Seit Menschengedenken, soll heißen seit ihrer Gründung 1987, ist in deutschen Journalistenkreisen die Vokabel "radikalislamisch" zur Kennzeichnung der Terrororganisation Hamas gängig, die in ihrer bis heute unveränderten Gründungscharta zum Töten von Juden und zur Vernichtung des Staates Israel aufruft. Die seit 2006 in Gaza regierende Hamas, unter der Homosexuelle ermordet und angebliche Israel-Kollaborateure hingerichtet werden; die Raketen auf Israel von Schulen und Krankenhäusern aus abfeuert (in der offensichtlichen Hoffnung, möglichst viele tote Kinder beklagen zu können, sollte Israel zurückschießen) und Hilfsgelder zum Bau von Terrortunnel aufwendet, ist also "radikalislamisch". Klingt ein wenig wie "radikale Evangelikale": etwas spinnert aber harmlos, nicht wahr? Wenn irgendwo anders auf der Welt Terror in vergleichbarer Art verübt wird, wird dagegen nahezu durchgängig von "islamistischem Terrorismus" gesprochen.
Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt
7. August 2016
Kurioses, kurz kommentiert: Jod fürs Volk
Das Land Nordrhein-Westfalen stockt dieser Tage seine Bestände an Jodtabletten um weitere 21 Millionen Stück auf, meldet Welt online. Kostenpunkt: 800.000,-€. Damit ist NRW das einzige Bundesland, das eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Jodtabletten vorhält. Hintergrund ist die Furcht vor nuklearen Katastrophen, die von belgischen Kernkraftwerken ausgehen könnten. Hier hat es in den letzten Jahren verschiedentlich Berichte über Störfälle gegeben.
Kommentar: Man kann als Einwohner Nordrhein-Westfalens nur froh und dankbar sei, daß sich die rotgrüne Landesregierung von Ereignissen wie den Kölner Silvesterfeierlichkeiten, AKP-Massendemonstrationen oder marodierenden Einbrecherbanden nicht den Blick verstellen läßt für die wirklichen Gefährdungen, denen die Bevölkerung ausgesetzt ist.
Andreas Döding
© Andreas Döding. Für Kommentare bitte hier klicken.
Kommentar: Man kann als Einwohner Nordrhein-Westfalens nur froh und dankbar sei, daß sich die rotgrüne Landesregierung von Ereignissen wie den Kölner Silvesterfeierlichkeiten, AKP-Massendemonstrationen oder marodierenden Einbrecherbanden nicht den Blick verstellen läßt für die wirklichen Gefährdungen, denen die Bevölkerung ausgesetzt ist.
Andreas Döding
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5. August 2016
Die jungen Totalitären und das Versagen der politischen Mitte
Erinnern wir uns noch einmal an die erste Runde der Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten:
Der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer lag mit weitem Abstand zum
parteiunabhängigen Grünen-Exponenten Alexander van der Bellen an der
Spitze. Die ehemalige OGH-Präsidentin Irmgard Griss landete auf einem
respektablen dritten Platz, während sich die Vertreter der Parteien der
mittelgroßen Koalition, Rudolf Hundstorfer (SPÖ) und Andreas Khol (ÖVP), allein damit trösten konnten, immerhin noch mehr Stimmen erhalten zu haben
als das Enfant terrible Richard Lugner.
In seinem vorstehend verlinkten Beitrag sprach der Verfasser dieser Zeilen davon, dass dieses Ergebnis "natürlich kein Zufall" gewesen sei, da nur noch die FPÖ und die Grünen "einen Gestaltungswillen und eine ideologische Tiefenschärfe" verkörperten, welche die sogenannten Altparteien nicht mehr besäßen. Dieser Befund ist zu korrigieren beziehungsweise zu präzisieren: Hofer gegen van der Bellen ist die zeitgeistkorrekte Paarung, während in den USA die eigentlich "richtige" Begegnung dadurch verhindert wurde, dass die Demokraten Hillary Clinton und nicht Bernie Sanders zu ihrem Bewerber um das Weiße Haus nominierten.
