...diesmal, anders als bei meinen bisherigen Denkschreiben an Politiker dieses Landes, nicht "unter Freunden", nicht in der zweiten Person Singular, nicht in der Maske des vertrauensvollen Tons. Weder das politische Amt, das Sie bekleiden, noch der Anlaß zu dieser Eingabe, geben dazu Anlaß. Es gibt zudem Dinge, zu denen man sich, seien wir ehrlich, jedes weitere Wort sparen kann. Die eigenen Worte richten den, der sie sagt. Bei Ihnen sind es diese Sätze, die Sie im Interview mit der Nachrichtensendung "heute" des Zweites Deutschen Fernsehens von sich zu geben beliebten, im Zusammenhang mit einem alarmierenden Befund - nämlich der Zunahme der Messerattacken in Deutschland, die mittlerweile jeden Tag in den Medien aufscheinen, wenn auch zumeist nur, wenn dergleichen nicht tödlich verläuft, in den lokalen Berichten. Die SPD, die für das Land Nordrhein-Westfalen eine gesonderte Ausweisung in der amtlichen Kriminalstatistik fordert, hat, um die Notwendigkeit dieser Maßnahme zu unterstreichen, durch den innenpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Hartmut Ganzke und den stellvertretenden Fraktionschef Thomas Kutschaty sämtliche Messerattacken in NRW der letzten sechs Monate, also seit dem September 2017 aufzählen lassen. Während dieses Zeitraums kam es zu 572 Fällen im größten deutschen Bundesland. Statistisch gemittelt sind dies 3,14 an jedem Tag. Dabei scheinen die Verhältnisse dort noch im unteren Bereich zu liegen. Für Berlin meldete die "Morgenpost" in der vergangenen Woche: "In Berlin ereignen sich sieben Messerattacken - pro Tag. In Berlin gab es vergangenes Jahr 2737 Angriffe mit Stichwaffen. In 560 Fällen waren die Täter jünger als 21 Jahre." Die Gewerkschaft der Polizei meldete vor fünf Tagen, wieder auf NRW beschränkt, daß im vergangenen Jahr alle 36 Minuten ein Angriff auf einen Polizeibeamten erfolgt ist - eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2012: "Im vergangenen Jahr hat es in NRW 7058 Widerstandshandlungen gegen Polizistinnen und Polizisten gegeben. Darauf hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Vorfeld der heutigen Diskussion im Düsseldorfer Innenausschuss aufmerksam gemacht. Bei den Angriffen wurden 14 505 Polizisten attackiert, das ist ein Anstieg um fast 50 Prozent in den vergangenen fünf Jahren." Dort wurde auch darauf hingewiesen, daß es sich dabei gezielt um Angriffe auf Polizeibeamte handelt, nicht um einen Anstieg der allgemeinen Gewaltbereitschaft unter der Gesamtbevölkerung: Während die Gewalt in der Gesellschaft immer mehr zurückgeht, werden die Polizisten immer häufiger angegriffen ... "„Meine Kolleginnen und Kollegen werden getreten, geschlagen, geschubst und mit Gegenständen attackiert, nur weil sie eine Uniform tragen“, sagte GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert."
Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt
21. März 2018
16. März 2018
Aus der Schwalbenperspektive (14): Markus Söder und der FC Bayern München
Die Überschrift zu diesem bescheidenen Beitrag erscheint auf den ersten
Blick absurd. Denn natürlich ist der neue Ministerpräsident des
Freistaats Bayern nicht Fan und Funktionär des FC aus der
Landeshauptstadt, sondern - was bei einem gebürtigen Nürnberger durchaus
nicht anstößig ist - des "Clubs" aus der Frankenmetropole (siehe dort und dort).
Parallelen zwischen dem starken Mann im Amtsgebäude mit der Anschrift
Franz-Josef-Strauß-Ring 1 und dem deutschen Rekordmeister liegen
freilich nicht so fern, sind doch beide in ihrer jeweiligen Kategorie -
wie man es mit einer Verneigung vor Hans Rosenthal formulieren könnte -
spitze oder doch jedenfalls an der Spitze.
Aber die Gemeinsamkeiten zwischen dem neuen Regenten über das Gebiet vom Alpenland bis zum Main und dem Abonnenten auf den ersten Platz in der Bundesliga-Tabelle erschöpfen sich nicht in diesen Binsenweisheiten. Vielmehr verdanken beide Akteure ihre hervorgehobene Position zu einem nicht ganz unerheblichen Teil der Schwäche ihrer Mitbewerber.
Aber die Gemeinsamkeiten zwischen dem neuen Regenten über das Gebiet vom Alpenland bis zum Main und dem Abonnenten auf den ersten Platz in der Bundesliga-Tabelle erschöpfen sich nicht in diesen Binsenweisheiten. Vielmehr verdanken beide Akteure ihre hervorgehobene Position zu einem nicht ganz unerheblichen Teil der Schwäche ihrer Mitbewerber.
