Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt
19. Oktober 2025
Anmerkungen zu Trump, zu Israel und anderer schöner Dinge
4. November 2024
Die Wahl. Und eine Verschwörungstheorie. Und ein Gedankensplitter.
31. Juli 2024
Gruß aus Entebbe
Die erste und zentrale Frage, die sich dieser Autor stellt ist: Hat Steinmeier schon konduliert?
14. Oktober 2023
Streiflicht: Nazis, aber in dumm.
24. November 2022
Die Mannschaft und der Gratismut
16. Oktober 2021
Gastbeitrag. „Moderner Kapitalismus. Eine politisch nicht ganz korrekte Einführung."
Aus aktuellem Anlaß hat „Zettels Raum“ sein Fernsehprogramm geändert.
Diesmal, anders als bei meinem letzten Posting, ein genuiner Gastbeitrag. Da es sich um einen auf YouTube eingestellten Beitrag handelt, der jedermann öffentlich zugänglich ist, geht es nur darum, auf ihn hinzuweisen, um (wenn Fortuna es will) die Reichweite noch ein wenig zu erhöhen. Da es Lesern/Zuschauern aus dem deutschen Sprachbereich nicht unbedingt zuzumuten ist, sich ungewarnt eine völlig unbekanntes Video von fast einer Viertelstunde Länge anzutun, habe ich den Text des Dialogs übersetzt; auch, um etwaigen Verständnisschwierigkeiten vorzubeugen – zumal mir auch die Erfahrung und die Übung fehlen, ein Video mit deutschen Untertiteln zu versehen.
Natürlich hat das Ganze etwas Schulfunkmäßiges. Die Animation ist schlicht; aber simpler als in der „Sendung mit der Maus“ ist dies auch nicht; während das Wechselspiel der beiden Sprecher als Kienzle und Hauser gemahnt (die allerdings konträre Standpunkte zu ihren Themen einnahmen. Einnehmen konnten. Tempi passati). Lesern von „Zettels Raum“ werden die aufgeführten Punkte nicht neu sein; es gilt das Schulfunk-Prinzip: eine kurze Wiederholung des Altbekannten kann nicht schaden. Von daher sei das Folgende allen Kindern zwischen 8 und 88 Jahren nahegelegt. Bei vielen davon, die in Medien und Politik tätig sind, ist freilich zu befürchten, daß sie mit diesen Aspekten des „modernen Kapitalismus“ noch nie konfrontiert worden sind. Manche von ihnen dürften aktuell sogar an den laufenden Berliner Koalitionsverhandlungen beteiligt sein.
###
Michael Malice: Ich mag das Landleben ja wirklich. Eisangeln! Wie in alten Zeiten! Holla – da hat einer angebissen.
(Tom Woods taucht aus dem Eisloch auf, eingefroren in einem Eisblock wie Ötzi oder Monsieur Synthése in Louis Boussenards Roman 10.000 ans dans un bloc de glace (1890).
MM: Moment mal: das ist gar kein Fisch. Das ist Tom Woods! Wie in alten Zeiten.
Tom Woods: Schon gut, schon gut. Ich bin wieder mal im Eis eingebrochen. Wie lange war ich diesmal weg?
MM: Nach diesem mottenzerfressenen Löwenfell zu urteilen, so an die zehntausend Jahre.
TW: Wie bitte? 10.000 Jahre? Michael, kann ich mal deine Toilette benutzen? Ich muß mal gerade dinosauriermäßig…
[Titel] „Moderner Kapitalismus. Eine politisch nicht ganz korrekte Einführung“
29. März 2021
Immer Ärger mit Joe
28. Februar 2021
Der Mond als Reklametafel. Nachtrag
Ne serait-ce pas un spectacle capable d’alarmer les esprits faibles et d’éveiller l’attention du clergé que de voir apparaître, sur le disque même de notre satellite, sur la face épanouie de la Lune, cette merveilleuse pointe-sèche que nous avons tous admirée sur les boulevards et qui a pour exergue : À l’Hirsute? (Villiers de l'Isle-Adam, 1873)
Wäre es nicht ein Schauspiel, das so recht geeignet wäre, empfindsame Seelen aufzuregen und den Klerus zu empören, wenn auf unserem himmlischen Begleiter, auf der hellen Mondscheibe, jener wunderbare Lockenbrenner erscheinen würde, dessen Bild wir alle auf unseren Boulevards bewundert haben und der von dem Schriftzug "Für prächtige Mähnen!" umrahmt ist?