In seinem vorstehend verlinkten Beitrag sprach der Verfasser dieser Zeilen davon, dass dieses Ergebnis "natürlich kein Zufall" gewesen sei, da nur noch die FPÖ und die Grünen "einen Gestaltungswillen und eine ideologische Tiefenschärfe" verkörperten, welche die sogenannten Altparteien nicht mehr besäßen. Dieser Befund ist zu korrigieren beziehungsweise zu präzisieren: Hofer gegen van der Bellen ist die zeitgeistkorrekte Paarung, während in den USA die eigentlich "richtige" Begegnung dadurch verhindert wurde, dass die Demokraten Hillary Clinton und nicht Bernie Sanders zu ihrem Bewerber um das Weiße Haus nominierten.
4. August 2016
Irische Impressionen
Irland ist tatsächlich ein Land - wohl da einzige Land dieser Erde - in dem man wochenlang unterwegs sein kann, und an jedem Ort und jedem Abend ein Pub findet, in dem Live-Musik gespielt wird.
Es bietet auch dem Klischee entsprechend ausreichend regnerisches Wetter, obwohl dieser Autor es auch geschafft hat, sich dort einen leichten Sonnenbrand zu holen.
Aber es sind ihm noch ein paar andere, eher unerwartete Sachen aufgefallen:
Es bietet auch dem Klischee entsprechend ausreichend regnerisches Wetter, obwohl dieser Autor es auch geschafft hat, sich dort einen leichten Sonnenbrand zu holen.
Aber es sind ihm noch ein paar andere, eher unerwartete Sachen aufgefallen:
3. August 2016
Die neue Attraktivität autokratischer Herrscher
Das aus meiner Sicht erschreckende an der gegenwärtigen Vervollständigung der autokratischen Macht Erdogans in der Türkei ist nicht so sehr sein Handeln infolge des mißglückten Putsches vor zwei Wochen. Es ist vielmehr die offensichtliche und überwältigende Zustimmung, die er in seiner eigenen Bevölkerung dafür erhält. Wenn dann, wie am vergangenen Sonntag in Köln, 30.000 Deutschtürken das gegenwärtige Vorgehen ihres Staatschefs (als den sie ihn anscheinend mehrheitlich betrachten) als Sieg der Demokratie feiern, dann mag man das, wie Kollege Ulrich Elkmann, als ein Fanal der Machtergreifung betrachten. Analoges gilt für Putins Rußland, wo ebenfalls ein großer Teil der Bevölkerung hinter dem überhaupt nicht lupenreinen Demokraten steht. Man kann diese Entwicklungen jedoch auch als Ausdruck des Verlustes von Strahlkraft und Attraktivität der Demokratien westlicher Prägung begreifen, der sich hier zeigt.
Marginalie: Von Hinz und Kunz
Das moralinsaure Deutschland hat derzeit wieder einen großen Aufreger entdeckt: Eine Abgeordnete der SPD, Petra Hinz, hat ihren Lebenslauf gefälscht, Abitur und Studium erfunden und ist jetzt dabei ertappt worden. Dumm gelaufen. Noch schlimmer dagegen wiegt aus moralischer Empörung, dass Frau Hinz nicht, wie von diversen Granden ihrer Partei gefordert, ihr Mandat sofort niedergelegt hat und in Schimpf und Schande den Bundestag auf Knien verlassen hat. Böse Frau. Man muss den Eindruck bekommen, so diverse Vertreter von Politik und Medien, dass Frau Hinz absichtlich auf Zeit spielt und versucht noch möglichst viele Diäten zu erhalten.
2. August 2016
Fanal der Machtergreifung
Manchmal, so scheint es fast, entwickeln auch Zeitgenossen, denen man es zuletzt zutrauen würde, beim Blick in die verhangene Zukunft wahrhaft seherische Gaben. So in diesem Fall, von dem in der Welt am Sonntag vor mehr als 10 Jahren der Journalist Heimo Schwilk berichtete:
Bei einem Rundgang durch das türkisch dominierte Berlin-Kreuzberg überraschte die Politikerin Claudia Roth ihre Gesprächspartner mit einem Geistesblitz der besonderen Art. Man könne doch, meinte die Bundesvorsitzende der Grünen, am 3. Oktober nicht nur die deutsche Einheit, sondern auch den Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei feiern. Ihre Vision: Am Nationalfeiertag der Deutschen ertrinken die Straßen in einem Meer aus roten Türkenflaggen und ein paar schwarzrotgoldenen Fahnen.