14. März 2018
Stephen Hawking, 8. Januar 1942 - 14. März 2018
In der vergangenen Nacht ist der wohl, nein: der mit Sicherheit bekannteste Physiker unserer Zeit, Stephen Hawking, zwei Monate nach seinem sechsundsiebzigsten Geburtstag gestorben. Über seine Verdienste kann man allerorten in schemenhafter Andeutung in den Nachrufen der Medien ins Bild gesetzt werden, ohne über seine Theorien und Verdienste eine tiefgreifendere Kenntnis zu erlagen. Um dazu zu gelangen, sollte man schon einige Grundkenntnisse von den Erkenntnissen, die die moderne Kosmologie, die Lehre vom Aufbau des Universums - und der grundlegenden Natur von Raum und Zeit, denen alles, was sich darin befindet, von jedem subatomaren Quark in unserer Kaffeetasse bis zur fernsten Galaxie, unterliegt - in den letzten hundert Jahren in Erfahrung gebracht hat - mitbringen oder gewillt sein, sie zur Kenntnis zu nehmen. Das ist, das entsprechende Interesse vorausgesetzt, eine durchaus fesselnde und faszinierende Aufgabe, und sie ist auch durchaus für einen Laien, dem zu Beginn einer solchen Odysse der Anblick jeder mathematischen Formel Migräne auslöst, zu bewerkstelligen. Nur handelt es sich hier um eine umfangreiche und komplexe Materie (Kosmologen wissen, daß sich hinter dem Wort "Materie" bereits ein Abgrund auftut: baryonische? Kalte Dunkle Materie? "Fehlende Materie", die "missing mass" kosmologischer Modelle, die für das Universum einen finalen Kollaps postulieren?), und es reicht nicht, sich allein auf Hawkings Postulate zu kaprizieren, womöglich gar noch in der verkürzten Form, die ein zweiminütiger Fernsehbeitrag vermitteln könnte. Ohne eine tour d'horizon dieses gesamten Theoriegebäudes, von den Einstein'schen Relativitätstheorien, der Quantentheorie sowohl in ihrer "klassischen" Kopenhagener Form über die Konkurrenzmodelle, einschließlich der Everett'schen "Viele-Welten-Hypothese" bis hin zu den seit 30 Jahren unentscheidbaren Stringtheorien sensu Edward Witten und Konsorten bleibt das für den Nichteingeweihten ohne Kontext und Einordnungsmöglichkeit. Es ist, das sei gesagt, nicht schwer, sich hier eine erste Orientierung zu verschaffen: nicht schwerer, als sich in die Differenzialrechnung zu knien oder eine etwa Schachpartie "lesen" zu können. Aber es braucht Geduld und ein genuines Interesse.
Kleine Nachlese: Die AfD zerlegt
Nahezu sechs Monate ist es jetzt her, dass die AfD in den Bundestags gewählt wurde, insofern wäre es ja mal Zeit sich anzuschauen, wie sich diese so schlägt. Und liest man die deutsche Presse, so hat sich genau das, was vor den Wahlen lange angekündigt wurde, exakt bestätigt: Die AfD erweist sich als vollkommen unfähig, sie ist mit simpelsten demokratischen Regeln überfordert, sie pöbelt sich rein durch die Gegend und wird, das ist der wirklich augefälligste Punkt, permanent "zerlegt".
Es scheint die neue Losung zu sein: Gibt es einen Streitpunkt im Bundestag, kann man die Uhr danach stellen, wann der Artikel erscheint, der erklärt, welcher Abgeordnete jetzt die letzte AfD Rede wieder zerlegt hat. Jeder kann offenkundig zerlegen: Mal ist es "der jüngste Abgeordnete der CDU" (Philipp Amthor), mal ist es Wolfgang Kubicki, mal ist es Johann Saathoff und in letzter Zeit auch wird auch gerne Cem Özdemir genannt. Alle verstehen sich offenkundig sehr gut aufs Zerlegen und offensichtlich ist die AfD sehr gut darin zerlegt zu werden.
Es scheint die neue Losung zu sein: Gibt es einen Streitpunkt im Bundestag, kann man die Uhr danach stellen, wann der Artikel erscheint, der erklärt, welcher Abgeordnete jetzt die letzte AfD Rede wieder zerlegt hat. Jeder kann offenkundig zerlegen: Mal ist es "der jüngste Abgeordnete der CDU" (Philipp Amthor), mal ist es Wolfgang Kubicki, mal ist es Johann Saathoff und in letzter Zeit auch wird auch gerne Cem Özdemir genannt. Alle verstehen sich offenkundig sehr gut aufs Zerlegen und offensichtlich ist die AfD sehr gut darin zerlegt zu werden.
11. März 2018
林文隆 - 友情 / Lin Wenlong, Yǒuqíng ("Freundschaft")
友情!人人都需要友情,不能孤獨走上人生旅程;
要珍惜友情可貴,失去的友情難追。
誠懇相互勉勵,閃耀著友情的光輝;
永遠永遠讓那友情,溫暖你心胸。
友情!人人都需要友情,不能孤獨走上人生旅程;
要緊握熱情雙手,莫讓那友情溜走。
誠懇沒有虛偽,要互相友愛共相守;
永遠永遠讓那友情,常駐在心頭。
10. März 2018
Heiko Maas wird Bundesaußenminister - na und?
Auch wenn es wie ein vorgezogener Aprilscherz klingt, so ist es doch
bitterer Ernst: Heiko Maas wird Bundesaußenminister. Von einem Skandal
zu sprechen wäre die erste, viszerale Reaktion des endunterfertigten
Verfassers auf diese unfrohe Botschaft gewesen. Die zweite, dem
Charakter dieses Autors angemessen boshafte Äußerung zu der genannten
Personalie hätte die Überlegung sein können, dass ja nicht alle Länder
dieser Erde Rechtsstaaten sind und mit dem neuen Herrn des Auswärtigen
Amtes vielleicht etwas mehr Einfühlungsvermögen für Regime, die zu
Grundfreiheiten und individuellen Rechten ein eher eisiges Verhältnis
pflegen, in die Herzkammer der deutschen Diplomatie einzieht.
Da der Urheber dieses Beitrags in den letzten Tagen sehr viel Politikfernes um die Ohren hatte, ist er gleich zu der dritten Stufe der Bewältigung der irrwitzigsten Besetzungsentscheidung im Rahmen des Neuaufgusses der Großen Koalition gelangt, welche Bewältigungsstufe da lautet: Heiko Maas wird also Bundesaußenminister - na und?
