25. März 2011

Kurzberichte zu Fukushima Daiichi (12): Ein Riß im Containment von Block 3? (Stand: Freitag, 11.30 Uhr)

In den vergangenen Stunden rückte die Lage in Block 3 immer mehr in den Mittelpunkt.

Zum einen war dies der Reaktor gewesen, an dem drei Männer Verstrahlungen an den Füßen erlitten hatten, weil sie nicht hinreichend gegen das radioaktiv verseuchte Wasser geschützt gewesen waren, in dem sie standen. Was nun dazu gemeldet wird, ist in der Tat alarmierend: Die Radioaktivität dieses Wassers (gemessen in Bq/kg) lag beim 10.000fachen des Werts im normalem Reaktorbetrieb.

Zitat des Tages: Des Ministers Brüderle Wahrheit. Die Unehrlichkeit hier, die Heuchelei da

Herr Dr. Keitel machte darauf aufmerksam, dass derzeit eine Meldung über den Ticker laufe, wonach die Bundesregierung am Nachmittag ein Moratorium der Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke bekannt geben wolle. Der Minister bestätigte dies und wies erläuternd darauf hin, dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational seien.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle laut Protokoll am vorletzten Montag, dem 14. März vor dem Präsidium des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin.

Stratfors Analysen: "Gaddafi könnte wieder die terroristische Karte spielen". Scott Stewart über Libyen und den internationalen Terrorismus

On March 19, military forces from the United States, France and Great Britain began to enforce U.N. Security Council Resolution 1973, which called for the establishment of a no-fly zone over Libya and authorized the countries involved in enforcing the zone to “take all necessary measures” to protect civilians and “civilian-populated areas under threat of attack.” Obviously, such military operations cannot be imposed against the will of a hostile nation without first removing the country’s ability to interfere with the no-fly zone — and removing this ability to resist requires strikes against military command-and-control centers, surface-to-air missile installations and military airfields.

24. März 2011

Kurzberichte zu Fukushima Daiichi (11): Die Temperaturen sinken jetzt schnell. "Kein zweites Tschernobyl" (Stand: Donnerstag, 17.00 Uhr)

Die wichtigsten Meldungen des heutigen Tages (in Japan ist es jetzt bereits ein Uhr nachts) betreffen die Temperaturen.

Die Temperaturen sind in mehrfacher Hinsicht kritisch: Zum einen müssen die Reaktoren und die Abklingbecken gekühlt werden, damit aus dem Schmelzen oder Anschmelzen einzelner Brennstäbe keine umfassende Kernschmelze hervorgehen kann. Das ist der langfristige, der sozusagen strategische Aspekt. Kurzfristig - gewissermaßen auf der taktischen Ebene - geht es darum, die Temperaturen zu senken, um damit auch die ionisierende Strahlung, die vor allem von den Brennstäben in den Abklingbecken ausgeht, weiter zu reduzieren.

Kurzberichte zu Fukushima Daiichi (10): Die negativen Nachrichten überwiegen heute (Stand: Donnerstag, 9.30 Uhr)

Im Augenblick überwiegen die negativen Nachrichten. Von der Zuversicht, die in den vergangenen Tagen in den Meldungen von NHK - auch beispielsweise in den Auftritten des Regierungssprechers Edano - zu spüren gewesen war, ist gegenwärtig wenig geblieben.

Das ist eine Momentaufnahme. Es kann sich bald wieder ändern, wie das schon mehrfach der Fall gewesen ist, nachdem es Rückschläge gegeben hatte. Aber es ist die momentane Situation. Edano sagte in der vergangenen Nacht (MEZ) nicht mehr, daß es vorangehe, sondern daß man damit rechne, eine Verschlechterung vermeiden zu können.

23. März 2011

Aus dem Lehrerzimmer: Der Kampf gegen die Atomkraft im politisch korrekten Unterricht. Mit einem Nachtrag.


Die Einstellung der Generation der heute bis 40-Jährigen zumindest in Westdeutschland dürfte nicht unwesentlich geprägt sein durch den Jugendroman "Die Wolke" von Gudrun Pausewang (vgl. T. Spreckelsen: "Das Angstmacherbuch unserer Schulzeit"). Erschienen ein Dreivierteljahr nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, handelt er von dem Schicksal eines 14-jährigen Mädchens nach einem (fiktiven) Super-GAU im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld. Mit 1,5 Millionen verkauften Exemplaren ist "Die Wolke" ein sehr erfolgreiches Jugendbuch und eine verbreitete Schullektüre im politisch korrekten Deutschunterricht, und nach Fukushima ist das Buch wieder in den Beststellerlisten der Jugendliteratur.

