Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt
30. Januar 2015
Clemens Wergins USA-Beobachtungen und der Blick in die Kristallkugel
28. Januar 2015
(357439) 2004 BL86
25. Januar 2015
Wie einem der Schnabel gewachsen ist
In dem Bericht fand ich zwei Absätze wegen der schönen Wiedersprüchlichkeit der titelgebenden Sextante interessant. Eine Widersprüchlichkeit, welche der Sextante in ihrem Wunsch oder besser Eifer Hemmungen abzubauen, selber vermutlich nicht auffällt.
Im ersten Zitat wird noch von einer Aussage der Sextante berichtet, die für sich genommen durchaus auch als zwanglose Akzeptanz der Individualität der einzelnen Schülerinnen und Schüler gedeutet werden könnte.
Am Nachmittag begrüsste uns die Sextante zuerst und stellte sich mit Vornamen D. und ihren Arbeitspartner vor. Dann sagte sie – weil offensichtlich einige gehemmt waren – wir müssten bei manchen vulgären Begriffen einfach so reden, «wie uns der Schnabel gewachsen sei».
Doch das wird schnell richtig gestellt, denn so war das offenbar nicht gemeint. Direkt als erstes mussten die Schülerinnen und Schüler ein kleine Spiel spielen:
Erst mussten wir «Sex-Tabu» spielen, welches wie ein herkömmliches im Handel erhältliches «Tabu» funktioniert, aber nun nur mit Sexbegriffen wie Oralverkehr, Schwangerschaft, Quickie, Analverkehr und so weiter. Manche von uns hatten Probleme mit einigen Begriffen oder wollten sie aus Scham nicht erklären. Sie mussten es dann aber trotzdem tun. Die Begriffe waren zum Teil oft nicht einfach zu erklären, wenn man sich nicht traut, manche Wörter vor seinen Klassenkameraden und -kameradinnen zu sagen.
Offenbar hat die Sextante eine ganz bestimmte Vorstellung davon, wie der Schnabel gewachsen zu sein habe.
Auch der Rest des Berichts ist zu empfehlen, denn offenbar hat die Dame eine etwas seltsame Vorstellung vom Liebesleben der 12- bis 13-jährigen, die sie meint komplett zu verstehen. Da mir eine Wiedergabe des Berichts der Schülerinnen in eigenen Worten keinen Mehrwert zu bringen scheint, insbesondere auch, das es viel interesannter ist, es in ihren eigenen Worten zu lesen, verweiße ich an dieser Stelle einfach noch einmal auf der Artikel in der Basler Zeitung selber:
© Techniknörgler. Für Kommentare bitte hier klicken. Dies ist der erste von zwei Nachfolgeartikeln zum Artikel "Sexualaufklärung abnorm" von Calimero.
20. Januar 2015
Zitat des Tages: Lechts und Rinks
Ein Leser an Michael Miersch, zitiert nach "Na dann ohne mich", erschienen auf der Achse des Guten am 20.01.2015, Michael Mirschs Abschiedsartikel von der Achse des Guten
© Techniknörgler. Für Kommentare bitte hier klicken.
19. Januar 2015
Demonstrationsverbot gegen die Pegida?
18. Januar 2015
Verkehr 2025 (4)
Ganz wesentlich betroffen ist natürlich Deutschlands größte Branche: Die Autoindustrie.
Auf den ersten Blick würde sie profitieren. Es werden Millionen neue Autos gebraucht, und die wären technisch aufwendiger und damit teurer als die bisher üblichen. Und es würden sich zusätzlich Leute Autos kaufen, die bisher mangels Fahrerlaubnis keine hatten.
Aber auf den zweiten Blick kommt schon die Frage, ob gerade die deutschen Autobauer Gewinner der Umstellung sein werden. Denn gerade ihre Lieblingsverkaufsargumente beruhen auf überlegener Fahrtechnik und wären dann eher wertlos. Es hat schon seinen Grund, daß die Autobauer zwar bei der Forschung an der neuen Technik dabei sind - die Einführung aber nicht forcieren. Sie können es sich nicht leisten, auf die Automatisierung nicht vorbereitet zu sein. Aber sie fürchten sie auch. Wie oft bei Technikumbrüchen kommt der entscheidende Druck von Außenstehenden, hier von Google.
Entscheidender für die ganze Branche wird aber sein, daß die Automatisierung wahrscheinlich dazu führt, daß sehr viele Autofahrer gar kein privates Fahrzeug mehr anschaffen, sondern nach Bedarf auf Mietwagen setzen. Damit würde der Gesamtfahrzeugbestand drastisch reduziert.