Da der Urheber dieses Beitrags in den letzten Tagen sehr viel Politikfernes um die Ohren hatte, ist er gleich zu der dritten Stufe der Bewältigung der irrwitzigsten Besetzungsentscheidung im Rahmen des Neuaufgusses der Großen Koalition gelangt, welche Bewältigungsstufe da lautet: Heiko Maas wird also Bundesaußenminister - na und?
8. März 2018
Aus FAZ wird nicht TAZ, aus FAZ wird ZDF
Die FAZ hat vorgestern beschlossen ihren erfolgreichsten, angestellten Blogger (böse aber ehrliche Zungen würden sagen, den einzigen, der auch gelesen wird), Don Alphonso, im Rahmen einer Neuordnung rauszuwerfen. Die genauen Umstände sind nicht bekannt, die Begründung der FAZ geradezu lächerlich unglaubwürdig, aber auch der Don schweigt, entsprechend kann da eine ganze Reihe von Gründen für verantwortlich sein, nicht zuletzt auch schlicht ein persönliches Zerwürfnis.
Die FAZ hat vorgestern beschlossen ihren erfolgreichsten, angestellten Blogger (böse aber ehrliche Zungen würden sagen, den einzigen, der auch gelesen wird), Don Alphonso, im Rahmen einer Neuordnung rauszuwerfen. Die genauen Umstände sind nicht bekannt, die Begründung der FAZ geradezu lächerlich unglaubwürdig, aber auch der Don schweigt, entsprechend kann da eine ganze Reihe von Gründen für verantwortlich sein, nicht zuletzt auch schlicht ein persönliches Zerwürfnis.
Die Hand am Regler: Ein Einblick in die Echokammer
In diesem Thread im kleinen Zimmer wurde in den letzten Tagen ausführlich spekuliert, welche Ursachen die in den letzten Wochen sich akkumulierende Netzzeitabweichung letztendlich hervorgerufen haben, und ich gebe zu, dass ich am Anfang auch ordentlich daneben gelegen habe und den Grund - aufgrund der Kältewelle und der daraus resultierenden Stromknappheit - in Frankreich vermutet. Das war zu einem Zeitpunkt, an dem noch von keiner verantwortlichen Stelle eine Stellungnahme ergangen war, und trotz der selbst für aufmerksame Beobachter der europäischen Elektrizitätswirtschaft enormen Komplexität habe ich mich ein wenig aus dem Fenster gelehnt, natürlich mit Irrtumsvorbehalt.
Dann kam die Stellungnahme der ENTSO-E (European Network of Transmission System Operators - Electricity), die die Ursache eindeutig einer politisch bedingten Unregelmäßigkeit auf dem Balkan zuordnet, konkret in Bezug auf Serbien und das Kosovo. Ich habe aufgrund der seit längerem bekannten Versorgungsprobleme im Kosovo und der in letzter Zeit wieder verschärften Haltung Belgrads eine Vermutung angestellt, die in einem Artikel der ZEIT geteilt wird: "Im Kosovo fließt zu wenig Strom in das Netz ein, Serbien könnte und müsste das ausgleichen – tut es aber nicht. Die beiden streiten um die Kosten und die Bezahlung".
Diese Fakten sind seit Dienstag um ca. 15:00 (bzw. 14:54 auf einer frequenzgesteuerten Uhr) öffentlich bekannt, sie sind stimmig und mit einem Mindestmaß an Hintergrundwissen bezüglich Stromversorgung nachvollziehbar. Um so fragwürdiger ist daraufhin ein Artikel auf Tichys Einblick, der diese Begründung - entsprechend der Erwartung ihrer Leser - rundheraus bestreitet. Neben einem weitgehend faktentreuen Artikel von Dunkelflautenautor Hennig schäumt der zu diesem Thema einschlägig verortbare Holger Douglas geradezu vor Wut.
Diese Fakten sind seit Dienstag um ca. 15:00 (bzw. 14:54 auf einer frequenzgesteuerten Uhr) öffentlich bekannt, sie sind stimmig und mit einem Mindestmaß an Hintergrundwissen bezüglich Stromversorgung nachvollziehbar. Um so fragwürdiger ist daraufhin ein Artikel auf Tichys Einblick, der diese Begründung - entsprechend der Erwartung ihrer Leser - rundheraus bestreitet. Neben einem weitgehend faktentreuen Artikel von Dunkelflautenautor Hennig schäumt der zu diesem Thema einschlägig verortbare Holger Douglas geradezu vor Wut.
7. März 2018
Nordkorea - Zeichen einer Kehrtwende?
Das Fragezeichen im Titel bezieht sich, da sei vorausgeschickt, allein auf das Thema der Abrüstung der nordkoreanischen Atomwaffen, der Einhegung des Nulearwaffenprogramms, und, wenn wir Glück haben und es die Parzen, die den Schicksalfaden weben, gut meinen, auf den Verzicht der Drohkulisse gegenüber dem südlichen Nachbarn. Beim Thema des Endes der Einparteien- nein: Einpersonen-Diktatur, bei der strikten Ausrichtung an der drakonischen Tyrannei der Juche-Ideologie, könnte es umstandslos wegfallen. Daran wird sich, aller Voraussicht nach, in den nächsten Jahren, womöglich Jahrzehnten, nichts ändern. Aber was die friedliche (Auf)-Lösung der Konfrontation, der Drohkulisse, die ja nicht erst seit der Eskalation im letzten Jahr besteht, die seit Jahrzehnten unverändert anhält, so gibt es, wenn ich denn die Zeichen richtig lese, Grund zum Aufatmen. Natürlich ist dies, in sehr hohem Maße, Kaffeesatzleserei - das, was zu den Herrschaftszeiten Stalins und Chruschtschows als "Kremlastrologie" bekant war: der Versuch, aus dem wenigen, was man als halbwegs gesichert in Erfahrung bringen konnte, in Kombination mit sichtbaren Anzeichen wie etwa der Positionierung als wichtig eingeschätzter Funktionäre des Systems bei den jährlichen Waffenparaden auf dem Roten Platz, Aufschlüsse über Machtkämpfe an der Parteispitze, über die Verschärfung des Wettrüsten und ähnliche auszukultieren. Niemand weiß, welche Überlegungen, Strategien in der Führung in Pyöngyang den Ausschlag geben, welches Risiko man um der starren ideologischen Entschlossenheit halber einzugehen bereit ist. In den neunziger Jahren, nach dem Tod des "großen Führers" Kim Il-sung 1994, hat sich das Land von der durch die Kommando(miß)wirtschaft ausgelösten Hungersnot nicht in seinem strikten Isolationismus beirren lassen. (Die Schätzwerte über die Anzahl der Opfer dieser "schwerer Marsch", 고난의 행군, genannten Katastrophe zwischen 1994 und 1998 gehen weit auseinander: sie reichen von einer Viertelmillion bis 3,5 Millionen. Das United States Census Bureau hat in einem Untersuchungbericht 2011 die wahrscheinliche Anzahl der Todesopfer auf eine halbe Million taxiert.)