Heinlein und Clarke mögen die bekanntesten Vorschläge unterbreitet haben, den Begleiter der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne in eine kugelförmige Litfaßsäule (Litfaß-Kugel?) umzuwidmen - sie waren aber nicht die ersten und sind auch nicht die letzten geblieben. Das Besondere ihrer "bescheidenen Vorschläge" liegt darin, daß hier Luna höchstselbst als Träger der Werbebotschaft dienen sollte, um die nächtlichen Betrachter zum Konsum einer nicht unbekannten Getränkemarke anzuregen. Ein gleicher Fall liegt in Isaac Asimovs Kurzgeschichte "Buy Jupiter!" (zuerst erschienen in Venture Science Fiction im Mai 1958), in dem außerirdische Wesen die aus reiner Energie bestehen, den Erdlingen die Nutzungsrechte für den größten Planeten des Sonnensystems abkaufen - um ihn ebenfalls mit einer Werbebotschaft zu versehen. Asimovs Pointe liegt darin, daß der Unterhändler der Vereinten Nationen den im Geschäft offenkundig nicht sehr versierten Aliens nur die Lizenz für den Jupiter abgetreten hat: die nachfolgende Konkurrenz erhält mit dem Ringplaneten Saturn einen wesentlich markanteren Blickfang.
8. Juli 2020
Die Welt am Scheideweg durch Donald Trump
26. Mai 2020
Shelter in place: Lawrence Wright, "The End of October" (Mai 2020). Ein Roman zur Pandemie
Drei "kulturelle Artefakte" - ein Film und zwei Romane - können zumindest mit einigem Recht für sich beanspruchen, als luzide Vorwegnahme, als prophetischer - oder: scheinbar prophetischer - Vorschein eine Vorahnung der Seuche geliefert zu haben. Natürlich ist die Schilderung einer solchen Epidemie für die Literatur keine Neuigkeit; sei es als kritische Bedrohung der gesamten Menschheit, die noch abgewendet werden kann, sei es als explizit geschilderte "Beendigung des Experiments Menschheit" (das vielleicht nur noch ein paar Überlebende überstehen, die sich auf eine prähistorische Subsistenz zurückgeworfen sehen): vom Mary Shelleys "The Last Man" aus dem Jahr 1827 als erstem Beispiel bis zu Cormac McCarthys "The Road" von 2006 lassen sich mit den entsprechenden Titeln zahlreiche Regalmeter füllen. (Um nur, ganz wahllos, ein paar Titel aus dieser endlosen Reihe zu nennen: Richard Jefferies' After London von 1880; Jack Londons The Scarlet Plague von 1912, George R. Stewarts Earth Abides aus dem Jahr 1949, Edgar Pangborns Davy von 1964, Stephen Kings The Stand von 1982, Frank Herberts The White Plague von 1982 und Carl Amerys letzter Roman Das Geheimnis der Krypta von 1990 - in den beiden letzten Romanen wird das Virus bewußt als biologische Waffe erschaffen und eingesetzt, um die Menschheit auf einen - nach ökototalitären Vorstellungen - "erträglichen Stand" zu dezimieren.) Doch bei drei dieser Geschichten haben die Umstände, die mit diesen Texten selbst wenig zu schaffen haben, dafür gesorgt, daß sie, hier und jetzt zur Kenntnis genommen, wie ein luzider, böser Blick in eine Kristallkugel wirken.
6. März 2020
COVID-19. Münsterland. Die Ruhe vor dem Sturm
9. Januar 2020
Same procedure as every year ...
Überraschend nur für die, die sich nur aus deutschen "Qualitätsmedien" informieren und den dort auftretenden "Experten" à la Islamismus-Lüders glauben.
Dabei folgte die ganze Krise dem ganz normalen Schema, wie es seit vielen Jahren in Nahost zu beobachten ist. Nur üblicherweise mit Israel und Irans Terrortruppen Hamas und Hisbollah als Akteuren, nicht wie diesmal mit den USA und dem Iran selber.
9. Mai 2018
RE: Zur Kündigung des Joint Comprehensive Plan of Action ("Iranabkommen") durch die USA
Aufgrund der aktuellen Entwicklung im Verhältnis der Vereinigten Staaten von Amerika zur theokratischen Diktatur des Irans, nämlich der Aufkündigung des im Juni 2015 in Wien unterzeichneten Joint Comprehensive Plan of Action (J.C.P.O.A) und die Wiedereinsetzung der vor diesem Abkommen geltenden wirtschaftlichen Sanktionen scheint es angezeigt, die Begründung, die Präsident Donald Trump gestern gestern im Weißen Haus vor der Presse verlas, vollständig und im Wortlaut zu dokumentieren. Die Neigung der Medien, insbesondere der deutschen, solche ausführlichen Begründungen extrem verkürzend zusammenzuschneiden, zu unterschlagen und unweigerlich mit negativ abwertenden Kommentaren zu versehen, ohne dem Zuschauer die Chance auf die Bildung eines eigenständigen Urteil zuzugestehen, darf, nach den Erfahrungen der ersten 18 Monate der Amtzeit von Präsident Trump, für die deutschen Medien als eisernes Gesetz gewertet werden. Nichts zuletzt etwa angesichts einer so unsäglichen wie unsäglich dummen Äußerung, zu der sich ein Georg Restle, Redaktionsleiter des ARD-Politmagazins "Monitor" als Reaktion auf die Meldung der Deutschen Presse Agentur auf das Ende des "Iran-Deals" hinreißen ließ:
@georgrestle
Folgen @georgrestle folgen
Und das am 8.Mai: Oberster Kriegstreiber sitzt im Weißen Haus.