Stratfors Analysen: Anschlag in Jerusalem. Silvan Shalom spricht von einer möglichen neuen Operation "Gegossenes Blei". Die Spannungen steigen

Der Aufruhr im arabischen Raum hat sich bisher auf Israel kaum unmittelbar und akut ausgewirkt. Das könnte sich jetzt ändern, meint Stratfor in einem heute um 16.04 MEZ erschienen Hintergrundbericht, der nur Mitgliedern zugänglich ist. Auf ihn stütze ich mich bei diesem Artikel hauptsächlich.

Kurzberichte zu Fukushima Daiichi (9): Die aktuelle Falschmeldung bei "Spiegel-Online"; diesmal Extraklasse (Stand: Mittwoch, 13.30 Uhr)

Was die Produktion von Falschmeldungen angeht, dürfte "Spiegel-Online" inzwischen den einst legendären Ruf von "Bild" übertreffen. Aber heute übertraf "Spiegel-Online" sich selbst.

Bis vor einer Stunde stand dort auf der Hauptseite als Aufmacher die Schlagzeile "Erhöhte Radioaktivität - AKW Fukushima komplett evakuiert". Der zugehörige Artikel ist datiert mit "23. März 2011, 09:33 Uhr". Dies war mehr als drei Stunden lang der Aufmacher. Um 12.52 wurde die Schlagzeile geändert.

Kurzberichte zu Fukushima Daiichi (8): Fortschritte bei der Aufnahme des Normalbetriebs, aber noch hohe Strahlenbelastung (Stand: Mittwoch, 7.00 Uhr)

Die wichtigste positive Nachricht ist, daß in Block 3 der Kontrollraum jetzt wieder in Betrieb ist. Als erster Reaktor soll dieser Block wieder über seine eigenen Pumpen gekühlt werden. Hierzu wird heute die erste Pumpe getestet.

Noch geht aber auch die externe Kühlung weiter. Bei Block 4 wird jetzt seit 2.00 Uhr MEZ die Betonpumpe eingesetzt, deren Pumpröhre bis zu einer Höhe von mehr als 50 Metern ausgefahren werden kann. Gegenüber den Löschfahrzeugen der Feuerwehr hat das vor allem den Vorteil, daß damit das Wasser zielgenau zum Abklingbecken geleitet werden kann, während die Feuerwehrfahrzeuge es nur in dessen Richtung spritzen können.

Zitat des Tages: "Wir haben uns geirrt". Verteidigungsminister Gates über die Entscheidung, Angehörigen von Soldaten das Verlassen Japans anzubieten

Q: Mr. Secretary, radiation in Japan -- can you talk about your concerns about risk to U.S. service members in Japan, and the calculation possibly of withdrawing some or all of them?

SEC. GATES: Well, I think first of all, we've certainly erred on the side of caution in terms of women and children, dependents, in terms of offering them the opportunity to leave.

22. März 2011

Kurzberichte zu Fukushima Daiichi (7): Die Instandsetzung geht jetzt schnell voran. Die Katastrophe findet nicht statt (Stand: Dienstag, 19.30 Uhr)

In den letzten Stunden haben die Arbeiten zur Instandsetzung des KKW Fukushima Daiichi recht erstaunliche Fortschritte gemacht. Man kann jetzt sagen, daß mit großer Wahrscheinlichkeit kein schweres Unglück mehr eintreten wird. Die Katastrophe, von der unsere Zeitungen und TV-Nachrichten voll gewesen waren, wird nicht stattfinden.

Interessant an den Meldungen der letzten Stunden ist das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Maßnahmen, die einander teils bedingen, die sich teils aber auch gegenseitig ausschließen.

Solche Wechselwirkungen gab es seit Beginn des Störfalls:

Stratfors Analysen: "Der Vergleich mit dem Irak liegt auf der Hand". George Friedman über Ideologie und Interessen hinter der Libyen-Intervention

Forces from the United States and some European countries have intervened in Libya. Under U.N. authorization, they have imposed a no-fly zone in Libya, meaning they will shoot down any Libyan aircraft that attempts to fly within Libya. In addition, they have conducted attacks against aircraft on the ground, airfields, air defenses and the command, control and communication systems of the Libyan government, and French and U.S. aircraft have struck against Libyan armor and ground forces.

Kurzberichte zu Fukushima Daiichi (6): Die positiven Nachrichten überwiegen wieder (Stand: Dienstag, 15.00 Uhr)

Es gibt eine sehr gute Nachricht: Die gestern wegen des Rauchs (oder Dampfs?), der von zwei Blöcken aufstieg, unterbrochenen Arbeiten sind jetzt in vollem Umfang wieder aufgenommen worden. Der weiße Rauch über Block 2 ist nahezu verschwunden, die Rauchentwicklung über Block 3 ebenfalls zurückgegangen. Parallel dazu sank auch die Strahlung. Sie lag am Hauptmeßpunkt am Eingang in der Nacht zu heute um 2.00 Uhr (MEZ) nur noch bei 0,26 mSv/h.