31. Juli 2016
Marginalie: "Ein Augenblick gelebt im Paradiese"
Vor kurzem hat der Verfasser in diesem Blog unter anderem den in der Überschrift angeführten Vers aus Schillers Don Carlos zitiert. Ebenfalls vor kurzem widerfuhr dem Verfasser ein solcher Moment (siehe Bild). Mit dem Tod bezahlt hat er ihn nicht.
Bayern - die "Vorstufe zum Paradies"? Vorstufe? Ach was.
Bayern - die "Vorstufe zum Paradies"? Vorstufe? Ach was.
Noricus
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27. Juli 2016
Sind wir schon wieder so weit ?
Der Gegensatz zwischen dem Lippenbekenntnis zur Meinungsfreiheit und der Schwierigkeit diese dann auch tatsächlich zu ertragen, ist schon früher einmal Thema in diesem Blog gewesen. Ein sehr markantes Beispiel hat sich in den vergangenen Tagen in NRW zugetragen.
26. Juli 2016
Grundsätzliches (0): Über das Nichts - und die Lust daran
Ich bin der Geist, der stets verneint!Lesern dieses Blogs braucht man nicht zu sagen, dass dieses Zitat aus Johann Wolfgang von Goethes Faust - dem "Schicksalsbuch der Deutschen" (Meister Petz, Faust, Mephisto, Beelzebub, Zettels Raum vom 11.03.2016) stammt.
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
25. Juli 2016
Die Schutzlosigkeit
Ebenso wie das Ritual der Sprechblasen, dass nach jedem mehr oder minder erfolgreichen Anschlag im Bätterwalt aufgeführt wird, gibt es auch ein Ritual, dass sich unweigerlich nach jedem Anschlag oder Verbrechen durch die deutschen Talkshows zieht: Die Frage danach, wie man das "in Zukunft" verhindern kann.
Ein Mann kann eine Millionenstadt lahmlegen?
- Für die Toten in München -
Am Hauptbahnhof, am Stachus, am Marienplatz, am Isartor und vor der Abendzeitung hörten Menschen Schüsse, die gar nicht fielen. Es gab dort Verletzte, aber nur, weil Menschen panisch in Panik davonstürzten. Leute hörten auch den Ruf, den es nicht gab: „Allahu akbar!“
Herz und Hirn riefen „Panik akbar.“
23. Juli 2016
Zum mutmaßlichen* Amoklauf von München
Einschließlich des Täters sind gestern in München 10 Menschen ums Leben gekommen; 16 weitere wurden verletzt. Mir scheint angemessen, an diesem Punkt kurz innezuhalten. Neun Menschen, deren Lebenslauf jäh endete, ohne ihr Zutun. Menschen, die gestern Morgen wie Sie und ich aufgestanden und ihren täglichen Verrichtungen nachgegangen sind. 10 Menschen, deren Angehörige wohl nie wieder in die gewohnten Lebenskreise zurückfinden werden, denen sie gestern entrissen worden sind, und die noch versuchen werden, das geschehene zu bewältigen lange nachdem die mediale (und Blogger-) Karawane weitergezogen sein wird.
20. Juli 2016
Die Re-Stigmatisierung psychisch Kranker
Es darf wohl als eine der großen Aufklärungsleistungen freiheitlicher Gesellschaften gelten, daß Menschen mit psychischen Störungen in den letzten Jahrzehnten aus der gesellschaftlichen Stigmatisierung und Ächtung haben heraustreten können. Ein breit gefächertes, professionelles Behandlungsangebot steht Menschen zu Verfügung, die in anderen Gesellschaften bis heute ein randständiges Dasein fristen. Daß es im Gegenzug in den letzten Jahrzehnten manche Tendenz zu einer „Überpsychologisierung“ und -pathologisierung des Alltags gekommen ist, mag man als kritisierbare Nebenwirkung einer insgesamt positiven Entwicklung sehen.