11:45 Uhr - 8. Mai 2018
5. April 2018
Cui Bono oder die Frage nach dem Neuling
Aufgrund der unterstellten Motivlage und dem verwendeten Gift, wurde Russland durch Großbritannien für den Anschlag verantwortlich gemacht, das widerum dies bestreitet, es gab wechselseitige Ausweisungen, die inzwischen die halbe westliche Welt betreffen. Auch das ist noch vergleichsweise unumstritten.
6. August 2017
Zur Abwechslung mal wieder ein kleines Quiz
1.)
23. Januar 2017
No, you couldn't
Deswegen möchte ich ein bischen vorgreifen, und vielleicht die eine oder andere Aussage zu Obamas Präsidentschaft in den Raum stellen.
6. Januar 2016
Kleine Randnotiz: Eine Botschaft brennt und keinen interessiert es
2. Oktober 2015
Alte Rivalen
Aber erstaunlich auch wegen der Details des Protests. Der wurde nämlich von den Alliierten erhoben, also den USA, Frankreich, Großbritannien und dann noch diversen arabischen Staaten und eben der Türkei. Und übrigens auch Deutschland - aber das ist nur unwichtige Folklore.
Wie kommt also der Spiegel dazu, nur über die Türkei zu reden, wenn normalerweise die USA als Hauptakteur gelten? Das liegt wohl nur daran, daß die Erklärung von der türkischen Regierung veröffentlicht wurde. Es ist eher unwahrscheinlich daß der Spiegel-Reporter begriffen hat, was er da eigentlich abschreibt.
Denn eigentlich geht es um etwas ganz Anderes: Den Konflikt der beiden traditionellen Gegner Rußland und Türkei um ihre Einflußsphären im Nahen Osten.
10. September 2015
Die Kolonialherren
Wenn man deutsche Medien verfolgt, bekommt man von linker Seite Ähnliches serviert: "Wir" haben die Taliban und ISIS gegründet und unterstützt, "wir" hatten auch seinerzeit zu verantworten, daß die Mullahs den Iran übernommen haben. "Wir" sind schuld an der Armut in weiten Teilen der Welt und "wir" sind schuld an Afghanistan, Irak und Libyen, weil "wir" interveniert haben und an Eritrea, dem Sudan und Burundi, weil wir nicht interveniert haben.
In Syrien sind sich die Kommentatoren noch uneinig, ob "wir" schuld sind wegen Intervention oder "wir" schuld sind wegen Nicht-Intervention. Auf jeden Fall sind sie eich einig: Die Einheimischen haben mit dem Bürgerkrieg sicherlich nichts zu tun.
5. Februar 2015
Unterwerfung unter den Islam
Zufällig geschahen die Attentate auf „Charlie Hebdo“ und den koscheren Supermarkt am Tag, als Michel Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ erschien. Er beschreibt das Frankreich in sieben Jahren: islamisiert durch Dschihadismus und Selbstunterwerfung. Wie das?
Die Religionen arrangierten sich, der Islam sei die kräftigste unter ihnen. Und die einfachste. „Es ist vielleicht zu kompliziert mit dem Katholizismus, im Islam gibt es den Schöpfer, und Schluss“, sagte der Schriftsteller im Interview. „Jedes Mal, wenn ich auf eine Beerdigung gehe, spüre ich, dass der Atheismus unserer Gesellschaften unerträglich geworden ist.“ („Der Tod ist nicht auszuhalten“, DIE ZEIT vom 22.01.2015)
Vom französischen bekennenden Juden Eric Zemmour (Bestseller „Der französische Selbstmord“) wird auf der gleich folgenden ZEIT-Seite noch Schärferes berichtet: Der Blick auf die Ausländerghettos zeige einen Kriegsgrund. „Man schneidet unsere christlichen Wurzeln ab und zwingt uns den allgemeinen Multikulturalismus auf.“ Was ist zu fürchten? „Wenn zwei Völker auf einem Territorium leben, dann herrscht normalerweise Krieg. Das habe ich schon vor den Attentaten gesagt.“
Zwei Feuer brennen und in Frankreich liegen sie nah zusammen: der Dschihadismus gegen die Dekadenz des Westens und der Bruderstreit mit den Juden.
Kann man aus der Geschichte etwas lernen?