Auch wenn es einige gegenläufige Effekte gäbe: Die Mietwagenflotten wären differenzierter als heute, nicht mehr von Standard-Fahrzeugen dominiert, die für vier Leute plus Gepäck ausgelegt sind. Insbesondere gäbe es wohl einen großen Bedarf nach Fahrzeugen, die auf das bequeme Reisen einer einzigen Person optimiert sind.
17. Januar 2015
Die Atomverschwörung (1): Die Fakten
Was für ein Scoop! Die sowieso unter dem Generalverdacht der Atomfreundlichkeit stehende CDU schustert den bösen Atomkonzernen auf deren eigenen Wunsch eine Möglichkeit zu, den Steuerzahler um dreistellige Millionenbeträge zu prellen.
Das investigative Flaggschiff des WDR hat zwei "geheime Dokumente" entdeckt. Nein, eigentlich nur eines, denn das andere war bereits zum Zeitpunkt seines Versandes vor dreieinhalb Jahren bekannt. Obwohl: eigentlich gar keines, denn auch das erste lag dem Biblis-Untersuchungsausschuss des Hessischen Landtages von Beginn an vor.
Es geht dabei um eine Korrespondenz zwischen dem hessischen Ministerpräsidenten Bouffier (CDU) und dem damaligen RWE-Chef Großmann über die Frage der Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Biblis nach dem Moratorium vom 15. März bis 15. Juni. Im (zeitlich) zweiten Brief, der aber schon länger bekannt war, warnt Bouffier RWE davor, Biblis wieder hochzufahren, denn ansonsten werde die hessische Atomaufsicht dagegen vorgehen. Im zeitlich vorangegangenen Schreiben, das aber erst jetzt durch Monitor an die Öffentlichkeit kam, beruft sich Großmann auf eine Ankündigung von Kanzleramtsminister Pofalla, dass Bouffier vorhabe, die Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks zu verhindern und bittet darum, ihm dieses schriftlich zu bestätigen.
Der Schluss von Monitor lautet nun: RWE hat bei der hessischen Regierung eine Möglichkeit bestellt, Schadenersatz einzuklagen, und aus alter Verbundenheit heraus auch bekommen. Gewohnt reißerisch kommen die Vorwürfe daher; bitte nehmen Sie sich die Zeit und sehen sich das oben verlinkte Video an.
Starker Tobak, nicht wahr?
Ich nehme mal ganz frech das Ergebnis meiner Recherche vorweg: Es ist nicht mal eine Marlboro Light.
16. Januar 2015
Interview mit einem Intellektuellen
15. Januar 2015
5 Millionen Mal Satiremagazin
Ein weinender Mohammed zeigt sein Schild „Je suis Charlie“. Und die Überschrift dieser Titelseite lautet: „Alles ist vergeben“. Der Idee-Geber und die Redaktion haben sich auf ein Niveau erhoben, das angesichts der früheren vulgären Karikaturen niemand erwartet hätte. Ein Sieg der besten abendländischen Tradition. Man schaut noch einmal hin: Und das hat nicht ein Papst gemalt und gesagt.
13. Januar 2015
Die Sache mit der Lügenpresse. Ein Gedankensplitter zu Freiheit, Presse und Lüge.
12. Januar 2015
Verkehr 2025 (3)
Natürlich werden die Ewig-Gestrigen von Campact oder Greenpeace auch diese technische Neuerung bekämpfen. Aber wie der geschätzte Kollege Llarian so schön sagte:
Wenn es nach den Grünen ginge hätten wir heute ja auch keine PCs am Schreibtisch. So richtig viel Erfolg haben sie damit auch nicht gehabt.
Was unstrittig auch kommen wird, ist begleitend auch die Vernetzung der Fahrzeuge per Funk. Das ist ja heute schon erlaubt und wird von manchen Herstellern verwendet, um Verkehrsinfos oder Nachrichten aus dem Internet zu holen oder bei Unfällen automatisch die Notzentrale zu verständigen.
Die Fahrzeuge können Passagier oder Gepäck also nicht nur von A nach B bringen. Sondern man kann sie von irgendwoher herbeirufen, um in A abgeholt zu werden. Und nach Ankunft in B schickt man sie wieder weg, sich irgendwo anders einzuparken.