Das erlaubte es, die vorübergehend unterbrochenen Arbeiten (siehe Die Arbeiten sind vorläufig unterbrochen; ZR vom 22. 3. 2011) wieder uneingeschränkt fortzusetzen.

Kurzberichte zu Fukushima Daiichi (5): Die Arbeiten sind vorläufig unterbrochen (Stand: Dienstag 5.30 Uhr)

In der vergangenen Nacht um 1.29 Uhr MEZ meldete NHK, daß die Arbeiten zur Wiederherstellung der Stromversorgung unterbrochen wurden.

Der Grund sind die Rauchwolken, die gestern aus den Blöcken 2 und 3 aufgestiegen waren, verbunden mit einer vorübergehenden massiven Erhöhung der Strahlung in der Umgebung der beiden Reaktoren. Diese klang zwar schnell ab (auf 0,27 mSv/h um 21.00 MEZ), aber TEPCO entschied dennoch, alle Arbeiten vorerst zu unterbrechen.

21. März 2011

Kurzberichte zu Fukushima Daiichi (4): Die aktuelle Falschmeldung von "Spiegel-Online" (Stand: Montag, 23.30 Uhr)

"Strahlenangst - Arbeiter müssen AKW Fukushima verlassen" titelt "Spiegel-Online" seit heute 9.14 Uhr.

Das wäre allerdings schlimm, wenn es wahr wäre. Nur ist es eine der vielen Unwahrheiten, mit denen "Spiegel-Online" unverdrossen Panik zu machen versucht.

Kein Arbeiter hat das AKW Fukushima verlassen müssen. Was tatsächlich der Fall ist, hat NHK (zuletzt aktualisiert um 11.35 Uhr) berichtet: Von Block 3 war heute gegen 8.00 Uhr MEZ grau-schwarzer Rauch bisher unbekannter Verursachung aufgestiegen. Daraufhin wurden die Arbeiter aus der Nähe dieses Blocks 3 abgezogen und mußten keineswegs das Gelände des KKW verlassen.

Stratfors Analysen: "Der Libyenkrieg 2011 hat begonnen". George Friedman über anfängliche Erfolge und spätere Probleme

The Libyan war has now begun. It pits a coalition of European powers plus the United States, a handful of Arab states and rebels in Libya against the Libyan government. The long-term goal, unspoken but well understood, is regime change — displacing the government of Libyan leader Moammar Gadhafi and replacing it with a new regime built around the rebels.

20. März 2011

Kurzberichte zu Fukushima Daiichi (3): Alles läuft gut. "Spiegel-Online" sucht offenbar verzweifelt nach Horrormeldungen (Stand: Sonntag, 20.00 Uhr)

Es scheint, daß auch die Medien, die eine Woche lang Panikmache betrieben haben, allmählich einsehen, wie falsch sie damit gelegen haben.

Natürlich wird das nicht explizit zugegeben, aber beispielsweise bei "Spiegel-Online" ist das Thema hinter Sachsen-Anhalt und Libyen inzwischen auf Platz 3 gerutscht. Und da aus dem KKW Fukushima Daiichi leider gar keine Horrormeldungen mehr herauszuziehen sind, muß jetzt eine angebliche Angst in der japanischen Bevölkerung herhalten: "Fukushima-Katastrophe - Japans Bevölkerung fürchtet verstrahlte Lebensmittel" wird dort seit heute 17.25 Uhr getitelt. Im Text findet sich dann freilich kein Hinweis, der auf ein solches "Fürchten" schließen ließe.

Marginalie: Überraschung in Sachsen-Anhalt - es hat keine Überraschung gegeben. Nebst einer Anmerkung zum Desaster der FDP

Soeben wurde die zweite Hochrechnung für Sachsen-Anhalt veröffentlicht (Stand 18.38 Uhr). Sie zeigt eine erstaunliche Stabilität der Parteienlandschaft: Die Kommunisten (-0,5 Prozentpunkte) und die SPD (-0,1) haben faktisch dasselbe Ergebnis erzielt wie bei den letzten Wahlen. Die CDU hat leicht verloren (-3,3) und die Grünen haben spiegelbildlich gewonnen (+3,2). Die Braunen haben den Einzug in den Landtag nicht geschafft, liegen mit 4,6 Prozent aber doch bedenklich nah an der Fünf-Prozent-Grenze.