17. Juli 2016
Zwei Urteile
Richterschelte hat immer etwas billiges, weil natürlich der komplette Sachverhalt einer Tat, die Komplexität des Rechtes wie auch die Erwägungen, die ein Richter durchführt, sich kaum in dem einfachen Zahlenwertes eines Urteils ausdrücken können. Urteile, die auf den ersten Blick zumindest etwas Stirnrunzeln verursachen, sind bei näherer Betrachtung der Fakten oftmals vielleicht nicht perfekt verständlich, aber dann doch zumindest so weit in der Bewertung verschoben, dass man nicht mehr mit beiden Augen seltsam dreinschaut. Dennoch müssen alle Urteile natürlich irgenwie in einer Konstellation zusammen liegen, bzw. untereinander eine gewisse Konsistenz haben.
15. Juli 2016
Das Ritual
"Wir müssen alle zusammenhalten und dürfen uns durch solche Abscheulichkeiten nicht voneinander entfernen."
"Das hat alles nichts mit dem Islam zu tun."
"Wir müssen jetzt zusammenstehen und dürfen uns nicht vom Terror einschüchtern lassen."
"In diesem Moment sind wir alle Franzosen."
"In diesem Moment sind wir alle Franzosen."
"Ein irrer Einzeltäter."
"Versagen der Behörden und Geheimdienste."
"Müssen jetzt verhindern, dass Fremdenfeinde die Stimmung für sich ausnutzen."
"EU plant bessere Zusammenarbeit bei der Terrorbekämpfung."
"Parallelen zum nahen Osten drängen sich auf."
"Polizei und Geheimdienste haben keine Antwort auf diese neue Bedrohung."
"Die Maß Bier auf dem Oktoberfest wird schon wieder teurer."
Llarian
© Llarian. Für Kommentare bitte hier klicken.
14. Juli 2016
Der Rechtsstaat schafft sich ab
Die Vorstellung, daß ein einfacher Ladendieb, der auf frischer Tat ertappt worden ist, eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen müßte, ist absurd. Die Straftat ist bereits erfolgt, die Beweislage klar. Eine solche Hausdurchsuchung wäre völlig unverhältnismäßig, da sie erwartbar nicht zu einer weiteren Erhellung des Sachverhaltes beitrüge.
Gestern erfolgten bundesweit Hausdurchsuchungen gegen 60 Verfasser sogenannter Haßpostings. Die medial kolportierten Äußerungen sind höchstwahrscheinlich in der Tat justiziabel, und der Rechtsstaat tut gut daran, z. B. Anstiftungen zu Straftaten im Rahmen seiner rechtsstaatlichen Möglichkeiten zu verfolgen.
13. Juli 2016
Ein Mittsommernachtstraum: "Die Morgentür"
"Öreland: Dies hab ich am 22.3. gegen Morgen get(bäh! wird gerade getrennt!)räumt: kein Wort verstellt. [...] Nochmals: dies ist ein wörtlicher Traumbericht vom 22. März 1946." - Arno Schmidt, Brand's Haide (Reinbek b. Hamburg, Rowohlt, 1951, S. 20 u. 22)
Und dies ist das exakte Protokoll eines Traums, den der Endunterzeichnete am Morgen des 10. Juli 2016, sozusagen in Echtzeit, zwischen 07 Uhr 30 und 07 Uhr 40, im virtuellen Bereich des nächtlichen Kopfkinos betrachten durfte. "Nächtlich" trotz der sonntäglich vorgerückten Morgenstunde; da die "fünf Pforten der Sinne", wie Sir Thomas Browne sie genannt hat, noch geschlossen waren & die Bühne der Wahrnehmung von den Truppen bespielt wurden, die, gemäß der antiken Auffassung, aus den Toren aus Horn oder Elfenbein entweichen -
Sunt geminae somnī portae, quārum altera fertur
cornea, quā vērīs facilis datur exitus umbrīs,
altera candentī perfecta nitēns elephantō,
sed falsa ad caelum mittunt īnsomnia Mānēs.
Hīs ibi tum nātum Anchīsēs ūnāque Sibyllam
prōsequitur dictīs portāque ēmittit eburnā,
ille viam secat ad nāvīs sociōsque revīsit.