4. März 2018
美黛 (1939年2月23日-2018年1月29日). Mai Dai (23. Febr. 1939 - 29. Jan. 2018)
不知道是早晨 不知道是黃昏
看不到天上的雲 見不到街邊的燈
黑凄凄陰沉沉 你讓我在這裡痴痴的等
想的是你的愛 想的是你的吻
流不盡相思的淚 熬不完離別的恨
夢悠悠昏沉沉 你讓我在這裡痴痴的等
也曾聽到走近的足聲 撩起我多少興奮
也曾低呼你的名字 盼著你向我飛奔
看清楚掠過的影子 才知道是一個陌生的人
會不會你再來 要不要我再等
一遍遍我自己想 一聲聲我自己問
恨也深 愛也深 我還是在這裡痴痴的等
看不到天上的雲 見不到街邊的燈
黑凄凄陰沉沉 你讓我在這裡痴痴的等
想的是你的愛 想的是你的吻
流不盡相思的淚 熬不完離別的恨
夢悠悠昏沉沉 你讓我在這裡痴痴的等
也曾聽到走近的足聲 撩起我多少興奮
也曾低呼你的名字 盼著你向我飛奔
看清楚掠過的影子 才知道是一個陌生的人
會不會你再來 要不要我再等
一遍遍我自己想 一聲聲我自己問
恨也深 愛也深 我還是在這裡痴痴的等
Weiß nicht, ob es Morgen ist oder ob die Nacht fällt.
Sehe nicht die Wolken am Himmel, nicht die Straßenlampen.
Du hast mich hier in einer Finsternis gelassen, die kein Ende nimmt.
Denke an deine Liebe, denke an deine Küsse
Die Sehnsucht schnürt mir das Herz ab und läßt mich dich nicht hassen.
Ganz langsam verblaßt dieser lange Traum - und doch geht er weiter und weiter.
Ich höre, wie sich Schritte nähern.
Du weißt nicht, wie das mein Herz hebt.
Ich flüstere deinen Namen...
Ich hoffe, du läufst, läufst zu mir.
Ich sehe den Schatten vorbeigehen -
und ich weiß: ich kenne ihn nicht.
Ob du kommst oder nicht: ich werde warten
Wieder und wieder denke ich, daß ich mich fragen sollte:
Ist das tiefer Haß? Ist das tiefe Liebe?
Und doch geht es immer so fort.
25. Februar 2018
Vom Einzelfall und Regelfall
Die "Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres", ein mehr oder minder offen linkes bis linksradikales Bündnis von Sprachwissenschaftlern, beglückt uns jedes Jahr aufs neue, unter erstaunlichem Medienecho, mit einem neuen "Unwort des Jahres", welches, wie die Jury meint, zum Sprachschatz des Unmenschen gehört und damit aus der Öffentlichkeit geächtet werden sollte. Es ist kein Geheimnis dass es dabei weniger um die Wörter geht (die ohnehin zu diesem Zeitpunkt meist ihren Zenit weit hinter sich haben), als um die Verfemung bestimmter Gedanken- und Argumentationsmuster, die dem linken Mainstream nicht so recht gefallen.
Heute möchte ich mal ein Unwort diskutieren, dass ich nicht mehr so recht hören kann, und natürlich geht es dabei weniger um das an und für sich harmlose Wort sondern eher um die damit assoziierten Gedankenketten, bzw. die Argumentationslinie, die sich permanent aus diesem Wort ergibt. Das Wort lautet Einzelfall.
Heute möchte ich mal ein Unwort diskutieren, dass ich nicht mehr so recht hören kann, und natürlich geht es dabei weniger um das an und für sich harmlose Wort sondern eher um die damit assoziierten Gedankenketten, bzw. die Argumentationslinie, die sich permanent aus diesem Wort ergibt. Das Wort lautet Einzelfall.
20. Februar 2018
Die Hand am Regler: Ein Blick über den Kanal
Ach Albion, Du hast es besser! Hier regiert noch der common sense! Das Volk holt sich unbeeinflusst von verräterischen Eliten aus Politik und Lügenpresse sein Land aus den Fängen der EUdssr zurück, gegen die orientalischen Invasoren hat man eigenhändig einen Kanal gebuddelt und der Strom kommt aus brandneuen Kernkraftwerken, denn kein Land auf der Welt ist so dumm wie die Deutschen mit Merkels Energiewende.
Nun habe ich es ja aufgegeben, irgendjemanden zu überzeugen, dass die Energiewende nicht Merkels Idee war, aber zumindest mit dem überall beklagten Sonderweg möchte ich es noch einmal versuchen.
18. Februar 2018
葛兰 - 打喷嚏 - "Hatschi! Gesundheit!"
Die Sonntage den Künsten!