Und genau diese Eigenschaft ist entscheidend dafür, daß für sehr viele Menschen das bedarfsgerechte Anmieten eines Fahrzeugs viel attraktiver sein wird als der Besitz eines eigenen Autos. Alle Nachteile von heutigen Car-sharing-Modellen oder Mietwagen fallen weg, aber die Vorteile bleiben.
9. Januar 2015
Sollbruchstellen der Freiheit
7. Januar 2015
Zitat des Tages: Sie haben unrecht
"Je veux m'adresser directement aux Parisiens et à tous les Français pour leur dire que tous les Américains se tiennent à leurs côtés. Aucun pays ne sait mieux que la France que la liberté a un prix, car c'est en France que de nombreux idéaux démocratiques ont vu le jour.
La liberté d'expression et de la presse sont des valeurs fondamentales, universelles. Il arrive que ces principes soient attaqués, mais ils ne seront jamais éradiqués, car partout dans le monde, des hommes et des femmes se dresseront toujours avec courage contre l'intimidation et la terreur que voudraient répandre ceux qui cherchent à les détruire.
Les assassins ont proclamé aujourd'hui que Charlie Hebdo était mort. Soyez sûrs d'une chose : ils ont tort. Aujourd'hui, demain, en France et à travers le monde, le pouvoir de la liberté d'expression vaincra dans la lutte contre l'obscurantisme."
"Ich möchte mich direkt an die Pariser und an alle Franzosen wenden, um ihnen zu sagen, dass alle Amerikaner an ihrer Seite stehen. Kein Land weiß besser als Frankreich, dass die Freiheit einen Preis hat, weil es Frankreich ist, wo zahlreiche demokratische Ideen das Licht der Welt erblickt haben.
Die Freiheit der Meinungsäußerung und der Presse sind universelle Grundwerte. Es kommt vor, dass sie angegriffen werden, aber sie werden niemals ausgelöscht werden, weil überall auf der Welt Männer und Frauen mutig gegen die Einschüchterung und den Terror derer auftreten, die sie zerstören möchten.
Die Attentäter haben heute verkündet, dass Charlie Hebdo tot sei. Seien Sie sich über eines versichert: Sie haben unrecht. Heute, morgen, in Frankreich und rund um die Welt wird die Kraft der freien Meinungsäußerung im Kampf gegen die Feinde der Aufklärung obsiegen."
John Kerry. Quelle: francetvinfo.fr
Kommentar:
Damit ist alles gesagt. Jedes weitere Wort wäre zuviel. Dass gerade in Deutschland so viele weitere Worte gesagt werden, ist beschämend.
© Meister Petz. Die Titelvignette ist ein Zeichen der Solidarität und Verbundenheit mit den Toten des Anschlags und ihren Angehörigen. Für Kommentare bitte hier klicken.
Verkehr 2025 (2)
Aber die Existenz einer technischen Lösung bedeutet natürlich noch lange nicht, daß der Einsatz erlaubt wird. Schon gar nicht in Deutschland - schließlich geben sich Bahn und Gesetzgeber lieber ein paar Lokführerstreiks, obwohl automatisiertes Fahren bei der Bahn schon heute problemlos möglich wäre und in anderen Ländern praktiziert wird.
Ich glaube aber nicht, daß eine solche Verweigerung bei Autos möglich sein wird. Aber der Einsatz wird nur in Etappen genehmigt werden.
Vergleiche, Gleichsetzungen und Unterschiede
Die Krankheit Zerstörungswut, 9.11.2014 von Hadmut Danisch
Auch wenn es vom Autor vielleicht nur als reiner Vergleich des technischen Vorgehens gemeint war, so halte ich das für einen irreführenden, am wesentlichen vorbeigehenden Vergleich und zwar aus drei Gründen:
5. Januar 2015
Verkehr 2025 (1)
Aber dieser Artikel hat eigentlich einen Anlaß aus dem alten Jahr: Google stellte kurz vor Weihnachten seinen Prototyp für ein fahrerloses Auto vor. Eine kleine Nachricht - aber sie wird wohl viel größere Konsequenzen haben als alles, was derzeit in den Schlagzeilen steht.
2. Januar 2015
Zitat des Tages: Die da oben und das Volk
Thomas Rietzschel, Die Achse des Guten (Quelle)
Kommentar:
Die Frage nach dem Thema kann sich auch ein konsequenter Neujahrs-, Weihnachts- und sonstiger Gedunkansprachenverweigerer wie ich sparen, denn es gibt nur eines: Pegida. Ein medialer Hype, dem sich offensichtlich nicht einmal die Kanzlerin entziehen kann, die ja erfahrungsgemäß der Seismopolitik à la Horst Seehofer auch nicht abgeneigt ist.