(Vergil, Aeneis, Buch 6, 893-98)
10. Juli 2016
Vom Fin de Siècle, dem Zauberberg und Putins Eiern
Geschichte wiederholt sich nicht, sagt man, und vermutlich haben die Historiker damit recht. Auch ist es wohl schwierig, die Gegenwart mit gleichsam historisch-distanzierten Augen zu betrachten, um Parallelen zu vergangenen Epochen entdecken zu können. Zur Kennzeichnung der europäischen Gegenwart wird in letzter Zeit öfters das Bild des Historikers Christopher Clark bemüht, der den Ausbruch des ersten Weltkriegs als Ergebnis eines kollektiven Schlafwandelns der europäischen Regierungen, mit ihren komplexen Bündnisstrukturen und ethnischen Konflikten, beschrieben hat. Das mag zutreffen, aber ich glaube, daß die Ereignisse von 1914 nicht zu begreifen sind ohne Betrachtung von etwas, das man vielleicht das kollektive Stimmungsbild jener Zeit nennen könnte. Zur Kennzeichnung dieser Stimmung und einer ihr entspringenden künstlerischen Strömung hat man den Begriff des Fin de Siècle geprägt, jene charakteristische Mischung aus Dekadenz, Endzeitstimmung und Überdruß, die zu einer Geringschätzung und Abkehr von den politisch-gesellschaftlichen Strukturen jener Zeit geführt haben. „Das alte“ sollte zerschlagen werden, damit „neues“ daraus erwachsen könne; der große, reinigende Hammerschlag, der überkommene gesellschaftliche Strukturen beseitigen sollte, erschien vielen nicht als Bedrohung sondern als Verheißung.
9. Juli 2016
Marginalie: Die Angst vor dem Wort
Nach den Morden von Dallas am vergangenen Freitag kommen so langsam die ersten Erkenntnisse über Hintergründe und Ablauf ans Tageslicht. Nach derzeitigem Stand handelte es sich um einen Einzeltäter, der gezielt versucht hat möglichst viele weisse Polizisten zu ermorden. Bei fünf Opfern ist ihm das gelungen bis er selber von der Polizei getötet wurde.
Rechtsstaat und Vernuft. Ein Gedankensplitter.
Stellen
Sie sich folgende Situation vor, lieber Leser, und achten Sie auf jedes Details:
In einem Wohngebiet, irgendwo in Deutschland, kommt es zu einem Überfall. Der
Täter verletzt sein Opfer schwer, hinterlässt aber unfreiwillig ein paar
Tropfen Blut. Das Opfer hat das Gesicht nicht gesehen, konnte aber eine blonde
Haarfarbe erkennen. Das Wohngebiet wird abgesperrt und durchsucht. Mit
Einwohnern werden in dem betreffenden Wohngebiet etwa 2000 Personen gezählt.
Die Staatsanwaltschaft entscheidet sich zu einem Massengentest und bittet alle
blonden, männlichen Bewohner des Gebietes zwischen 15 und 65 Jahren zum
Gentest, das sind in diesem Fall 200 Männer (und Jugendliche).
6. Juli 2016
Prankenhieb: Huhu, AfD-Wähler in Brandenburg! Aufwachen!
Liebe AfD-Wähler in Brandenburg,
in letzter Zeit wurde ich oft darauf hingewiesen, dass ich euch fürchterlich unrecht getan habe.
Dass es euch ja gar nicht nur um so Themen wie Zuwanderung, Putinverehrung und Merkelbeseitigung geht. Sondern z.B. auch um direkte Demokratie! Jawoll! Gebt dem verratenen Volk die Souveränität zurück! Außerdem habe ich gelesen, Eure Partei ist die Anti-Grüne Bewegung! Wird ja auch Zeit, dass die linksgrünversifften Blockparteien mit ihrer Energiewende endlich aufhören.
Dafür habt ihr in Brandenburg einen sehr rührigen energiepolitischen Sprecher namens Sven Schröder. Der ist sich nicht mal zu schade, gemeinsam mit einer Saskia Ludwig von einer Altpartei (muss sich wohl verlaufen haben, da linksgrünversiffter Konsens), ja sogar der Partei von Frau Merkel (muss weg) in Potsdam aufzutreten, um für ein Volksbegehren für höhere Abstände von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung zu werben. Geht dieses durch, können die da oben die meisten neu geplanten Windkraftanlagen in die Tonne kloppen. Gut für den Braunkohlestandort Brandenburg!
in letzter Zeit wurde ich oft darauf hingewiesen, dass ich euch fürchterlich unrecht getan habe.