我并没有重伤风,也不是白雪公主老友记;
为什么一天到晚打喷嚏,这事情太稀奇。
难道有谁惦记我,在那里连名带姓把我提,
所以我一天到晚打喷嚏,打一个不停息。
上个星期有一位小李,小李,跪下了他的双膝,
他一定要我同意,允许他成连理。
还有一位就是那小季,小季,也对我提出威胁,
非要我爱情专一,要和他在一起。
一定就是他们俩,在那里连名带姓把我提,
所以我一天到晚打喷嚏,打一个不停息。
Achoo Gesundheit!
上个星期有一位小李,小李,跪下了他的双膝,
他一定要我同意,允许他成连理。
还有一位就是那小季,小季,也对我提出威胁,
非要我爱情专一,要和他在一起。
一定就是他们俩,在那里连名带姓把我提,
所以我一天到晚打喷嚏,打一个不停息。
16. Februar 2018
新年快乐! - xīn nián kuàilè!
狗年大吉新年快乐2018年2月16日!
Gǒu nián dàjí - xīn nián kuàilè! Zum Auftakt des Jahr des Hundes nach dem chinesischen Lunisolarkalender (noch einmal) alle guten Wünsche zum Jahreswechsel.
旧历的年底毕竟最像年底,村镇上不必说,就在天空中也显出将到新年的气象来。灰白色的沉重的晚云中间时时发出闪光,接着一声钝响,是送灶的爆竹;近处燃放的可就更强烈了,震耳的大音还没有息,空气里已经散满了幽微的火药香。
- 鲁迅 《祝福》 (1924)
"Das Neujahrsfest nach dem alten Mondkalender wirkt mehr wie das wirkliche Neujahrsfest; nicht nur in den Städten und auf den Dörfern, sondern in der Luft selbst liegt ein Gefühl, daß jetzt ein neues Jahr beginnt. Aus den fahlen, tiefhängenden Abendwolken blitzt es häufig auf, und darauf folgt das Krachen der Feuerwerkskörper, die die Abreise des Herdgottes feiern. In der Nähe explodieren sie noch heftiger, und die Luft ist mit einem feinen Geruch nach Schwarzpulver getränkt."
- Lu Xun (1881-1936), "Zhùfú" ("Das Neujahrsopfer")
Das Dilemma der SPD
Meine zwei geschätzten
Blogger Kollegen Noricus und der Werwohlf haben den Niedergang der SPD in sehr
guten Texten beweint und beleuchtet. Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob
man die SPD braucht oder nicht. Das hängt im Wesentlichen von ihrer Verfassung
ab, in der sie sich in nächster Zeit präsentieren wird. Eine zu starke Verklärung
der Vergangenheit, in der zugegebenermaßen von der SPD und ihren führenden
Politikern vieles auch richtig gemacht wurde, birgt immer die Gefahr den klaren
Blick für die Zukunft zu verlieren und Dinge im hier und jetzt nicht mehr
korrekt einzuwerten. Die Frage die ich mir stelle ist, warum die SPD in die
Situation kam, in welcher sie sich heute befindet. Dazu habe ich mir ein paar
Gedanken gemacht. Diese Gedanken liegen abseits von Personalien und versuchen eher am Grundsätzlichen zu rühren.
15. Februar 2018
SpaceX: "There's a starman waiting in the sky..."
(Bildquelle: NASA: Astronomy Picture of the Day, APOD Nr. 1802, 10. Februar 2018)
... He'd like to come and meet us
But he thinks he'd blow our minds
There's a starman waiting in the sky
He's told us not to blow it
Cause he knows it's all worthwhile
Nach einiger Überlegung habe ich mich entschlossen, meinen fragmentarischen Post aus der vorigen Woche anläßlich des Teststarts der prospektiven Mondrakete Falcon Heavy von der "Mondstartrampe" 39A in Cape Canaveral in seinem improvisierten Zustand zu belassen, als Dokument eines Moments, der die Geschichte der Raumfahrt verändern wird, und nur einige kurze Bemerkungen als Coda hinzuzufügen. Natürlich ist so etwas nichts als ein Publicity stunt, eine nette, überraschende symbolische Geste. Aber mit welchem Stil! Normalerweise werden Erststarts von neuen Trägerraketen ohne Nutzlast durchgeführt - sie dienen allein dazu, zu testen, ob das Zusammenspiel der Komponenten funktioniert, ob die Belastungen beim Start die Planspiele auf dem Reißbrett übersteigen; ob nicht durch das Zusammenspiel der einzelnen Baugruppen deletorische Synergieeffekte auftreten. Auch Elon Musk war sich keineswegs des Gelingens sicher, als er im Vorfeld im Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender CNN ankündigte: "Whether the rocket succeeds or fails, it's gonna be exciting. People are coming from all around the world to see what will either be a great rocket launch, or the best fireworks display they've ever seen."
13. Februar 2018
Moments bloguicaux: Die SPD schafft sich ab
Es gibt auch für Nichtlinke gute Gründe,
der SPD eine gedeihliche Gegenwart und Zukunft zu wünschen. Deshalb
kann es dem Verfasser dieser Zeilen nicht zur Freude gereichen, dass die
Alte Tante derzeit immer tiefer in den Mahlstrom der Selbstbeschädigung
abtaucht. Andererseits will das Mitleid mit den Protagonisten dieses
Ritzens an den politischen Handgelenken seine engen Grenzen nicht
verlassen, ist doch der desolate Zustand der deutschen Traditionspartei
alles andere als fremdverschuldet.
Die am Wahlabend kurz nach Urnenschluss verkündete Entscheidung, in die Opposition zu gehen, war im Lande Luthers vielleicht mit zu wenig "Hier-stehe-ich-und-kann-nicht-anders"-Dramaturgie gewürzt, aber inhaltlich eindeutig richtig. Die SPD hatte sich an der Seite Merkels, die viel mehr linke Forderungen umgesetzt hat, als dies der mutigste rote Bundeskanzler gewagt hätte, zu Tode gesiegt. Eine Zeit der Wiedererstarkung, fern vom Klammergriff der alternativlosen Allesverschlingerin, war die naheliegende Reaktion auf das schlechteste Parlamentswahlergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik.
