Anmerkungen zur Sprache (14): Sprachschluderei

Er starb aus Umständen. Wie kann jemand, der des Deutschen mächtig ist, so etwas zu Papier bringen, es in seinen Rechner eintippen?
Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt


Martin Klingst (fast) in "Zeit-Online"
Der wachsenden europakritischen Stimmung im Volk will ein Bündnis von zehn großen deutschen Stiftungen (siehe Kasten links) nun mit einer breit angelegten Kampagne entgegentreten, wie sie das Land noch nicht gesehen hat.Auch wenn ich geneigt bin, bei SpOn nicht alles für bare Münze nehmen, diesmal hat Christoph Sydow ins Schwarze getroffen oder besser noch ins Braune. Deutschland hat glücklicherweise bisher noch nicht gesehen, dass zehn große deutsche Stiftungen für ihre Kampagneseite Joseph Goebbels gewonnen haben, der das deutsche Volk auf das letzte Gefecht für Europa einstimmt.
Am Freitag hat R. A. hier einen Beitrag zur aktuellen Europa-Kampagne geschrieben. Ich habe in meinem Blog spontan geantwortet und Zettel hat mich gebeten, den Beitrag für ZR zu überarbeiten.
Ich habe mir die bisher vorgestellten Motive der Europa-Kampagne angesehen. Auch wenn darunter einige vernünftige Aussagen zu finden sind, bleibt ein schaler Beigeschmack. Insgesamt erinnert mich diese Kampagne sehr an die Zeit in der DDR: Das einfache Volk soll möglichst wenig wissen, sondern nur in die richtige Richtung marschieren. Dazu später mehr.
Der Hitzesommer des vorigen Jahres lieferte zwar bitterwenig Regen, aber um so mehr Wasser auf die Mühlen dieser Propheten, die eine Versteppung Deutschlands und Europas auf dem Marsche sahen.Quizfrage: Von welchem Sommer ist hier die Rede?
Richard Sulík in einem Artikel, der vor wenigen Minuten in "Zeit-Online" erschienen ist; in der gedruckten "Zeit" allerdings schon in der vorletzten Ausgabe. Überschrift: "Deutschland ruiniert sich".
Dass Deutschland sich wie eine Weihnachtsgans ausnehmen lässt, könnte mir als Slowaken egal sein, wenn es da nicht zwei Zusammenhänge gäbe. (...) Warum sollten zum Beispiel die Griechen jemand anderen als Alexis Tsipras wählen, der im Grunde sagt: Spart nicht, Deutschland wird schon zahlen. (...)Sulík war Präsident des slowakischen Parlaments und hat sich Ende 2011 mit dem damaligen Bundespräsidenten Wulff unterhalten. Er fragte Wulff, warum dieser für die Aufstockung des Rettungsschirms sei. Dessen Antwort:
Ein anderes Beispiel ist Slowenien, das gerade enorme Sparanstrengungen unternimmt und trotzdem von den Rating-Agenturen herabgestuft wurde. (...) Das ist das Gefährliche an der Haftungsunion: Es entsteht eine unheimlich starke Motivation, Schulden zu machen.

Harald Marteinstein in seiner Kolumne im aktuellen "Zeit-Magazin" (34/2012 vom 16. 8. 2012).
Parvin Sadigh gestern in "Zeit-Online" über das sogenannte Hamburger Modell.
Sami Khedira gegenüber der gedruckten "Süddeutschen Zeitung" vom 15. 6. 2012, zitiert von Eran Yardeni in der "Achse des Guten" vom 1. 7. 2012.
Die deutsche WebSite von Greenpeace vor einer Woche.


Wilfried Scharnagl in "Focus", zitiert in "Welt-Online".

Kernsätze einer Meldung, die Sie vollständig heute in Süddeutsche.de lesen können.
Großspekulanten und Kleinanleger treiben die Preise für Lebensmittel in die Höhe, verschärfen den Hunger in der Welt, stürzen Millionen Menschen in Armut und manchmal sogar in den Tod.Haßpropaganda auf unterstem Niveau, abseits jeder Realität. Und selbstverständlich steigt die "Qualitätspresse" darauf gerne ein.
Gregor Gysi über Sahra Wagenknecht in einem Interview mit der "Bunten", zitiert in "Zeit-Online".




Andreas Rüttenauer in der "tageszeitung".


Aus der Ankündigung eines gemeinsamen Texts der drei Autoren, der als "programmatische Aufforderung an die deutschen Sozialdemokratie" konzipiert ist.
Fühlen Sie sich in der Stadt oder Region, in der Sie wohnen, nachts allein auf der Straße sicher?Die Befragten konnten mit "Ja" oder "Nein" antworten. Es ergaben sich überraschende Resultate. Einige Länder erwiesen sich - gemessen an diesem Kriterium - als sicherer, als man es erwartet hätte; andere als unsicherer.
Peter Gauweiler in einem Essay in der heutigen FAZ unter der Überschrift "Peter Gauweiler zur Zukunft Europas - Alles so großtuerisch, so herzlos und leer!"

Man muß sie am Küchentisch erleben. Man muss erleben, wie sie ein großes Essen vorbereitet. Bei Merkel setzt man sich nicht an die gedeckte Tafel und wartet, was aufgetragen wird. Eine Einladung (...) beginnt in der Küche: Der eine Gast putzt die Pilze, der andere die Bohnen, der dritte wäscht den Salat. Zu diesem Arbeitsessen gibt es ein Arbeitsweinchen. Natürlich hat die Gastgeberin alles sorgfältig vorbereitet, natürlich steht die Menüfolge fest; aber es entsteht alles gemeinsam. Jeder hat seinen Part, jeder hat was zu schnippeln, zu sieden und zu kochen, jeder etwas zu reden: Es geht um die Nudel, die Küchenrolle und um die Welt. Die Kanzlerin selbst rührt das Dressing. Man ahnt, wie sie im Kabinett agiert.Was würden Sie von dem denken, der das erzählt? Vermutlich erstens, daß er ein wenig mit seiner Nähe zur Kanzlerin protzen möchte. Und zweitens selbstredend, daß die Kanzlerin ihn einmal zu einem solchen Essen eingeladen hat.