Dass es euch ja gar nicht nur um so Themen wie Zuwanderung, Putinverehrung und Merkelbeseitigung geht. Sondern z.B. auch um direkte Demokratie! Jawoll! Gebt dem verratenen Volk die Souveränität zurück! Außerdem habe ich gelesen, Eure Partei ist die Anti-Grüne Bewegung! Wird ja auch Zeit, dass die linksgrünversifften Blockparteien mit ihrer Energiewende endlich aufhören.
Dafür habt ihr in Brandenburg einen sehr rührigen energiepolitischen Sprecher namens Sven Schröder. Der ist sich nicht mal zu schade, gemeinsam mit einer Saskia Ludwig von einer Altpartei (muss sich wohl verlaufen haben, da linksgrünversiffter Konsens), ja sogar der Partei von Frau Merkel (muss weg) in Potsdam aufzutreten, um für ein Volksbegehren für höhere Abstände von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung zu werben. Geht dieses durch, können die da oben die meisten neu geplanten Windkraftanlagen in die Tonne kloppen. Gut für den Braunkohlestandort Brandenburg!
4. Juli 2016
Die Atomverschwörung (3): Gesamtgesellschaftlicher Konsens
Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) sagte, sie sehe die Entscheidung als Bestätigung des gesamtgesellschaftlichen Konsenses über den Atomausstieg. "Am Atomausstieg wird nicht gerüttelt - spätestens 2022 geht der letzte Reaktor vom Netz." Der Rückbau der Kernkraftwerke sei nun eine der größten umweltpolitischen Aufgaben. "Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität - sowohl beim Betrieb der Kernkraftwerke als auch beim Rückbau. Es gibt bis zum letzten Tag keinen Sicherheitsrabatt."
Quelle
Im Gegensatz zu den Linkspopulisten Natascha Kohnen (SPD) und Ludwig Hartmann (Grüne), die in der E.on-Klage in gewohnter Manier lediglich einen Versuch sehen, die Steuerzahler zu melken, gab sich die Umweltministerin Scharf deutlich staatstragender: Nicht um den schnöden Mammon ging es ihr, sondern um den Schutz der Bevölkerung und den gesamtgesellschaftlichen Konsens.
Quelle
Im Gegensatz zu den Linkspopulisten Natascha Kohnen (SPD) und Ludwig Hartmann (Grüne), die in der E.on-Klage in gewohnter Manier lediglich einen Versuch sehen, die Steuerzahler zu melken, gab sich die Umweltministerin Scharf deutlich staatstragender: Nicht um den schnöden Mammon ging es ihr, sondern um den Schutz der Bevölkerung und den gesamtgesellschaftlichen Konsens.
2. Juli 2016
Mal wieder zur Dummheit. Und zum Brexit.
Vor gut 3 Jahren habe ich in Zettels Raum einen Gastbeitrag zum Recht auf Dummheit veröffentlicht (einer meiner besseren Artikel). Aufhänger ist zwar die damalige Gesetzesvorlage zu Schockbildern auf Zigarettenpackungen (auch eine EU Idee) gewesen, aber der zentrale Inhalt beschäftigte sich mit der Idee, dass man sehr vorsichtig damit sein sollte, anderer Verhalten als dumm oder klug zu bezeichnen und noch vorsichtiger Andere an der vermeintlichen Dummheit hindern zu wollen. Und ich kann mich auch erinnern, dass dieser These ziemlich breitflächig zugestimmt worden ist.
Umso erstaunlicher ist es (zumindest in meiner Wahrnehmung), wie selbstverständlich, auch im kleinen Zimmer, das Mantra gehämmert wird, der Brexit sei unvernünftig und eine verantwortungsvolle Regierung sei gut beraten auf die eine oder andere Art den Brexit entweder nicht durchzuführen oder zumindest so lange zu verzögern, bis man noch die eine oder andere Abstimmung ansetzen könne, um die Entscheidung zu revidieren.
1. Juli 2016
Das zweite Elfmeterschießen um die Hofburg
Die vorübergehende Atempause, von der andernorts in diesem Blog
in Bezug auf die bewegten politischen Gewässer Österreichs die Rede
war, hat sich als sehr kurz erwiesen: Der Verfassungsgerichtshof (VfGH)
hat heute sein Erkenntnis verkündet, dem zufolge die Stichwahl zum
österreichischen Bundespräsidenten im gesamten Bundesgebiet wiederholt werden muss.
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