich nun höre "den Menschen seines Wohlgefallens" (Luther) oder "den Menschen seiner Gnade" (Einheitsübersetzung) - ich werde nie anders können, als in meinem Kopf hinzuzufügen: "Die guten Willens sind".
9. Dezember 2015
Große Klappe, reloaded: Von einem Tiger der als Bettvorleger landete
7. Dezember 2015
Aldi-Schulen
In der Schule für das Leben lernen: diesem Ideal streben viele vergeblich nach. Um so lobenswerter sind Schulen, die das hohe Ziel erreichen. Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die der erwachsene Mensch braucht, ist offensichtlich das preisgünstige Einkaufen hochwertiger Produkte. Schulen, die diese Fertigkeit in vorbildlichem Maße vermitteln, werden von der Firma "Aldi" feierlich als "Aldi-Schulen" ausgezeichnet. Davon gibt es in Deutschland inzwischen 177.
4. Dezember 2015
Der Datenkrake (3): Es gibt nichts Gutes, außer der Staat tut es
In Deutschland kommt das gar nicht gut an. Nicht, dass die Deutschen etwas dagegen hätten, dass die Reichen ihr Geld abgeben. Allerdings hat die Sache für den Geschmack des Bundesamts für das Weltgenesungswesen zwei eklatante Schönheitsfehler - es findet zum einen freiwillig und zum anderen ohne Beteiligung des Staates statt. Ganz zu schweigen vom Geburtsfehler: Es dürfte überhaupt nicht passieren, dass jemand 45 Mrd. hat. Und so versprüht der Großteil der Artikel in den Medien Gift und Galle gegen Zuckerberg, und die Kommentarspalten schäumen über vor Hass.
24. November 2015
Adio Europa: "Warten auf die Barbaren"
[Manchmal empfiehlt es sich, innezuhalten und den einen oder anderen Text, vielleicht ein Gedicht, aus dem Bestand der Klassischen Moderne zwischen 1870 und 1940, deren Hervorbringungen zwischen Baudelaire und Gottfried Benn, W. B. Yeats und T. S. Eliot nicht nur die Formsprache der modernen Lyrik, sondern auch ihre Bildwelten geprägt haben, sine ira et studio, ohne Kommentar und Einbettung in den zeitgenössischen Hintergrund, wieder auf sich wirken zu lassen, um zu sehen, in welche andere Beleuchtung ihn die Umstände der Gegenwart tauchen. U.E.]
21. November 2015
„Wie wollen wir leben?“
„Unsere Welt wird noch so fein werden, daß es so lächerlich sein wird, einen Gott zu glauben, wie heutzutage Gespenster“, meinte Georg Christoph Lichtenberg 1774 (Leitzmann-Ausgabe D 326).
20. November 2015
Die Stunde der Bürgerrechtsfeinde
"Those who would give up essential Liberty to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety."
--- Benjamin Franklin, 1755
Sind wir abwehrbereit?
Liest man ihn heute durch (was ich nur empfehlen kann), so fällt vor allem eines auf: Der aus heutiger Sicht geradezu auf militaristische Weise entschlossene Tonfall des ehemaligen Frontsoldaten und Pressesprechers des "Amtes Blank", Conrad Ahlers, sich im Verbund mit der NATO einem eventuellen Überfall auf jede nur denkbare Weise entgegenzustellen - Atomwaffeneinsatz inklusive.
Die Zeiten haben sich geändert - heute steht mehr die unzureichende Kinderbetreuung und das Fehlen attraktiver Arbeitszeitmodelle bei den deutschen Streitkräften im Fokus der Berichterstattung des abgerüsteten Sturmgeschützes der Demokratie, denn, was Ahlers damals offenbar nicht wusste: "Krieg führen kann jeder".
Im Lichte des Terroranschlags von Paris wurde viel über Angst und Entschlossenheit gesprochen. Merkel, Gabriel, Maas und de Maizière nahmen die Debatte zum Anlass, um das zu tun, was laut Harald Schmidt die Deutschen am besten können. Mit großem Getöse kündigten sie an, zu viert zum "Freundschaftsspiel" (aus der Schwalbenperspektive betrachtet sollte man mit diesem Begriff nicht leichtfertig umgehen, immerhin sollte es gegen Holland gehen) anzureisen, um "ein Zeichen gegen den islamistischen Terror [zu] setzen"!
14. November 2015
11. November 2015
Generation Facebook ? Ein Gedankensplitter zu Pioniergeist und Zufriedenheit.
Zur Erinnerung an Helmut Schmidt
Den folgenden Beitrag schrieb Zettel zum 90. Geburtstag von Helmut Schmidt am 23. Dezember 2008. Wir wiederholen ihn zur Erinnerung an den gestern verstorbenen Bundeskanzler.
2. November 2015
Über Kollektiv, Individuum und aufgehendes Saatgut. Ein Gastbeitrag von nachdenken_schmerzt_nicht
Diese Formulierungen sind beide nicht ganz so offensichtlich wie eine Schlagzeile im Tagesspiegel, welche Pegida sogar als Mittäter sieht, aber sie meinen im Grunde das gleiche: Es gibt keinen Unterschied zwischen Gedanken und Tat.
Diese Gleichsetzung mutet eigentümlich an, insbesondere in einem Land in welchem das Volkslied „Die Gedanken sind frei“ einige politische Bedeutung erlangte. Eine interessante Frage scheint mir daher zu sein, warum diese Gleichsetzung so leichtfertig gemacht wird und warum sie, so zumindest mein Eindruck anhand der Medienlektüre, auf doch einigen Zuspruch stößt.