Die am Wahlabend kurz nach Urnenschluss verkündete Entscheidung, in die Opposition zu gehen, war im Lande Luthers vielleicht mit zu wenig "Hier-stehe-ich-und-kann-nicht-anders"-Dramaturgie gewürzt, aber inhaltlich eindeutig richtig. Die SPD hatte sich an der Seite Merkels, die viel mehr linke Forderungen umgesetzt hat, als dies der mutigste rote Bundeskanzler gewagt hätte, zu Tode gesiegt. Eine Zeit der Wiedererstarkung, fern vom Klammergriff der alternativlosen Allesverschlingerin, war die naheliegende Reaktion auf das schlechteste Parlamentswahlergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik.
12. Februar 2018
Ein Symbolbild
(Bildquelle: RP online)
Es gibt Bilder, die, über ihren unmittelbaren Anlaß hinaus, das Potenzial haben, zum Symbol zu werden. Weil sich in ihnen bündelt, was eine Zeit, einen Zeitgeist ausmacht - und was in der Gesellschaft, für deren Zustand sie zum Symbol werden, falsch läuft. Der heutige Rosenmontag in Köln hat ein solches Bild geliefert. Am Rande des Rosenmontagszuges haben die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, des Kölner LKA-Beamten im Rang eines Polizeikommissars gedacht, der vor zwei Tagen, am Samstag, den 10. Februar, ermordet worden ist, als er am Chlodwigplatz vor eine fahrende Straßenbahn gestoßen wurde. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat dazu mitgeteilt: "Der engagierte Kriminalbeamte bekämpfte im Dienst den islamistischen Terrorismus und suchte in seiner Freizeit Ausgleich im Kölner Karneval."
Frau Reker und Herr Laschet haben sich dafür entschieden, das Angedenken an einen ermordeten Vertreter dieser Staatsmacht - dessen Aufgabe die Bekämpfung der größten unmittelbaren Bedrohung des Westens war: das Terrorismus auf islamischer Grundlage - in Clownskostümierung durchzuführen.
11. Februar 2018
张艾嘉 / Sylvia Chang - 童年 (1981)
Die Sonntage den Künsten!
张艾嘉 - 童年 (1981)
池塘边的榕树上 知了在声声叫着夏天
操场边的秋千上 只有蝴蝶停在上面
黑板上老师的粉笔 还在拚命叽叽喳喳写个不停
等待着下课 等待着放学 等待游戏的童年
福利社里面什么都有 就是口袋里没有半毛钱
诸葛四郎和魔鬼党 到底谁抢到那支宝剑
隔壁班的那个男孩 怎么还没经过我的窗前
嘴里的零食 手里的漫画 心里初恋的童年
总是要等到睡觉前 才知道功课只作了一点点
总是要等到考试以后 才知道该唸的书都没有唸
一寸光阴一寸金 老师说过寸金难买寸光阴
一天又一天 一年又一年 迷迷糊糊的童年
没有人知道为什么 太阳总下到山的那一边
没有人能够告诉我 山里面有没有住着神仙
多少的日子里 总是一个人面对着天空发呆
就这么好奇 就这么幻想 这么孤单的童年
阳光下蜻蜓飞过来 一片片绿油油的稻田
水彩蜡笔和万花筒 画不出天边那一条彩虹
什么时候才能像高年级的同学有张成熟与长大的脸
盼望着假期 盼望着明天 盼望长大的童年
一天又一天 一年又一年 盼望长大的童年
10. Februar 2018
Randbemerkung: Der Zlatko der deutschen Politik
Einnern Sie sich noch an Zlatko Trpkovski? Nein? Vielleicht nicht direkt aufgrund des Namens, aber war da nicht einmal ein Containerbewohner mit diesem Vornamen aus dem Big Brother Haus? Genau. Das war Zlaktko Trpkovski. Er war Teilnehmer der ersten Staffel von Big Brother (lange bevor die endlosen Ströme von Selbstdarstellern das Format zerstörten) und gelangte im Jahr 2000 zu einer dadurch bedingten, vorrübergehenden Berühmtheit, die man zurecht als Hype betrachten kann.
Einnern Sie sich noch an Zlatko Trpkovski? Nein? Vielleicht nicht direkt aufgrund des Namens, aber war da nicht einmal ein Containerbewohner mit diesem Vornamen aus dem Big Brother Haus? Genau. Das war Zlaktko Trpkovski. Er war Teilnehmer der ersten Staffel von Big Brother (lange bevor die endlosen Ströme von Selbstdarstellern das Format zerstörten) und gelangte im Jahr 2000 zu einer dadurch bedingten, vorrübergehenden Berühmtheit, die man zurecht als Hype betrachten kann.
"Neue Hymnen braucht das Land." Liebe SPD...