19. März 2011

Kurzberichte zu Fukushima Daiichi (2): Die Lage hat sich heute massiv verbessert (Stand: Samstag, 15.00)

Es gab am heutigen Tag - in Japan ist es jetzt 23.00 Uhr - zwei neue Entwicklungen.

Zum einen ist jetzt nicht mehr nur von einer Stabilisierung die Rede, sondern es ist ein optimistischer Ton in die Verlautbarungen eingekehrt.

Um 13.23 Uhr MEZ berichtete beispielsweise NHK:
Chief Cabinet Secretary Yukio Edano says the situation at the Fukushima Daiichi nuclear power plant is improving. He says unpredictable factors remain but the government will do its best to fix the problem.(...) He said he believes the water-spraying over the spent fuel rod pool in the No.3 reactor was successful. He added that the current situation is more stable than before.(...)

Kurzberichte zu Fukushima Daiichi (1): Die Lage stabilisiert sich weiter (Stand am Samstag um 4.30 Uhr)

Gut eine Woche nach der doppelten Naturkatastrophe vom 11. März hat sich die Lage im KKW Fukushima Diichi so weit entspannt, daß ich von heute an weniger Zeit auf die Erstellung von Lageberichten verwenden werde. Ich möchte Sie aber weiter auf dem Laufenden halten; allerdings in einer vereinfachten Form.

Für die mit diesem Artikel beginnende Abfolge von Kurzberichten stütze ich mich nur noch auf die aktuellen Nachrichten des japanischen Senders NHK. Es wird auch in der Regel keine Aktualisierungen innerhalb eines Artikels mehr geben, sondern je nach Nachrichtenlage erscheint ein neuer Artikel in dieser Serie.

18. März 2011

Stratfors Analysen: "Die Reaktoren waren Japans Sicherheitsnetz". George Friedman über die Katastrophe, die Lage am Golf und Japans Verwundbarkeit

Over the past week, everything seemed to converge on energy. The unrest in the Persian Gulf raised the specter of the disruption of oil supplies to the rest of the world, and an earthquake in Japan knocked out a string of nuclear reactors with potentially devastating effect. Japan depends on nuclear energy and it depends on the Persian Gulf, which is where it gets most of its oil. It was, therefore, a profoundly bad week for Japan, not only because of the extensive damage and human suffering but also because Japan was being shown that it can’t readily escape the realities of geography.

Die Lage in Fukushima Daiichi (Fortsetzung; Stand: Freitag, 13.30 Uhr)

Gegenüber dem Stand bei der letzten Aktualisierung des vorausgehenden Artikels von heute Nacht 1.00 Uhr hat sich die Lage deutlich verbessert. (Wenn nicht anders angegeben, stammen die folgenden Informationen vom Sender NHK. "mSv/h" sind Millisievert pro Stunde).

Ein wesentlicher positiver Faktor ist, daß im Lauf des heutigen Tags das KKW Fukushima Daiichi wieder an das Stromnetz angeschlossen werden wird. Das war schon für gestern (japanische Zeit) geplant gewesen, mußte aber wegen zu hoher Strahlung verschoben werden. Inzwischen ist die Strahlung so weit zurückgegangen, daß es wahrscheinlich nur noch einen halben Tag dauern wird, bis die Stromversorgung wieder hergestellt ist.

Die "Tagesschau" gestern über Fukushima: Vierzehn sachliche Fehler


Was Sie jetzt lesen, das werden Sie vielleicht nicht glauben wollen, aber es ist die Wahrheit: In ihrer Hauptsendung gestern um 20.00 Uhr berichtete die "Tageschau" mit einer Dauer von 2:30 Minuten über das Unglück im KKW Fukushima Daiichi. In diesen zweieinhalb Minuten waren vierzehn sachliche Fehler enthalten.

17. März 2011

Neue Lage. Die Kanzlerin rechtfertigt das Moratorium

Nach der "nuklearen Katastrophe" in Japan, und obwohl "wir wissen, wie sicher unsere Kernkraftwerke sind", können wir nicht zur Tagesordnung übergehen, sagte die Kanzlerin heute morgen im Bundestag.

Zitat des Tages: "Statt Trauer und Mitgefühl eine selbstbezogene Diskussion". Deutscher Narzißmus. Furor Teutonicus

Man könnte heulen. Statt Trauer und Mitgefühl mit den japanischen Opfern von Erdbeben und Tsunami auszudrücken, kümmern sich unsere Medien lieber über die Katastrophe, die noch nicht eingetreten ist. Und das Allerperverseste: die wichtigste Frage ist nicht die, wie man den Japanern beistehen könnte, sondern die selbstbezogene Diskussion über die Sicherheit der Atomenergie im eigenen Land.

Cora Stephan am Montag in ihrem Blog BLogisch über die deutsche Reaktion auf die Katastrophe in Japan.