1. Januar 2015
Zum neuen Jahr
"Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr, das uns gegeben ist, neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge, voll nie getaner Arbeit, voll Aufgabe, Anspruch und Zumutung; und wollen sehen, daß wirs nehmen lernen, ohne allzuviel fallen zu lassen von dem, was es zu vergeben hat, an die, die Notwendiges, Ernstes und Großes von ihm verlangen."
Rainer Maria Rilke, aus einem Brief an Clara Rilke vom 1. Januar 1907 (Quelle).
Allen Lesern von Zettels Raum und Zettels kleinem Zimmer ein gesundes und freudvolles Jahr 2015.
© Meister Petz. Titelvignette: Neujahrskarte, abgestempelt in Berlin am 31.12.1904. Für Kommentare bitte hier klicken.
31. Dezember 2014
Der Datenkrake (2): Politische Säuberung
Seit ein paar Wochen geistert im Netz ein "Tülchen" rum, das - durch Eingabe einer URL mit der entsprechenden Facebook-Seiten-ID - die eigene Freundesliste danach durchsucht, wer der gesuchten Seite einen "Gefällt mir"-Klick gegeben hat.
Vor dem Hintergrund der Pegida-Demonstrationen nutzten fast alle größeren Medien in ihren Online-Auftritten diese Funktion als Aufhänger, um ihren Lesern vorzuschlagen, doch mal ihre Freundesliste nach Pegida-, AFD- und NPD-Anhängern durchzuforsten und diese Freunde danach zu entfernen.
30. Dezember 2014
Der Datenkrake
Obwohl das deutsche Feuilleton energisch von der Benutzung dieses neumodischen Zeugs gewarnt hat, hat Facebook in Deutschland unverzeihlicherweise Millionen von Nutzern gefunden. Außerdem ist es wirtschaftlich sehr erfolgreich, ebenfalls eine Todsünde. Es bietet seine Dienste kostenlos an und ruiniert damit das Geschäftsmodell der etablierten deutschen Dorfklatsch-Verbreiter.
Und das größte seiner Verbrechen: Facebook veröffentlicht genau das, was seine Nutzer veröffentlichen wollen!
Und das kann zu Peinlichkeiten führen.
Russland heute
26. Dezember 2014
Dummes, kurz kommentiert: Deutschland muss besser werden.
24. Dezember 2014
Franz, Franziskus und die Krippe
Laut der Überlieferung von Thomas von Celano geht die Darstellung der Geburt Jesu im Stall von Bethlehem auf den heiligen Franz von Assisi zurück:
In jener Gegend lebte ein Mann mit Namen Johannes, von gutem Ruf, aber noch besserem Lebenswandel. Ihm war der selige Franziskus in besonderer Liebe zugetan, weil er trotz des großen Ruhmes und des Ansehens, das er daheim genoß, den Adel des Fleisches verachtete und nach dem Adel der Seele trachtete. Diesen ließ nun der selige Franziskus, wie er oft zu tun pflegte, zu sich rufen, etwa vierzehn Tage vor der Geburt des Herrn, und sprach zu ihm: „Wenn du wünschest, daß wir bei Greccio das bevorstehende Fest des Herrn feiern, so gehe eilends hin und richte sorgfältig her, was ich dir sage. Ich möchte nämlich das Gedächtnis an jenes Kind begehen, das in Bethlehem geboren wurde, und ich möchte die bittere Not, die es schon als kleines Kind zu leiden hatte, wie es in eine Krippe gelegt, an der Ochs und Esel standen, und wie es auf Heu gebettet wurde, so greifbar als möglich mit leiblichen Augen schauen." Als der gute und treuergebene Mann das hörte, lief er eilends hin und rüstete an dem genannten Ort alles zu, was der Heilige angeordnet hatte.
23. Dezember 2014
Der Anfang vom Ende ukrainischer Blockfreiheit
21. Dezember 2014
Sie ist's
Nein, falsch ist es nicht, wenn die Freie Demokratische Partei etwas verbindlicher auftreten will. Stark in der Sache, milde in der Art! Den Parteinamen möchte sie zwar nun doch nicht ändern, sondern alles drumherum. Neue wärmere Farben, vielleicht sogar ein anderes Logo! Adé Blaugelb. Frische, Wärme, Menschlichkeit und Einfühlsamkeit sind die Leitmotive, wie die für das "Kommunikationskonzept" zuständige Werbeagentur "Heimat" der "Welt am Sonntag" mitteilte.