... liebe Parteimitglieder, liebe Genossinnengenossen, liebe Ls, Bs, Qs., liebe Trans- und Cis-, liebe Von und Zus, liebe Unerschlossene, liebe Entsprungene und Fassungslose, liebe Neuzugänge und Altkader: aus Anlaß der aktuellen Entwicklung und der fünften Jahreszeit, da der Matto regiert und die demnächst nach dem Willen des EU-Politbüros die ganzjährige Sommerzeit ablösen wird, wird es Zeit, uns auf unsere alten Traditionen zu besinnen, aber dabei auch nicht das Neue aus dem Blick zu verlieren. Es ist schön, daß man in der SPD wieder begonnen hat, sich auf das traditionelle Liedgut zu besinnen ("Die Genossen singen wieder die alten Lieder"). Aber, liebe Genossnn'ngenossn, darin spiegelt sich nicht das Neue, das Unerhörte, das die Menschen im Land aufhorchen läßt, ja sie geradezu in den Bann schlägt und unsere Partei an die Spitze einer Entwicklung setzt, der die anderen Parteien unweigerlich folgen werden. Und, seien wir ehrlich: mit alten Gassenhauern wird "Wenn wir schreiten Seit' an Seit'" und "Wir ziehen der Sonne entgegen" wird das heutige Wesen unserer Partei, ihr ureigenstes Lebensgefühl, nicht wirklich getroffen. Zudem sollte zumindest die Melodie einigen anwesenden Genossen geläufig sein. Wir sind ja keine Nationalmannschaft, in der solche Wissenlücken als Zeichen lauterer Gesinnung gelten. "Peinlichkeit und Recht auf Freizeit" könnte so manchem Genossen die Schamröte ins Gesicht treiben, ohne daß es der oder die Betreffende als Begeisterung für die Farbe unserer Partei ("glüh' im Glanze dieses Glückes") rechtfertigen könnte. "Völker leert die Regale" ließe sich als konsumistisches Manifest mißdeuten; "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern" von Väterchen Franz könnte nicht gefestigten Glaubensgefährten, die törichterweise Ironie und Subversivität vermuten, wo platte Handlungsanweisungen vorliegen, Anlaß zu Kontaktaufnahme mit blauroten Schmuddelkindern geben. Die "Polonäse Blankenese", die an sich in Melodie wie Text auf das Ausmaß der musischen Befähigungen unserer Partei perfekt zugeschnitten scheint, ist leider angesichts der Zeile "und jetzt geht es weiter, mit ganz großen Schritten" - welch hervorragendes Motto für unsere Partei! - "und Erwin faßt der Heidi von hinten an die - Schulter" unter progressierendes #MeToo-Verdikt gestellt worden. Reinhard Meys "Was kann schöner sein auf Erden als Politiker zu werden" ist zwar treffgenau, übersteigt aber leider die Merkfähigkeit der meisten Genossen um Lichtjahre, Entschuldung: Megabyte.
8. Februar 2018
Personalprobleme
Die "große" Koalition steht. Jedenfalls bis zum SPD-Mitgliederentscheid. Der Koalitionsvertrag löst erwartungsgemäß nirgendwo Begeisterung aus, aber entspricht eben dem schlechten Wahlergebnis. Und nachdem die Koalitionäre sich endlich durchs Inhaltliche gequält hatten, durften sie dann endlich Posten verteilen, das ging ganz schnell.
Das Ergebnis ist etwas überraschend. Die SPD bekommt wichtigere Ressorts und kann damit vor ihrer Basis die Erfolglosigkeit bei den Inhalten etwas kaschieren. Auch die CSU gewinnt - als Ausgleich dafür, daß sie ihre zentrale Forderung "Obergrenze" wieder einmal nicht durchsetzen konnte. Und auf der Strecke bleibt die CDU, die noch nie als Regierungspartei im Bund so schlecht bei der Ressortverteilung abgeschnitten hat.
Schauen wir uns das mal genauer an:
Das Ergebnis ist etwas überraschend. Die SPD bekommt wichtigere Ressorts und kann damit vor ihrer Basis die Erfolglosigkeit bei den Inhalten etwas kaschieren. Auch die CSU gewinnt - als Ausgleich dafür, daß sie ihre zentrale Forderung "Obergrenze" wieder einmal nicht durchsetzen konnte. Und auf der Strecke bleibt die CDU, die noch nie als Regierungspartei im Bund so schlecht bei der Ressortverteilung abgeschnitten hat.
Schauen wir uns das mal genauer an:
6. Februar 2018
SpaceX - Falcon Heavy - Erststart, Videolink
(Quelle: CBS News)
In gut 90 Minuten, um 15:10 Uhr Eastern Standard Time oder 21:10 Uhr Mitteleuropäischer Zeit, beginnt das Startfenster für den heutigen Erststart der Falcon Heavy der Firma SpaceX. Aus diesem Grund hat sich Zettels Raum zu etwas Neuem entschlossen - einem Experiment freilich, für dessen Gelingen genausowenig eine Garantie abgegeben werden kann wie für den erfolgreichen Jungfernflug von Elon Musks Mond- und Marsrakete: der Versuch einer Einbindung einer Liveübertragung, eines Web- oder Livecasts.
In jedem Fall läßt sich der Start auch live auf der Netzheimseite der Firma SpaceX verfolgen. Im obigen Fall wurde die YouTube-Präsentation desselben Videofeeds genommen, da diese Plattform erfahrungsgemäß wegen ihrer größeren Bandbreite weniger zum Einfrieren und Pausieren neigt.
Für den Fall, daß der heutige Start gelingt, wird der Livestream durch das YouTube-Video des Starts, zur beliebigen Wiederholung, ersetzt werden und dieser kurze Text durch einen etwas ausführlicheren, den hiesigen Usancen entsprechenden Netztagebucheintrag. Fall sich der Start verzögert oder in den nächsten Tagen ein neuer Startversuch angesetzt werden muß, wird dieser Eintrag entsprechend abgeändert und aktualisiert werden. Es handelt sich also um ein work in progress.
Nachtrag, 22:50. Wie mittlerweile allgemein bekannt sein dürfte, war es - wieder einmal - ein Bilderbuchstart. Die einzige Frage, die noch offen ist, ist: wie ist der Zustand der zentralen Erststufe, deren Landung auf der unbemannten schwimmenden Landeplattform Of Course I Still Love You nicht übertragen wurde? Elon Musk hat während der ganzen Vorbereitungszeit seit November 2017 betont, daß das Risiko, daß bei diesem allerersten Start irgendetwas nicht nach Plan verlaufen könnte, sehr hoch sei. (Als angelegentliche Erinnerung: der seltsame Name dieses Schiffs - und seines Pendants im Pazifik, vor der kalifornischen Küste vor der Vandenberg Air Force Base, Just Read the Instructions, sind dem SF-Roman The Player of Games des schottischen Autors Iain M. Banks von 1988 entnommen.)
