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5. Juli 2008

Kurioses, kurz kommentiert: Erhard Eppler hat eine tolle Idee. Und sendet gleich auch noch ein Signal in alle Welt

"Wenn es der Union nur darum geht, den Übergang zu erneuerbaren Energien abzusichern, dann könnte sie der SPD ja ein Angebot machen", sagte Eppler dem SPIEGEL. "Wenn die SPD bereit ist, einige Meiler länger laufen zu lassen, dann schreiben wir gemeinsam in die Verfassung, Atomkraftwerke werden nicht mehr gebaut".

"Spiegel Online" unter der Überschrift "Eppler schlägt Atom-Kompromiss vor".

Kommentar: Lustiger Kompromiß, den Erhard Eppler sich da hat einfallen lassen: Dem "Ausstieg aus der Atomenergie" soll Verfassungsrang gegeben werden, was ihn faktisch unumkehrbar machen würde. Und als Gegenleistung würde man "einige Meiler länger laufen" lassen.

Die AKW-Gegner sollen den vollständigen Sieg für alle Zukunft erhalten und sich dafür bereitfinden, noch ein wenig zu warten, bis ihnen die Trophäe ausgehändigt wird.

Und nicht nur das hat sich Erhard Eppler ausgedacht. Sondern, so sagte er es dem "Spiegel", damit "... könnte Deutschland anderen das richtige Signal geben".

Am deutschen Wesen soll wieder einmal die Welt genesen. Helmut Schmidt wußte schon, warum er als Kanzler gegen seinen Minister Eppler eine herzliche Abneigung hatte.



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18. Mai 2008

Zitat des Tages: Eppler dachte vor, die SPD denkt nach

Berlin (dpa) - Ein Geheimtreffen der SPD-Spitze mit Gesine Schwan sorgt für Spekulationen darüber, ob die SPD einen eigenen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt aufstellt.

Beginn einer dpa-Meldung von gestern 22.06, entnommen Newsticker.de.

Kommentar: Wie weiter gemeldet wird, nahmen an dem Treffen auch der Alt-Vorsitzende Jochen Vogel sowie "SPD-Vordenker" Erhard Eppler teil.

Die beiden dürften davon erzählt haben, wie es war, als 1969 die Wahl Gustav Heinemanns durch SPD und FDP der Vorbereitung der sozialliberalen Koalition nach den Bundestagswahlen desselben Jahres diente.

Und Eppler wird vielleicht an das Interview im Januar 2007 erinnert haben, in dem er dies "vordachte":
Irgendwann muss aus der strukturellen linken Mehrheit auch eine linke Regierung erwachsen. Die Differenzen zwischen SPD und Linkspartei sind nicht so tief wie früher die zwischen SPD und KPD.
Der Zug in Richtung Volksfront nimmt Fahrt auf.



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