Nachtrag 2, 23:15: Mittlerweile ist der Start als YouTube-Video verlinkbar. Die Synchron-Landung der beiden seitlichen Erststufen erfolgt im unten eingebundenen Video bei Minute 9 und 30 Sekunden.
Nachtrag 3, 00:50. The Nachrichtenseite The Verge berichtet zum Verblieb der mittig montierten Startstufe dies. Eine offizielle Bestätigung von SpaceX liegt bislang noch nicht vor.
Zentrale Erststufe, Nachtrag.
https://www.theverge.com/2018/2/6/16980954/spacex-falcon-heavy-rocket-middle-core-failed-landing
The middle booster of SpaceX’s Falcon Heavy rocket failed to land on its drone ship
By Loren Grush@lorengrush Feb 6, 2018, 6:39pm EST
Though the Falcon Heavy’s outer cores successfully landed after launch this afternoon, the middle core of SpaceX’s huge rocket missed the drone ship where it was supposed to land, a source tells The Verge. SpaceX hasn’t yet confirmed this publicly.
It’s a small hiccup in an otherwise successful first flight. The Falcon Heavy rocket took off from NASA’s Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida at 3:45PM ET on Wednesday and made a beautiful arc to space. About two and a half minutes after liftoff, the two outer boosters of the rocket broke away and returned to Earth. The pair then touched down just seconds apart on SpaceX’s two ground landing pads at the Cape called Landing Zone 1 and Landing Zone 2.
At about three minutes after lift off, the center core broke away from the upper stage — the top portion of the rocket that is carrying the Falcon Heavy’s payload, CEO Elon Musk’s Tesla roadster. It then attempted to land on SpaceX’s drone ship, but live video of the landing stalled just before the core was slated to make its touch down. “We lost the center core,” someone said on a separate, unlisted live stream of the launch. (Link)
Audio: "We lost the center core."
https://twitter.com/King_Drew16/status/960995626103267328
Nachtrag 4, 09:30. The Verge meldet heute morgen:
SpaceX later confirmed The Verge’s reporting in a press conference.
The center core was only able to relight one of the three engines necessary to land, and so it hit the water at 300 miles per hour about 300 feet from the drone ship. As a result, two engines on the drone ship were taken out when it crashed, SpaceX CEO Elon Musk said in a press call after the rocket launch. “[It] was enough to take out two thrusters and shower the deck with shrapnel,” he said.
U.E.
© Ulrich Elkmann. Für Kommentare bitte hier klicken.
4. Februar 2018
邓丽君 / Dèng Lìjūn / Teresa Teng
Der Sonntag den Künsten!
In der westlichen Pop- und Rockmusik gibt es das Phänomen des "Club 27" - jene Stars und Monstres sacrés des ungezügelten Lebens, die in diesem Alter von der irdischen Bühne abgetreten sind Brian Jones, Jimi Hendrix, Jim Morrison, Janis Joplin - zuletzt Kurt Cobain und Amy Winehouse (der erste im Reigen dieses Danse Macabre war übrigens 1938 Robert Johnson, später zur Legende gewordener Bluessänger, dessen ihm angedichtete Dämonie womöglich zur unfokussierten Legendenbildung um dieses zufällige Alter beigetragen hat). Im Chinesischen dürfte ein Pendant dazu der Monat Januar sein, die Zeit, in die viele Geburts- oder Todestage derer fallen, die viel zu früh von uns gegangen sind, etwa von 鳳飛飛, Fong Fei Fei, am 3. Januar 2012 im Alter von nur 58 Jahren gestorben, der "Sängerin mit den 600 Hüten" - dme Kennzeichen jedes ihrer Auftritte, oder 陈琳, Chen Lin, die am 31. Januar 2018 48 Jahre alt geworden.
Holla die Waldfee. Der neue Puritanismus, Zensur, #MeToo
("Hylas and the Nymphs," 1896. 98x162 cm, Öl auf Leinwand. Abb.: Wikipedia)
In einem Seitenstück zur grassierenden "#Metoo"-Medienhysterie, bei dem man nicht nur den Eindruck hat, daß hier ein Komplex aus Unterhaltungsindustrie, die sie bedienenden Medien und ein wohlfeiler Empörungsmoralismus aus den seit langem intern bekannten und geduldeten Schattenseiten des eigenen Geschäftsmodells Gratiskapital schlägt, sondern auch ein Ablenkungsmanöver großen Stils stattfindet, das von den wirklichen Bedrohungen, denen Frauen und Mädchen in unseren westlichen Gesellschaften ausgesetzt sind ablenken soll - in einem kleinen Seitentrakt des Ministeriums für Kunstfreiheit (auf #Neudeutsch "Minikuf" genannt) ist in dieser Woche, so scheint es, Richtfest gefeiert worden - wie immer im Zeichen der Freiheit der Kunst. Die Manchester Art Gallery verbannte eine der Ikonen der englischen Malerei des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts ins Depot: das Gemälde "Hylas und die Nymphen" von John William Waterhouse (1849-1917) von 1896. Statt dessen werden die Besucher, die einen Blick auf diesen weltberühmte Gemälde werfen wollen, darauf verwiesen, daß die Abhängung selbst "eine Kunstauktion" sei, mit dem Ziel das Bild der Frau im 19. Jahrhundert zu hinterfragen, da die damaligen Künstler in fragwürdigen gesellschaftlichen Vorstellungen befangen gewesen seien. Auch Postkarten dieses Gemäldes wird man im Museumsshop vergeblich suchen.
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